Ein Schlitzohr

Den Begriff Schlitzohr kennt jeder, jedoch wenige wissen wo er her stammt: Im Mittelalter riss man den Dieben und Betrügern die Ohrringe ab, so dass es dabei das Ohrläppchen zerriss und durch das schlechte Zusammenheilen immer sichtbar blieb was einmal geschah. Die Leute wurden dann Schlitzohren genannt und jeder konnte sie dann meiden.

Foto: Flickr
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Fleshtunnels – wie weit kann man gehen?

Heute erleben wir die Wiedergeburt der Schlitzohren. Diesmal jedoch nicht in diesem negativen Sinn. Viele Piercingfans lassen sich Fleshtunnels in ihre Ohrläppchen einsetzen und dehnen diese im Übermaß.  Vor allem dann, wenn das Loch nicht perfekt mittig sitzt, lauert die Gefahr, dass das Gewebe an einer dünnen Stelle reißt. Die Rekonstruktion des Ohrläppchens ist dann notwendig und langwierig.  Man kann das Ohrläppchen am Riss zusammennähen und warten, bis es ausheilt und der Ring wieder hinein kann, das dauert etwa ein halbes Jahr – Zeit, die der Patient mit einem riesigen Loch im Ohrläppchen herumlaufen muss, denn der Ring hält nicht mehr im kaputten Tunnel. Es ist ziemlich ärgerlich wenn so etwas passiert. Wichtig ist, dass schon von vorne rein der Piercer dabei aufpasst wie er den Ring einsetzt. Außerdem lassen sich nicht alle Ohrläppchen gleich viel dehnen. Bei Frauen geht es einfacher, sie haben dehnbareres Bindegewebe, aber auch hier sei Vorsicht geboten.

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