Ohrpiercings – immer noch im Trend

Es ist ja aus dem allgemeinen Bild nicht wegzudenken, das Ohrpiercing. Doch wer denkt, dass sich dieser Trend mittlerweile überlebt hätte, der irrt. In seinen vielseitigen Varianten ist das Ohrpiercing weiterhin ein Trend, quer durch alle Gesellschaftsschichten. Wahrscheinlich auch gerade durch seine Vielseitigkeit und sein Variantenreichtum ist dies so. Denn wenn man sich mal anschaut, was man alles so mit Piercings im Ohr alles anstellen kann, welche Stellen man im und am Ohr alles piercen kann, wird klar, dass man seiner Individualität hier sehr viel Ausdruck verleihen kann und sich damit in ganz verschiedenen Formen und Varianten abheben kann.

Wo kann ich ein Ohrpiercing stechen lassen?

Der Variantenreichtum des Ohrpiercings wurde ja schon angesprochen. Etwas abhängig sind die Möglichkeiten, wo man sich überall ein Piercing am Ohr stechen lassen kann davon, wie die körperlichen Voraussetzungen bei jedem einzelnen so sind. Denn auch beim Ohr gilt, dass die Menschen hier ganz unterschiedlich veranlagt sind. Doch im Prinzip gibt es für jeden Menschen viele Möglichkeiten sich ein Ohrpiercing zuzulegen. Das beginnt mit dem ganz klassischen Ohrloch am Ohrläppchen und zieht sich über die fast komplette Außenseite des Ohres einmal um das Ohr herum. Die verschiedenen Bezeichnungen der einzelnen Ohrpiercings werden wir nachher nochmal etwas näher betrachten. Aber nicht nur die äußeren Bahnen des Ohres können mit entsprechenden Piercings versehen werden, auch im Ohr gibt es verschiedene Möglichkeiten sich Ohrpiercings machen zu lassen. Je nachdem, welche Region im Ohr gepierct werden soll, gibt es auch Methoden zu beachten, wie dies zu erfolgen hat, denn man durchsticht da durchaus unterschiedliche Körperstrukturen. Aber auch hierzu später mehr. Wir können also erstmal festhalten, dass es viele Möglichkeiten gibt, sich ein Ohrpiercing stechen zu lassen.

Foto: Flickr

Welche unterschiedlichen Ohrpiercings gibt es?

Angesprochen hatten wir es ja schon, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt sich am Ohr piercen zu lassen. Das klassische Ohrloch ist dabei das bekanntes Ohrpiercing. Dieses Piercing ist heute als Lobe bekannt, was sich vom englischen Begriff für Ohrläppchen ableitet. Weiterhin finden wir dann noch das Helix Piercing an der Außenseite des Ohres. Dieses Ohrpiercing st auch relativ verbreitet und wird gerne als Ergänzung zum Lobe gestochen. Das Industrial Piercing ist auch eines der Ohrpiercings, welches man am äußeren Ohr trägt. Dieses verbindet im Prinzip zwei Helix-Piercings mittels eines Barbells. Wenn man bei den nächst genannten Ohrpiercings Ringe als Schmuck nutzt, kann man  das Snug und Conch-Piercing auch zu den äußeren Ohrpiercings rechnen. Beide Piercings werden allerdings weiter im Inneren des Ohres gestochen, das Snug in der inneren Knorpelauswölbung parallel zur Ohrkante und das Conch durch die Ohrmuschel. Setzt man hier jedoch Ringe als Schmuck ein, gehen diese auch über die äußere Kante des Ohres.

Innere Ohrpiercings

Begeben wir uns nun zu den Ohrpiercings, die weiter im Inneren des Ohres zu finden sind. Da beginnen wir zunächst mit dem Tragus, einem Piercing durch den Knorpelfortsatz am Eingang des Gehörkanals. Auch hier handelt es sich um ein sehr beliebtes Ohrpiercing. Weiterhin gibt es das Rook-Piercing. Hierbei handelt es sich um ein Ohrpiercing durch die Anti-Helix, also ein Piercing oberhalb des Tragus. Ferner sind bei den inneren Ohrpiercings noch das Daith zu nennen, ein Piercing durch die waagerechte Auswölbung in der Ohrmuschel, und das Anti-Tragus, ein Piercing durch den dem Tragus gegenüberliegenden Knorpelfortsatz. Diese Piercings sieht man etwas seltener, was aber ihrer Wirkung hinsichtlich eines tollen Ohrschmucks keinen Abbruch tut. Alle diese Ohrpiercings können einzeln sehr schön wirken, aber auch in diversen Kombinationen ein tolles Bild abgeben.

 

Wie lasse ich mir ein Ohrpiercing stechen?

Die Frage wird vielleicht allgemein so gestellt werden, ist aber im Grunde genommen nicht ganz richtig. Die Zeiten, in denen man sich ein Ohrpiercing mittels Nadel und hinter das Ohrläppchen gehaltener Kartoffel hat stechen lassen, sind vorbei. Auch wenn das Wort Piercing vom englischen to pierce kommt, was ja durchstechen heißt, gibt es heute verschiedene Methoden sich den beliebten Ohrschmuck vernünftig anbringen zu lassen. Drei Verfahren sind dabei zu nennen. Die Löcher für einige Piercings können mittels eines Ohrlochstechsystems gemacht werden, wobei spezielle Ohrstecker per Muskelkraft vornehmlich durch das Ohrläppchen gedrückt werden. Eine Methode, die der oder dem einen oder anderen noch von Juwelieren beim ersten Ohrloch bekannt sein dürfte. Für viele andere Ohrlöcher eignet sich dieses aber nicht und man verwendet hier das Piercen. Dabei werden durch einem peripheren Venenkatheter beziehungsweise mittels einer sterilen, medizinischen Hohlnadel ein Loch gestochen. Das ist vor allem hygienischer, weil immer nur einmal diese Nadel verwendet wird. Bei den Materialien handelt es sich zumeist um Titan oder chirurgischen Stahl. Wenn es dann aber in Bereiche des Ohres geht, bei denen Knorpel durchstochen werden muss, nutzt man den Dermal Punch. Dabei wird das Loch gestanzt. Letztlich haben alle Varianten etwas für sich und sind in ihren Bereichen anwendbar. Eine gute Beratung bei einem Ohrpiercing sollte jedoch immer ein ganz wichtiger Bestandteil sein.

 

Welches Ohrpiercing setzt derzeit den Trend?

Eine ganz klare Festlegung kann hierzu gar nicht gemacht werden. Was sich feststellen lässt, ist, dass einen klaren Trend zu mindestens einem zweiten Ohrpiercing gibt. Gerade aus weiblicher Sicht beginnt das Ohrpiercing ja mit dem klassischen Ohrloch, dem heute Lobe genannten Piercing. Das ist traditionell und für längere Zeit auch wohl das einzige Piercing. Aufbauend darauf zeigt sich aber der Trend zu mindestens einem Ohrpiercing mehr. Sehr beliebt ist als Ergänzung die Helix. Gerade am oberen Teil des Ohres bildet sie eine tolle Ergänzung und einen zusätzlichen Hingucker. Natürlich sind der Lust und Laune nach Ergänzungen kaum Grenzen gesetzt, höchstens anatomische. Ein weiterer Trend ist dann in der Dehnung des klassischen Ohrlochs zu sehen. Dieses Ohrpiercing sieht man immer häufiger. Hier kommen auch vor allem die männlichen Träger eines Ohrpiercings mit zum Vorschein.

 

Was gibt es zu beachten?

Viele Dinge sollte man beachten, wenn man sich für ein Piercing entscheidet. Wichtig ist, dass man sich einen guten Piercer aussucht. Persönlich gemachte Erfahrungen aus dem Freundeskreis können dabei natürlich sehr hilfreich sein. Denn viel hängt von einer guten Beratung ab. Wichtig ist vor allem die Hygiene beim piercen selbst. Aber auch die Nachsorge ist ein ganz wichtiger Punkt. Wenn man hier sehr genau aufpasst, hat man eine Menge Spaß an seinem Ohrpiercing und wenig Schmerzen. Aber auch hier kommt es natürlich auf den eigenen Typ an. Bei manchem verheilt solch ein Ohrpiercing einfach schneller als bei anderen. Wie gesagt, Information vorab und eine gute Nachsorge helfen, damit man schnell und lange Freude an seinem Ohrpiercing hat.

 

Zeichnen sich neue Trends bei Ohrpiercings ab?

Mit den bereits beschriebenen Piercingmöglichkeiten am Ohr sind derzeit wohl so ziemlich alles gängigen Ohrpiercings beschrieben. Mehr Stellen, an denen man sich noch ein Ohrpiercing machen lassen kann, sind wohl kaum möglich. Aber, man soll niemals nie sagen. Irgendwie findet vielleicht doch noch jemand eine weitere Form, wie man andere und mehr Ohrpiercings anbringen kann. Trendy ist auf jeden Fall, wie auch schon angeklungen, die Kombination verschiedener Ohrpiercings. Da kann man nicht falsch liegen und wie es irgendwo anders mal hieß, mehr ist immer besser. Man kann hier einfach seinen Vorlieben freien Lauf lassen. Ob  der Trend auch noch zu weiteren, größeren Lobes geht? Man wird sehen. Beziehungsweise sind dieses größeren Lobes immer häufiger zu sehen. Aber dies ist natürlich auch eine Typfrage und es muss zum Alltag eines jeden selbst passen. Sind wir doch mal ehrlich, nicht in jedem Beruf kann man mit einem extrem geweiteten Ohrläppchen auftauchen. Für gewisse Sachen sind einfach gesellschaftliche Grenzen gesetzt. Aber man wird sehen, wie sich auch dies weiterentwickelt. So einige Piercings wären vor zwanzig Jahren noch nicht mal ansatzweise denkbar gewesen, gerade in beruflicher Hinsicht, und heute trägt man sie ganz selbstverständlich. Es hat sicherlich viel damit zu tun, wie präsent so manche Ohrpiercings oder Piercings allgemein in der Öffentlichkeit sein werden. Je mehr wir sie sehen, desto weniger stört man sich an ihnen. Mit Piercings zu provozieren, wie einst vielleicht Punker, ist heute gar nicht mehr so einfach.

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