Bauchnabelpiercing – nicht ganz einfach

Piercing ist heute längst kein Zeichen des unsteten Rebellentums. Der aus Indien als Statement importierte Schmuck wurde in den Neunzigern von der Punk-Szene salonfähig gemacht.

Mittlerweile ist die Piercing-Szene zu einem Industriezweig herangewachsen. Das ist nicht zuletzt der Professionalisierung dieser Branche zu verdanken, die es sich zum Ziel gemacht hat, im Zeitalter von HIV; Hepatitis und Co. strengere Hygieneregeln zu beachten.

Foto: pixabay
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Eine besondere risikoanfällige Art des Piercing ist das Bauchnabelpiercing. Da sich hier Schmutz und Schweiß ansammeln, kann beispielsweise kein Piercer und auch kein Arzt eine 100%ig keimfreie Fläche garantieren. Das erhöht das Risiko für Infektionen beim Bauchnabelpiercing. Mit bis zu neun Monaten ist die Heildauer beim Bauchnabelpiercing auch recht lang. Ein weiterer Aspekt des Bauchnabelpiercing ist die Beschaffenheit des Nabels. Er grenzt die Auswahl an verwendbaren Formen ein.

Der schönste Kompromiss

Andererseits ist ein Bauchnabelpiercing der schönste Kompromiss in der Piercingwelt. Man kann sich das Piercing leisten, ist aber selber Herr darüber, wann es gezeigt wird und vor allem wer es zu Gesicht bekommt. Das hilft vor allem scheuen Piercing-Fans, die sich von der Gesellschaft missverstanden fühlen, wegen ihrer Vorliebe für den schönen Hautschmuck. Im Sommer kann man es freizügig zeigen, ohne anzuecken. An kalten Tagen bleibt es verborgen. Vor allem Frauen greifen auf das Bauchnabelpiercing zurück. Das hat allerdings auch darin seinen Grund, weil Bauchnabelpiercing bei weitem nicht so kompliziert sind wie etwas Genitalpiercings.

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