Eine Gratwanderung zwischen schön und hässlich

Mit drei Piercings – Ohrringe nicht mitgezählt – und einer kleinen Tätowierung, gehört man mit Sicherheit zu den Anfängern des Körperkults. Der Schmuck  wird jedoch gerne getragen  und die unerwünschten Reaktionen bei den Mitmenschen entfallen.

Man soll seinen Körper schmücken

Das Bauchnabelpiercing wurde vor mehr als zehn Jahren gestochen, jenes am Nasenflügel vor acht und die Augenbraue ist 2 Jahre später an gekommen. Für alle drei gepiercten Stellen gibt es in der Schmuckschatulle eine ganze Reihe von Schmuckstücken, die je nach Lust, Laune oder Anlass austauscht werden. Bevorzugt werden die mit Swarowsky Steinen, aber auch, zum Beispiel, echter Goldschmuck mit Saphiren. Wie auch die Ohrringe, sollen  die Piercing Schmuckstücke etwas zum eigenen Aussehen beitragen.

Foto: Flickr
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 Das Leben hinter einer Maske

Anders scheint es bei den Leuten zu sein, die sowohl die Tätowierung wie auch das Piercen ins Extreme treiben. Die Ganzkörpertätowierungen und übertrieben viele Piercings erwecken das Gefühl, dass diese Leute sich hinter dem veränderten Erscheinungsbild verstecken. Eine tiefliegende Ablehnung des eigenen Aussehens und der eigenen Persönlichkeit steht am Anfang dieses Verhaltens. Die Frage die sich stellt: ist so viel Körperkunst noch schön? Sind Ohrläppchen die fast bis zu den Schultern ausgedehnt wurden noch ansehnlich? Oder die dreißig Ringe die an der Lippe hängen? Und dazu noch die 100% Tätowierung? Wo bleibt der Mensch in diesen Fällen? Für immer hinter einer Maske versteckt?  Darf Kunst auch hässlich machen?  Das ganze bleibt eine Gratwanderung des eigenen Geschmacks.

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