Die gesellschaftliche Akzeptanz von Piercing Schmuck

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Piercing: Entwicklung bis zum Massenphänomen

Piercings werden bei einigen Völkern schon seit Jahrtausenden durchgeführt. Besonders amerikanische Ureinwohner sowie Völker Asiens und Afrikas haben eine lange Piercing Tradition. Die Piercings sind hier vor allem aus optischen oder spirituellen Gründen eingesetzt.

Umstritten bzw. nicht nachweisbar sind die Behauptungen, es hätte auch im Europa des Mittelalters Brustwarzenpiercings in höfischen Kreisen gegeben.

Anfang der 70 Jahre lernten Hippies in Indien Ohr- und Nasenpiercings in Indien kenne und brachten diese in die westliche Kultur mit.

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Natürlich war es nur eine ganz kleine Minderheit, die sich damals piercen ließ. Die Piercings wurden dann von einem kleinen Kreis innerhalb des Homosexuellen- und Fetish Szene aufgenommen.  Nun entstanden auch die ersten Piercing-Studios, die meist innerhalb von Tatoo-Studies funktionierten. Grundsätzlich waren bis Anfang der 90 Jahre Piercings meist auf kleine (Underground-) Gruppen beschränkt, hier ist auch noch die Punkszene zu erwähnen, die sich ebenfalls anfing zu piercen.

Piercing wird zum Massenphänomen

Anfang der 90er Jahre nahmen die Piercings auf einmal eine rasante Entwicklung und wurden nun nicht mehr nur von gewissen Gruppen und Szenen sondern von breiten Massen angenommen. Eine besondere Rolle wird hier der Schauspielerin Alicia Silverstone zugeschrieben, die sich in dem bekannten Musikvideo Crying von Aerosmith ein Bauchnabelpiercing stechen lässt. Das Video gewann sogar die MTV Video Music Awards und Alicia Silverstones Piercing wurde auch in den Medien besonders diskutiert. Seit dem Video entwickelte sich die Nachfrage nach Piercing Schmuck deutlich. Schließlich zogen weitere bekannte Stars wie z.B. Tommy Lee oder Denis Rodman mit eigenem Piercing Schmuck nach, was ebenfalls zu einer erhöhten Akzeptanz und Nachfrage führte.

Piercing Schmuck heute

Laut einer repräsentativen Umfrage der Universität Leipzig aus dem Jahr 2009 tragen mittlerweile 9% aller Frauen und 3% aller Männer ein Piercing. Bei den 14 bis 24 Jährigen Frauen sind es sogar 35% und bei den 25-34 Jährigen Frauen sind es 22,5%. Bei den Männern ist die Alterskategorie 25-34 Jahre mit ca. 9,3% am häufigsten gepierct.honolulu_semansco_thailand_860564_h

Laut einer englischen Untersuchung sind die am häufigsten gepiercten Körperstellen: Bauchnabelpiercing 33%, Nasenpiercing 19%, Ohrenpiercing 13% (keine Ohrringe an den Ohrläppchen), Zungenpiercing 9%, Brustwarzenpiercing 9%, Augenbrauenpiercing 8%, Lippenpiercing, Genitalien (2 Prozent) und andere Körperstellen 3%. Bei Frauen ist das Bauchnabelpiercing am häufigsten anzutreffen, bei Männer sind es die Brustwarzenpiercings.

Das Prinz Albert Intimpiercing

Beim Prinz Albert Piercing handelt es sich um ein klassisches Intimpiercing für Männer. Das Piercing wird dabei von der Harnröhre neben das Vorhautbändchen (Frenulum) gestochen. Das Prinz Albert Piercing ist eins der häufigsten Intimpiercings. Meist wird es mit einem glatten Segmentring oder einem Ball Closure Ring getragen. Das Prinz Albert Intimpiercing wird meist aus sexuellen Motiven getragen. Neben dem optischen Reiz soll es zur Luststeigerung beim Träger aber auch bei der Frau führen.

Wie kommt das Prinz Albert Piercing zu seinem Namen?

Der Legende nach wurde das Prinz Albert Piercing von Prinz Albert, dem Ehemann der britischen Königin Victoria erfunden. Es wird behauptet, dass er das Piercing aus hygienischen Gründen gebrauchte um die Vorhaut herunterzuziehen und somit das Ablagern von Sekreten zu verhindern. Einer anderen Version entsprechend störte ihn sein Penis in den engen Reithosen (beim Reiten) und er konnte ihn so leichter in eine angenehmere Position bringen. Wahrscheinlicher ist es aber, dass diese Geschichte nur erfunden wurde um die gesellschaftliche Anerkennung von Intimpiercings zu fördern.

Wie wird ein Prinz Albert Piercing gestochen?

Das Prinz Albert Piercing wird von der Harnröhre ausgehend bis zur Unterseite des Penis gestochen, verwendet wird eine Venenverweilkanüle. Eine andere und präzisere Methode geht den umgekehrten Weg: In die Harnröhre wird eine Metallröhre bis in die gewünschte Tiefe eingeführt und dann die Vorderkante nach außen gedrückt. In die Ausbeulung wird dann der Stich gesetzt. Somit wird die Harnröhre nicht verletzt. Die Stichstelle kann auf Wunsch lokal betäubt werden.

 

Heilung und Nachpflege eines Prinz Albert Piercings

Die Heilung eines Prinz Albert Piercing dauert in der Regel 4-6 Wochen. Kamille oder Salzbäder werden während der Heilungsphase empfohlen. Von Cremen und Salben wird abgeraten, da sie den Stichkanal verkleben können.

Mögliche Probleme

Bei zu dünner Drahtstärke kann es zu einer Abwanderung des Piercings kommen. Beim Urinieren kommt es häufig zu Tropfenbindung, wenn der Urin am eingesetzten Intimpiercing entlang fließt. Auch von Schmerzen des Partners beim Sexualverkehr wird in einigen Fällen berichtet, auch hier kann der Grund in der Materialstärke liegen.

Kondome können mit einem Prinz Albert Piercing verwendet werden, es ist aber darauf zu achten, dass das Prinz Albert Piercing nicht zerkratzt ist, da es dann zu einer Ausschabung des Latex kommen könnte.

 

In unserem Piercing Online Shop finden Sie eine große Auswahl an hochwertigen Intimpiercings, die Sie einfach online bestellen können.

 

 

Das Augenbrauenpiercing

Beim Augenbrauenpiercing handelt es sich um Piercing Schmuck, das ein Ball Closure oder ein Curved Barbell Ring meist vertikal durch die Augenbraue sticht.

Augenbrauenpiercing haben normalerweise eine rein ästhetische Funktion, sexuelle oder rituelle Gründe für ein Augenbrauenpiercing sind nicht bekannt.

Stechen eines Augenbrauenpiercing

Beim Augenbrauenpiercing handelt es sich um ein Oberflächenpiercing, da sich der Ein- und Austrittskanal auf derselben Ebene befinden. Meist wird der Stichkanal vertikal am äußeren Drittel der Augenbraue gesetzt, aber auch ein horizontaler Stichkanal ist möglich.

Das Besondere am Augenbrauenpiercing: Der Stichkanal ist von nur sehr wenig Hautgewebe umgeben. Ansonsten wird das Augenbrauenpiercing ähnlich wie andere Piercings gestochen: Der Ein- und Austrittspunkt wird markiert, die Stelle wird desinfiziert und dann wir die Augenbraue mit einer Klemmzange fixiert.

 

Risiken bei Augenbrauenpiercing

Wird der Stichkanal in den inneren zwei Dritteln der Augenbraue durchgeführt, besteht das Risiko, dass Gesichtsnerven getroffen werden. Dies kann sogar eine Gesichtslähmung zur Folge haben. Bei einem horizontalen Augenbrauenpiercing besteht das Risiko des Herauswachsens, da hier Ein- und Austrittsstelle vollkommen auf einer Ebene liegen. Aus diesem Grund wird meist ein Surface-Bar eingesetzt um das Risiko des Herauswachsens zu vermeiden.

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Heilung von Augenbrauenpiercing

Die Heilungsphase beim Augenbrauenpiercing ist relativ zügig, und dauert normalerweise zwischen 4-8 Wochen. Während der Abheilphase sollte besonders darauf geachtet werden, dass kein Makeup, Haarspray usw. in den Stichkanal kommt.

Anti-Augenbrauenpiercing

Das Anti-Augenbrauenpiercing oder auch Tear-Drop Piercing genannt, ist eine Piercing Variation, bei der das Surface-Bar im Jochbein, also unter dem Auge eingesetzt wird. Das Piercing ist somit unter dem Auge platziert.

Augenbrauenpiercing bei Piercing Store

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Wie man das Abheilen nach dem Piercing Durchstich beschleunigen kann.

 

oregon_molalla_pierced_550375_lWer ein neues Piercing gestochen hat, der muss sich erst einmal darum kümmern, dass der Piercing Kanal ohne Infektion verheilt. Erst dann kann man das Tragen seines Piercings wirklich zu 100% genießen.

Die Abheilungsphase kann je Piercing unterschiedlich lange dauern, es kommt meist darauf an, wie lang der gestochene Piercing Kanal ist und wie stark die Stelle externer Reibung ausgesetzt ist.

Da die Wunde durch das neue Piercing offen gehalten wird, bildet sich während der Heilung ein Hautschlauch von außen nach innen, das führt in vielen Fällen zu Rötungen oder Schwellungen.

Alkohol- und Nikotinkonsum kann den Heilungsprozess des Piercing Kanals verzögern und daher sollte man hierauf während der Heilungsphase verzichten.

Um den Heilungsprozess zu beschleunigen sollte das Piercing regelmäßig mit Kochsalzlösung oder einem Antiseptikum gereinigt werden. Hierdurch wird vor allem auch Entzündungen vorgebeugt. Auch sollte man während der Abheilungsphase des Piercingskanals Öffentliche Bäder oder Badeseen meiden, da es hier zu einer zusätzlichen Keimbelastung kommen könnte,

Ein wesentliches Mittel um den Heilungsprozess zu beschleunigen besteht darin, die Reibung des Piercings zu reduzieren, denn hierdurch wird die Wunde im Stichkanal fortlaufend stimuliert und das Zuwachsen verzögert sich. Das ist nun natürlich abhängig vom Piercing nicht so einfach. Trägt man ein neues Bauchnabelpiercing, so sollte man zum Beispiel versuchen, weite Kleidung zu tragen um hier die Reibung zu vermeiden.

Bei Intimpiercings ist es angeraten, während der Heilungsphase auf Geschlechtsverkehr zu verzichten, da dies eine starke Belastung des Stichkanals mit sich bringen kann. Während der gesamten Heilungsphase eines Intimpiercings sollte in jedem Fall ein Präservativ benutzt werden, um damit die Verunreinigung durch Keime zu vermeiden. Auch die Ansteckungsgefahr mit Geschlechtskrankheiten ist während der Abheilungsphase unter Umständen höher. Nicht zuletzt verhindert ein Präservativ auch das starke hin- und her Scheuern des Schmucks.

Grundsätzlich solllte der Schmuck in den ersten Wochen auch nicht gewechselt werden, da dies die Heilungsdauer ebenfalls negativ beeinflussen kann.