Wie man den Heilungsprozess von Piercings beschleunigen kann

Wer kennt es nicht, man hat sich sein Piercing stechen lassen, der Piercing Schmuck ist schon gekauft oder wenigstens online bestellt, aber nun muss man noch warten, bis der Stichkanal vollständig abgeheilt ist. Es ist sehr wichtig, dass der Piercingkanal richtig verheilt, weil man im schlimmsten Fall eine Infektion oder Vernarbung riskiert, daher muss man seinem Körper die Zeit geben, die er braucht, aber es gibt doch ein paar Maßnahmen, die man unternehmen kann um den Heilungsprozess zu beschleunigen.

honolulu_semansco_thailand_860564_h

  1. Regelmäßige Reinigung

Du solltest Deinen Piercingschmuck grundsätzlich einer regelmäßigen Reinigung unterziehen, ganz besonders wichtig ist diese aber natürlich während der Abheilphase des Piercingkanals. Da hier zum einen das Risiko von Entzündungen und Infektionen besonders hoch ist und zum anderen, in dem Fall dass sich die Wunde entzündet, diese natürlich deutlich langsamer abheilt. Der Piercingschmuck sollte dabei mit Kochsalzlösung oder einem Antiseptikum (z.B. Octenidin) gereinigt werden.

  1. Keimbelastung vermeiden

Vermeide Orte mit erhöhter Keimbelastung, wie zum Beispiel das Baden im Schwimmbad oder Badesee. Einige sagen, dass das salzige Meerwasser die Heilung von Piercings beschleunigen würde, aber hier gibt es keinen Beleg dafür, wahrscheinlicher ist, dass auch hier eine erhöhte Keimbelastung vorhanden ist, die man ebenso vermeiden sollte.

  1. Reizung vermeiden

Um rasch verheilen zu können muss die gepiercte Körperstelle Ruhe haben. Ständige Reibung oder Bewegung hält die Wunde länger offen und kann auch Schmerzen verursachen oder sogar zu Vernarbung führen. Nicht alle Piercing Varianten sind hiervon gleich betroffen. Beim Bauchnabelpiercing kommt es zum Beispiel sehr oft zur Reibung am Hosenbund. Aber auch bauchfreie Kleidung ist nicht unbedingt eine Lösung, da somit Staub und Keime unter Umständen in das Piercing gelangen können. Besonders problematisch kann das Thema Reibung oder Bewegung auch bei Intimpiercings sein. Daher sollte auf Geschlechtsverkehr in den ersten 4 Wochen verzichtet werden, da die Belastung des Stichkanals zu stark sein könnte. Bis zur vollständigen Abheilung sollte auch unbedingt ein Kondom getragen werden, um den Kontakt mit Keimen zu vermeiden und mechanische Reibung zu reduzieren.

  1. Piercing Schmuck nicht wechseln

Während der Heilungsphase sollte man den Piercing Schmuck in den ersten Wochen nicht wechseln, denn auch dies kann die Heilung verzögern oder Infektionen hervorrufen.

Das Augenbrauenpiercing

 

Beim Augenbrauenpiercing handelt es sich um eine sehr beliebte und daher auch häufig anzutreffende Piercing Variante. Dabei wird ein Curved Barbell oder ein Ball Closure Ring meist vertikal in die Augenbraue gesetzt.gepierced

Im Gegensatz zu anderen Piercing Formen, gibt es beim Augenbrauenpiercing wenige historische oder kulturelle Bezüge. Das Augenbrauenpiercing kam in den 90er Jahren in Mode, einer der bekanntesten ersten Träger war der Sänger der Rockband Faith No More, Jonathan Davis.

Da sich der Ein- und Ausstichkanal auf einer Ebene befinden, zählt das Augenbrauenpiercing zu den Oberflächenpiercings. Das Piercing wird knapp unter die Haut gesetzt, meist am äußersten Dritten der Braue, und es steht daher nur sehr wenig Gewebe zum Halten zur Verfügung. Die Stichführung kann vertikal oder horizontal verlaufen, in den meisten Fällen wird aber eine vertikale Stichführung bevorzugt.

Wie bei Piercings grundsätzlich üblich, ist es notwendig die zu durchstechende Hautstelle der Braue gründlich zu desinfizieren und dann die Ein-und Ausstichstelle markiert. Danach wird meist mit einer Klemmzange die Braue fixiert und durchstochen.

Augenbrauenpiercing heilen im Vergleich zu anderen Piercings relativ schnell, innerhalb von 4-8 Wochen ab und das Risiko von Infektionen ist geringer als bei anderen Piercing-Varianten. Es besteht aber das Risiko, dass durch die Verletzung der Gesichtsnerven eine sogar schlimmstenfalls eine dauerhafte Gesichtslähmung vorkommen kann. Es ist daher absolut notwendig, das Augenbrauenpiercing von einem professionellen und erfahrenen Piercer stechen zu lassen. Aufgrund seiner Lage sollte man nach dem Stechen des Augenbrauenpiercing in der Abheilphase besonders darauf achten, dass keine Schminke, Reinigungsmilch usw. in den Stichkanal gelangt.

Eine Abwandlung des Augenbrauenpiercing ist das so genannte Anti- Augenbrauenpiercing. Dies wird waagerecht im Bereich des Jochbeins, also unter dem Auge gestochen. Der Name ist somit etwas irreführend, da es sich nicht um ein Augenbrauenpiercing handelt. Da es an Tränen erinnern kann, wird es daher auch manchmal Teardrop-Piercing genannt.

 

In unserem Piercing Online Shop könnt Ihr eine große Auswahl an Augenbrauenpiercing Schmuck finden, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wer erst einmal ausprobieren möchte, ob ihm das Augenbrauenpiercing überhaupt steht, kann auch erstmal ein Fake Augenbrauenpiercing einsetzten. Auch diese haben wir in unserem Online Shop im Angebot.

7 Anzeichen dafür, dass Dein Piercing nicht richtig verheilt.

Summers-189734-mNun ist der Sommer endlich da und viele haben sich noch schnell ein Piercing stechen lassen und dann den gewünschten, ultimativen Piercing-Schmuck bestellt und nun warten sie darauf, dass der Piercing Kanal schnell verheilt und man das neue Piercing tragen kann. Aber Vorsicht, nicht immer verheilt der Piercing Kanal problemlos. Wir haben Euch mal 7 Anzeichnen zusammengestellt, an denen Ihr merken könnt, dass das frisch gestochene Piercing nicht richtig verheilt.

  1. Zu lange Schwellungen

Bei einem neuen Piercing schwellt die gestochene Körperstelle oft an. Das ist eigentlich ganz normal, wenn allerdings die Schwellung in 48h nicht nachlässt, dann sollte man umgehend den Arzt aufsuchen, denn es kann sich um eine Infektion handeln.

  1. Eiter

Es ist normal, wenn sich an der gepiercten Körperstelle Schorf bildet. Ist dieser aber mit grünem oder gelbem Eiter versetzt, ist das ebenfalls ein Zeichen für eine Infektion. Dann ebenfalls sofort zum Arzt gehen!

  1. Die Haut fühlt sich heiß an

Nach dem Durchstich ist es nicht ungewöhnlich, dass sich die gepiercte Stelle heiß anfühlt. Das sollte aber sehr bald nachlassen. Hält das Gefühl an, kann es sich um eine Infektion oder eine allergische Reaktion handeln, die vom Material des neu eingesetzten Piercings herrührt.

  1. Übelkeit/Fieber/Frösteln

Wenn Du nach Deinem Besuch im Piercing Studio eins dieser Symptome hast, dann solltest Du umgehend einen Arzt aufsuchen. Diese typischen Grippe Symptome sind meist ein Zeichen für eine Infektion.

  1. Schmerzen

Die durchstochene Stelle tut normalerweise ein paar Tage weh, aber wenn der Schmerz nicht nachlässt oder sogar schlimmer wird, dann hat man es meist mit einer Entzündung zu tun und sollte schleunigst zum Arzt gehen.

  1. Bewegungshemmung

Das trifft meist auf Zungenpiercings zu. Wenn Du auch nach Tagen Deine Zunge kaum oder nur unter Schmerzen bewegen kannst, dann solltest Du das einen Arzt anschauen lassen.

  1. Juckreiz

Wenn Du an der gepiercten Körperstelle einen Juckreiz bemerkst, kann das ein Anzeichen für eine allergische Reaktion sein. Ist der Juckreiz erträglich, kann er vielleicht mit dem Heilungsprozess zusammen hängen, aber wenn er andauert oder sich verstärkt, sollte man dringend einen Arzt konsultieren.

 

In den allermeisten Fällen verheilen Piercings aber problemlos, wenn Sie in einem professionellen Piercing-Studio von einem erfahrenen Piercer unter hygienischen Umständen gestochen wurden. Allergische Reaktionen sind aber mitunter nicht vorher bekannt und können daher plötzlich vorkommen. Im Zweifel empfehlen wir, immer einen Arzt aufzusuchen. Wir empfehlen bei neuen Piercings daher Piercings aus Bioplast, das Material ist sehr körperverträglich und ruft normalerweise keiner allergischen Reaktionen hervor.