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Wangenpiercings

Bei Wangenpiercings handelt es sich um eine Piercing Variant speziell für den Gesicht Bereich. Die Piercings werden dabei in den Wangen genau dort eingesetzt, wo normalerweise die Grübchen sind. Aus diesem Grund lautet die englische Bezeichnung auch Dimple Piercing. (engl.Dimple = dt. Grübchen). Da an dieser Körperstelle wichtige Nerven und Arterien verlaufen, sollten Wangenpiercings immer unbedingt von einem professionellen Piercer mit Erfahrung gestochen werden. Wangenpiercing

Eine seltene Abwandlung der Wangenpiercings, über die allerdings in den Medien sehr intensiv berichtet wird, sind die so genannten Cheek Plugs. Diese Form wird selten in der Body Modification Szene verwendet und weitet den Stichkanal in der Wange immer weiter, so dass ein mehrere Zentimeter großes Loch entsteht, das dann den Rachenraum von den Wangen aus freilegt.

Historische Wangenpiercings

Wangenpiercings können eine gewisse historische Tradition für sich in Anspruch nehmen. Oftmals wurden und werden bei spirituellen Ritualen die Wangen durchstoßen. Hier sind zum Beispiel das Fest der neun Kaisergötter in Phuket sowie das Thaipusam in Malaysia zu nennen, bei denen sich die Mönche in Trance versetzten und dann ihre Wangen durchstechen. Auch bei indigenen Stämmen in Brasilien wurde von Wangenpiercings berichtet. Im westlichen Kulturkreis kamen die Wangenpiercings zu Beginn der 90er Jahre in Mode, einer der bekanntesten Trägerinnen ist die US-amerikanische Schauspielerin Amanda Bynes.

Wangenpiercing Schmuck

Für Wangenpiercings werden meistens Labret Stecker mit 1,6mm Materialstärke verwendet. Diese sollten mit einer gewissen Überlänge geplant werden, denn die Wangen schwellen oftmals in den ersten Tagen nach dem Durchstich des Piercings Kanals deutlich an. Nach dem Abheilen kann ein kürzeres Labret verwendet werden.

 

Risiken bei Wangenpiercings

Wangenpiercings gehören zu den risikoreichsten Piercing Arten, da wie oben bereits erwähnt, hier viele Nervenbahnen und Arterien zusammenlaufen. Werden diese getroffen, kann es zu Taubheitsgefühlen und sogar zum Verlust der Mimik führen. Aus diesem Grund sollten Wangenpiercings nur von sehr erfahrenen Piercern gestochen werden, die nach Umständen die geplante Stelle vorher durchleuchten sollten. Nach dem Abheilen der Wangenpiercings bilden sich sehr oft starke Grübchen, die auch bestehen bleiben, wenn das Wangenpiercing nicht mehr getragen wird. Auch besteht das Risiko, dass beim Essen auf das Piercing gebissen wird und es zu Zahnschäden kommen kann.