Piercingschmuck und Gesundheit

 

 

Piercingschmuck in Verbindung mit Bildgebenden-Verfahren

Bildgebende Verfahren sind Methoden der speziellen medizinischen Diagnostik, die Bilddaten von den Organen des Patienten liefern. Beispiele wären hier Röntgen oder Ultraschall.

Piercing Schmuck kann bei der Untersuchung mit Bildgebenden Verfahren zu Inferenzen führen und die Ergebnisse verfälschen.

Beim Röntgen kann ein Piercing nämlich vielleicht gerade die Stelle verdecken, die besonders interessant für den Arzt, bzw. den Patienten ist und ermöglicht somit keine vollständige Diagnose. Zum Beispiel könnte ein Brustwarzenpiercing genau den Brustkrebs Tumor verdecken, wenn sich dieser genau unter der Brustwarze befindet. Wird mit Magnetfeldern gearbeitet, kann sich der Piercing-Schmuck unter Umständen sehr stark erhitzen und auch dehnen, was zu Verletzungen oder sogar dem Ausfallen des Piercings führen kann.  Dies ist aber nur bei Piercingschmuck der Fall, der aus ferromagnetischem Metall besteht. Andere Materialien wie PTFE, Acryl, organische Stoffe oder Titan, sind hier normalerweise unproblematisch.

Grundsätzlich ist es ratsam, Piercings bei solchen Untersuchungen vorher abzulegen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Piercing#/media/File:Zungenpiercing_Roenten_ap.jpg

 

Kann man Blut spenden, wenn man gepierced ist?

Auch gepiercte Menschen können zur Blutspende, allerdings muss zwischen dem Stechen des Piercings und der Blutspende ein gewisser Zeitraum eingehalten werden. Dieser Zeitraum wird von den Blutspende-Institutionen meistens unterschiedlich lang eingefordert, daher informiert man sich am besten vor Ort. Der Grund für den Wartezeitraum liegt an der möglichen Entzündungsgefahr bei neuen Piercings, die für den Empfänger unter Umständen ein Gesundheitsrisiko bedeuten könnten.

 https://twitter.com/luucy_w/status/433993122520260609

Piercing während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft, sollte man auf sein Bauchnabelpiercing achten. Dieses kann aufgrund des Anwachsens des Bauchumfangs gedehnt werden, sich entzünden oder Herauswachsen. Eine Lösung kann hier sein, Piercingschmuck aus dehnbaren Materialien, zum Beispiel Bioplast einzusetzen.

Intimpiercing sollte vor der Geburt auf jeden Fall entfernt werden, um eine Verletzung des Neugeborenen zu vermeiden.

Das Brustwarzenpiercing nimmt der Frau normalerweise nicht die Fähigkeit des Stillens, allerdings sollte es während dem Stillen des Babys das Brustwarzenpiercing herausgenommen werden.