Medizinischer Eingriff – müssen Piercings entfernt werden?

Piercings sind ein Ausdruck von Freiheit und ein Symbol deiner einzigartigen Individualität. Du hast dir lange überlegt, ob du dir das eine oder andere Piercing stechen lässt, und bist stolz auf deinen Körperschmuck. Doch was passiert, wenn eine medizinische Behandlung oder sogar eine Operation erforderlich ist? In den meisten Fällen informieren Ärzte bereits im Vorgespräch, dass der Schmuck am Tag des Eingriffs entfernt werden müssen. Doch ist das tatsächlich immer so? Die Frage lässt sich nicht pauschal mit Ja oder Nein beantworten, denn ob deine Piercings entfernt werden müssen, hängt letztendlich von der jeweiligen Behandlung und vom Material deiner Piercings ab.

Müssen wirklich alle Piercings entfernt werden?

Die Notwendigkeit, warum Piercings vor medizinischen Eingriffen entfernt werden müssen, hat verschiedene Gründe. Bedenke, dass die Aufforderung des Arztes ausschließlich deiner Gesundheit dient – diese hat Vorrang vor jedem Körperschmuck. Für persönliche Eitelkeiten ist im Krankenhaus einfach kein Platz! Nur, wenn du die Piercings entfernst, kann deine Sicherheit gewährleistet werden. Doch was ist, wenn ein medizinischer Eingriff ansteht, bei dem die zu behandelnde Stelle weit weg von deinen Piercings ist? Es gibt durchaus gewichtige Argumente, warum auch in solch einem Fall der Schmuck entfernt werden sollte. All diese Punkte lassen sich nur im Einzelfall zu gegebener Zeit und mit dem für dich zuständigen Arzt besprechen. Ein offenes Wort führt hier schnell zur Einsicht und zu möglichen alternativen Wegen.

Piercings bei Voruntersuchungen
Steht ein medizinischer Eingriff an, so sind häufig verschiedene Voruntersuchungen notwendig. Nur so kann ein konkreter Behandlungsablauf geplant werden. Häufig müssen Piercings schon für diese Voruntersuchungen entfernt werden, z. B. für Röntgenaufnahmen, MRT oder CT. Hier ein paar Infos, was Du bei solchen Untersuchungen wissen solltest:

Röntgen:
Für Röntgenaufnahmen müssen Piercings meistens entfernt werden, wenn das Piercings im zu röntgenden Bereich sitzt. Wird der Kopf geröntgt, müssen alle Ohrringe und Piercings im Bereich des Gesichts herausgenommen werden. Schmuckstücke aus Metall wären deutlich auf dem Röntgenbild sichtbar. So besteht die Gefahr, dass kleine Details durch das Piercing überlagert werden und somit eine korrekte Diagnose verfälscht werden könnte. Du kannst den Röntgenarzt fragen, ob er einverstanden ist, dass du deine Piercings aus Metall gegen Schmuck aus PTFE (Polytetrafluorethylen) tauschst. Diese bestehen aus flexiblen Kunststoff und sind somit auf Röntgenbildern kaum bis gar nicht zu erkennen. Die letztendliche Entscheidung liegt jedoch bei deinem behandelnden Arzt, und du solltest seinen Rat beherzigen.

Computertomografie (CT):
Bei einer anstehenden Computertomografie gelten weitestgehend die gleichen Hinweise wie beim Röntgen. Auch hier könnten metallische Piercings das Untersuchungsergebnis verfälschen. Doch auch hier könnten Schmuckstücke aus PTFE in Absprache mit dem Arzt ersatzweise eingesetzt werden.

Magnetresonanztherapie (MRT):
Bei einem MRT wird nicht mit Röntgenstrahlen gearbeitet, sondern mit magnetischen Wechselfeldern. Viele Piercings bestehen aus Metallen, die magnetisch sind. Bei einem angeordneten MRT ist es also zwingend erforderlich, dass ausnahmslos alle metallischen Piercings entfernt werden, auch wenn diese weit weg vom zu behandelnden Bereich liegen. Sicherlich möchtest auch du vermeiden, dass deine Piercings regelrecht herausgerissen werden, weil die Magneten mit starker Kraft einander anziehen. Somit erklärt sich auch, warum alle anderen Schmuckstücke wie Ketten, Armbänder oder Ringe vor einem MRT abgelegt werden müssen. Doch auch hier gilt, dass Piercings aus Kunststoff in Absprache mit dem behandelnden Arzt im Körper belassen werden können.

Das Vorgespräch mit dem Arzt

Welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, damit ein medizinischer Eingriff unkompliziert abgewickelt werden kann, klärst du am besten mit dem Arzt im Vorgespräch. Weise ihn direkt darauf hin, dass Du Piercings trägst (besonders, wenn diese nicht sofort offensichtlich sind), damit der Arzt dich entsprechend beraten kann. Viele Ärzte stehen Piercings allgemein sehr skeptisch gegenüber, daher fordern sie, dass die Piercings entfernt werden, selbst wenn dies nicht zwingend erforderlich ist. Hier solltest du dich mit ihm genau abstimmen und ihn auf die Alternative der PTFE-Piercings hinweisen. Mache dir aber bewusst, dass es letztendlich um deine Gesundheit geht, daher solltest du dir gut überlegen, ob du auf dein Recht beharrst oder besser dem Rat deines Arztes folgst.

Risiken bei operativen Eingriffen

Der menschliche Körper besteht zum größten Teil aus Wasser. Wasser leitet Strom ganz hervorragend. Bei vielen Operationen kommt Strom zum Einsatz, um beispielsweise eine Blutung mithilfe eines Kauters zu stillen. Der Strom, der hierfür benötigt wird, wird durch den gesamten Körper geleitet, auch wenn dies weder Schmerzen verursacht noch körperlich bemerkbar ist. Anders verhält es sich jedoch in den Bereichen, in denen metallische Piercings sitzen. Trifft der Strom auf das Metall, so wird das Piercing innerhalb kürzester Zeit erhitzt. Die Folge können schwere Verbrennungen der Haut sein – selbst wenn das Piercing weit entfernt vom Operationsfeld sitzt. Dies ist ein überzeugender und triftiger Grund, warum alle Piercings vor einem operativen Eingriff entfernt werden müssen. Es gibt Chirurgen und Anästhesisten, die auch bei Operationen mit PTFE-Piercings einverstanden sind, da diese Strom kaum bzw. gar nicht leiten. Dieses Entgegenkommen solltest du jedoch nicht voraussetzen und kannst es auch nicht fordern. Wie immer hilft auch hier ein klärendes Gespräch im Vorfeld. Sei nicht enttäuscht, wenn dein Arzt keine Kompromisse eingehen will, schließlich trägt er für deine Behandlung die volle Verantwortung.

Hygienische Aspekte
Neben den bereits erwähnten Gründen, die das Entfernen der Piercings vor einer medizinisch notwendigen Behandlung verargumentieren, spielen auch hygienische Gründe eine große Rolle. Körperschmuck, der in der Nähe von Operationsfeldern sitzen, können in Einzelfällen Infektionen in der OP-Wunde auslösen. Dies kann auch passieren, wenn du deine Piercings vorbildlich pflegst. Die Folgen könnten gravierend sein und den Heilungsprozess verhindern oder zumindest verlängern. Da sich Ärzte auch rechtlich absichern müssen, um wegen solcher Fälle nicht verklagt zu werden, bestehen viele Krankenhäuser darauf, dass tatsächlich alle Piercings auch bei einfacheren Eingriffen komplett entfernt werden müssen. So wird das Risiko sowohl für den Arzt als auch für dich als Patient verringert.

Piercings im Bereich des Mundes und der Nase
Wenn du Piercings im Mund-Nasen-Bereich trägst, solltest du dich darauf einstellen, dass im Falle einer Operation alle Piercings entfernt werden müssen. Hier gibt es auch absolut keine Alternative mit Schmuckstücken aus PTFE! Der Grund liegt auf der Hand: Die Atemwege müssen während einer Operation immer frei sein, auch dann, wenn du nur lokal betäubt wirst oder eine PDA erhältst. Bei einem operativen Eingriff kann es immer zu Komplikationen kommen, die eine Vollnarkose erforderlich machen. In solch einem Fall muss schnell reagiert werden. Um deine Atmung sicherzustellen, muss ein Tubus in die Luftröhre eingeführt werden. Jedes Piercing im Bereich der Atemwege kann hier hinderlich sein, und Verletzungen sind nicht ausgeschlossen. Dein Arzt muss jederzeit in der Lage sein, auf spontane Veränderungen zu reagieren, um lebensrettende Maßnahmen einleiten zu können.

Not-Operationen
Bei einer Not-Operation wird sich kein Arzt die Mühe machen, erst alle Diene Piercings zu entfernen, bevor er Dein Leben rettet. Nach Unfällen oder medizinischen Behandlungen, bei denen keinerlei Vorbereitung möglich ist, ist die Erhaltung des Lebens der vorrangige Faktor. Trägst du metallische Piercings, die Strom leiten, können bei einer Wiederbelebung mithilfe eines Defibrillators Verbrennungen in den Piercing-Umfeldern entstehen. Dies sollte dir in solch einem Notfall aber egal sein.

OP überstanden, Stichkanal zu – was tun?

Wenn du deine Piercings für einen operativen Eingriff entfernen musstest, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Stichkanal innerhalb kurzer Zeit zuwächst. Natürlich ist dies auch abhängig davon, an welcher Stelle sich deine Piercings befinden. Ein normales Ohrloch (Lobe) wächst nicht so schnell zu, wie Piercings im Knorpelgewebe, in den Brustwarzen, an den Augenbrauen, im Mund oder auch im Intimbereich. Natürlich ist es ärgerlich, wenn du nach der OP deine Piercings nicht mehr einsetzen kannst. Doch das ist kein Grund zur Verzweiflung.

Der Selbstversuch kurz nach dem medizinischen Eingriff:
Du kannst bereits kurz nach der OP versuchen, deinen Schmuck vorsichtig wieder einzusetzen. An einigen Stellen wird dir das sicherlich gelingen, an anderen vielleicht nicht. Wichtig ist, dass du auf gar keinen Fall versuchst, den Schmuck mit Nachdruck und Gewalt einzusetzen! Die Verletzungsgefahr ist hoch, und ein blutender Stichkanal ist immer auch ein möglicher Infektionsherd. Setze den Schmuck also nur ein, wenn du keinen Widerstand spürst.

Kontaktiere den Piercer deines Vertrauens:
Am besten sprichst du mit deinem Piercer darüber, dass du deine Piercings aufgrund eines medizinischen Eingriffs entfernen musstest. Er wird dir deinen schicken Körperschmuck gerne wieder einsetzen. Zunächst wird er sich jeden Stichkanal genau anschauen. Bei einzelnen hat sich vielleicht nur eine dünne Hautschicht gebildet, die problemlos wieder durchstochen werden kann. Andere Stellen wachsen sehr schnell komplett wieder zu. In diesem Fall ist es notwendig, das Piercing komplett neu zu stechen. Da sich bei Zuwachsen auch immer Narbengewebe bildet, muss genau geschaut werden, ob sich das Piercing wieder genauso setzen lassen wird, wie es ursprünglich mal war – in den meisten Fällen ist das möglich, doch Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

Fazit: Es ist gut möglich, dass es sich nicht vermeiden lässt, alle Piercings im Falle eines notwendigen medizinischen Eingriffs entfernen zu müssen. Mache dir bewusst, dass deine Gesundheit über allem steht. Sobald der Eingriff überstanden ist, lässt sich immer eine Lösung finden, damit du auch zukünftig deine Individualität wieder mit stylishem Schmuck unterstreichen kannst.

Piercings während der Schwangerschaft – das solltest du berücksichtigen

Es gibt nichts Schöneres als das Wunder des Lebens zu genießen. Die Schwangerschaft ist ein einschneidendes Erlebnis, das das komplette Leben in neue Bahnen lenkt. Was du beachten solltest, wenn du Piercings trägst und schwanger bist, erfährst du hier:

Wenn der Bauch wächst…

Grundsätzlich spricht natürlich überhaupt nichts dagegen, Piercings in der Schwangerschaft zu tragen. Lediglich das Bauchnabelpiercing könnte sich im Laufe der Zeit als problematisch erweisen. Dennoch musst du dein Piercing nicht gleich entfernen, nur weil sich dein Körper verändert und dein Bauch zur Kugel heranwächst. Einige Frauen empfinden das Piercing im wachsenden Bauchbereich während der Schwangerschaft als unangenehm, da der Bauchnabel empfindlicher wird, manchmal auch besonders stark hervortritt oder das Piercing anfängt zu spannen. In diesem Fall solltest du den Schmuck natürlich unbedingt entfernen.

Der Körper verändert sich

Je nach Ausführung des Piercings kann es sogar sein, dass sich die Haut rötet, entzündet oder im schlimmsten Fall reißt, weil sich der Kanal durch das Anwachsen des Bauches verlängert und sich das Piercing aufgrund seiner starren Struktur nicht flexibel anpassen kann. Da sich aber während einer Schwangerschaft nicht nur der Bauch verändert, sondern auch der Hormonhaushalt verrückt spielt, sind auch allergische Reaktionen auf das Piercing nicht ausgeschlossen – selbst wenn du noch nie allergisch auf deinen Schmuck reagiert hast. Dies kann dann auch nicht nur das Bauchnabelpiercing, sondern jede Art von Körperschmuck betreffen.

Das Schwangerschaftspiercing

Damit du auf dein Piercing während der Schwangerschaft nicht verzichten musst, solltest du rechtzeitig – bevor der Bauch größer wird – deinen Schmuck gegen ein Schwangerschaftspiercing austauschen. Hier gibt es genauso schicke und ansprechende Ausführungen wie bei deinem normalen Körperschmuck. Schwangerschaftspiercings sind überaus praktisch, denn sie sind flexibel genug, um deinen Bauch stilvoll zu verschönern, selbst wenn er zu einer ordentlichen Kugel heranwächst. Solche Piercings bestehen in der Regel aus Bioflex oder PTFE. Dabei handelt es sich um körperfreundliche Kunststoff. Diese Piercings lassen sich in jede erdenkliche Richtung verbiegen, sind überaus elastisch und sind nicht störend in der empfindlichen Bauchregion. Dieser Stab wächst regelrecht mit. Tipp: Creme deinen Bauch regelmäßig ein, damit auch die Haut schön weich und geschmeidig bleibt.

Den Schmuck rechtzeitig wechseln

Je größer der Bauch wird, desto schwieriger wird es alternativen Schmuck einzusetzen. Da aber jede Schwangerschaft anders verläuft und dein Bauch nicht nach einem vorherbestimmten Plan anwächst, gibt es keinen festgelegten Zeitpunkt, um den Schmuck auszutauschen. Spätestens, wenn dein normales Piercing anfängt, zu spannen, solltest du nicht mehr länger warten. Am besten wechselst du den Schmuck, bevor sich dein Bauch sehr wölbt. Das Einsetzen des neuen Schmucks gestaltet sich viel einfacher, wenn der Bauch noch normale Maße hat. Je länger du also wartest, desto schwieriger wird sich der Austausch gestalten. Hast du den Zeitpunkt verpasst, an dem sich ein Piercing noch problemlos wechseln lässt, kann dies zur Folge haben, dass sich der neue Schmuck nicht mehr einsetzen lässt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Stichkanal dann zuwächst. Also lieber früher als später das Schwangerschaftspiercing einsetzen. So bleibt dir dein Piercing auch während der Schwangerschaft erhalten und du kannst die Kugelzeit schmerzfrei genießen.

Der Tag der Geburt

Viele Ärzte fordern, dass Piercings während eines medizinischen Eingriffs entfernt werden – das gilt auch für Schwangerschaften. Ob du deinen Schmuck während der Geburt behalten darfst oder du ihn entfernen musst, lässt sich nur im Einzelfall mit dem Klinikpersonal besprechen. In vielen Fällen wird erwartet, dass du dein Schmuck einen Tag vor der Entbindung herausnimmst. Wird ein normaler Geburtsverlauf erwartet, so sind manche Ärzte nachsichtig, dennoch ist dies nicht selbstverständlich. Deine Gesundheit und die deines Kindes haben einfach Vorrang vor persönlichen Eitelkeiten. Da immer damit gerechnet werden muss, dass es zu Komplikationen kommen kann oder ein Kaiserschnitt erforderlich wird, ist es nachvollziehbar, dass Piercings die Abläufe stören oder zeitlich verzögern würden.

Nach der Entbindung

Natürlich kannst du dein Piercing schon kurz nach der Geburt wieder einsetzen. Da es eine gewisse Zeit dauert, bis sich dein Bauch wieder zurückbildet, solltest du auch in dieser Phase zu einem Schwangerschaftspiercing greifen. Erst wenn dein Bauch auf seine normale Größe geschrumpft ist, kannst du jederzeit deinen Lieblingsschmuck wieder einsetzen. Falls du dein Schwangerschaftspiercing als so komfortabel empfunden hast, dass du es gerne weiterhin tragen möchtest, dann ist auch das kein Problem. Die langen, flexiblen Kunststoffstifte lassen sich einfach kürzen.

Brustwarzenpiercings während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft verändert sich nicht nur der Bauch, sondern der gesamte Körper. Besonders die Brüste werden sehr empfindlich und deutlich größer. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, die Brustwarzenpiercings während der Schwangerschaft drin zu lassen. Doch auch hier ist es wie beim Bauchnabelpiercing – oftmals wird das Piercing während der Schwangerschaft als unangenehm empfunden. Dann sollten die Piercings entfernt werden. Spätestens im sechsten Monat sollte der Schmuck dann endgültig entfernt werden, denn sonst könnte das Stillen des Babys später problematisch werden. Da beim Stechen von Brustwarzenpiercings auch mehrere Milchkanäle verletzt werden, könnte der Milchfluss gestört werden. Bei einem Milchstau oder einem übermäßigen Milcheinschuss kann es im schlimmsten Fall zu einer Brustentzündung oder einem Abszess an der Brustwand kommen. Es ist also ratsam, Brustpiercings rechtzeitig zu entfernen.

Wichtig! Es versteht sich wohl von selbst, dass ein Baby nicht mit Brustwarzenpiercings gestillt werden darf. Metallische Gegenstände haben in Babys Mund nichts verloren. Zudem könnten Kugeln oder andere Piercingteile beim Saugen verschluckt werden. Erst der Monate nach dem kompletten Abstillen kannst du deinen Schmuck wieder einsetzen. Bis dahin haben sich deine Brüste erholt und normalisiert.

Piercings im weiblichen Genitalbereich

Da Piercings während des Geburtsvorgangs zu Verletzungen führen können, sollte Schmuck schon zu Beginn der Schwangerschaft entfernt werden. Intimpiercings können bereits während der erforderlichen gynäkologischen Untersuchungen stören. Außerdem ist es wichtig, dass der Stichkanal bis zur Geburt vollkommen verheilt. Während der Schwangerschaft verändert sich auch der Hormonhaushalt, dadurch entsteht eine höhere Entzündungsgefahr. Dies kann auch schon lange abgeheilte Piercings betreffen. Auch allergische Reaktionen können während einer Schwangerschaft nicht ausgeschlossen werden, selbst, wenn du vorher nie allergisch reagiert hast.

Piercings in Gold – Körperschmuck in edlem Metall

Piercings sind ein Ausdruck von Lebensgefühl und Freiheit. Gold hingegen ist ein Symbol für Wohlstand, Schönheit, Reinheit und Eleganz. In vielen Kulturen steht Gold auch für die Sonne, die Unsterblichkeit und die Weisheit. In einigen Regionen werden diesem Edelmetall sogar besondere Heilkräfte im Bereich der alternativen Medizin zugesprochen, doch diese lassen sich wissenschaftlich nicht belegen. Bekannt ist jedoch, dass Gold eine antibakterielle Wirkung hat. Dies ist einer der Gründe, warum sich Gold auch perfekt für Piercings eignet.

Moderner Piercing-Schmuck aus traditionellem Element

Klassische Ohrringe (Lobe) aus feinstem Gold sind seit jeher geläufig, ebenso wie Colliers oder Armbänder. Beim Piercingschmuck hat es jedoch lange gedauert, bis das edle Metall auch hier Einzug gehalten hat. Lange hatten Titan, Chirurgenstahl, PTFE und Bioplast die Führungspositionen, doch Gold ist auf dem besten Wege, den altbewährten Piercings den Rang abzulaufen. Die Faszination für Gold bringt dieses Edelmetall endlich auch beim Körperschmuck perfekt zur Geltung und damit direkt auf die Erfolgsspur. Piercings in Gold verkörpern einen ganz eigenen, unvergleichlichen Stil. Dieser Schmuck kombiniert auf geschickte Weise einen eleganten, geschmackvollen Lebensstil mit einer modernen, selbstbewussten und unorthodoxen Denkweise. Gold-Piercings sind ein deutliches Zeichen dafür, dass der auffällige Körperschmuck nach langer Zeit endlich im Mittelpunkt der Gesellschaft angekommen ist.

Unterschiedliche Goldlegierungen

Feingold ist ein sehr weiches Metall, daher ist es in seiner Reinform nicht für die Herstellung von Piercings oder anderem Schmuck geeignet. Die Schmuckstücke würden sehr schnell zerkratzen oder verbiegen. Daher wird Gold immer mindestens ein weiteres Metall durch Verschmelzen hinzugefügt. Meistens sind es ganze Metallmischungen, die dem Gold seine letztendliche Farbe und Festigkeit verleihen. Es gibt verschiedene Metalle, die sich gut mit Gold verbinden lassen und dem Schmuck so zu Stabilität, Formbarkeit, Leitfähigkeit und Widerstandsfähigkeit verhelfen. Gebräuchliche Beimischungen sind unter anderem Kupfer, Titan, Palladium, Silber, Nickel, Zinn oder auch Zink. Ferner können durch die Kombination mit anderen Metallen auch Farbtonveränderungen vorgenommen werden. Feingold hat in seiner Reinform einen gelblichen Farbton. Durch Legierungen können weißliche, rötliche und sogar grünliche Farbvarianten erzielt werden. Letztere sind im Schmuckbereich jedoch nicht zu finden.

Maßeinheiten für Gold

Früher gab die Maßeinheit Karat darüber Aufschluss, wie hoch der Anteil des Goldes innerhalb einer Legierung war. Mittlerweile hat aber auch in diesem Bereich das metrische System Einzug gehalten, so dass eine Angabe in Promille üblich ist. Beide Bezeichnungen werden heute gleichermaßen genutzt und sind als Punze bei jedem Schmuckstück zu finden. Der Goldanteil und somit auch der Wert eines Piercings aus Gold lässt sich auf diese Weise schnell ermitteln.

Die geläufigsten Legierungen:

Es gibt zahlreiche Legierungen, doch im Bereich Piercingschmuck sind die folgenden Werte geläufig:

333er Gold entspricht 8 Karat
585er Gold entspricht 14 Karat
750er Gold entspricht 18 Karat
999er Gold entspricht 24 Karat (Feingold)

333 bedeutet somit, dass 333 Einheiten Gold bei 1000 Gewichtseinheiten enthalten sind.

Sind Erstpiercings in Gold möglich?

Ja, auch als Erstpiercings eignen sich Piercings aus Gold. Hierbei besteht der Stecker aus PTFK mit einem Aufsatz in Echtgold. PMFK ist bei frisch gestochenen Piercings sehr gut verträglich, aber selbstverständlich eigenen sich diese Piercings auch für den Dauereinsatz. Allergien sind nahezu ausgeschlossen. Dieser leichte Kunststoff hat eine sehr glatte Oberfläche, daher bleiben Fremdsubstanzen oder auch das eigene Wundsekret schlecht daran haften. Das Material ist sehr flexibel und lässt sich leicht reinigen. Durch den goldenen Aufsatz präsentieren sich diese Piercings vom ersten Tag an besonders hochwertig.

Edelmetall am ganzen Körper

Goldene Piercings können an jeder Körperstelle eingesetzt werden. Sowohl Nasenstecker und -ringe, Bauchnabelpiercings, Barbells, Segmentringe als auch Augenbrauchenpiercings oder Stecker für Helix, Rook oder Tragus sind in vielen verschiedenen Varianten verfügbar. Von schlicht und dezent bis raffiniert und auffällig ist hier alles möglich. Diese Schmuckstücke überzeugen nicht nur durch ihre hohe Wertigkeit, sondern auch durch die ansprechende Optik. Gelbgold, Roségold, Weißgold – auch farblich steht hier die Welt offen. Unterschiedliche Schmucksteine, Motive oder Symbole verleihen dem Schmuck eine besondere Ausstrahlung und ganz persönliche Bedeutung.

Ein besonderes Highlight

Piercings im Gesicht oder an den Ohren sind jederzeit sichtbar, daher ist die Entscheidung für Piercingschmuck in Gold ein echtes Statement. Sie unterschieden sich deutlich von den typischen Schmuckstücken, die sich bisher in silbrigen/chromfarbenen Varianten präsentierten. Doch auch an Stellen, die nicht für jedermann zu sehen sind, sind Gold-Piercings überaus reizvoll. Ein Bauchnabelpiercing in Gelbgold wird beim nächsten romantischen Date ganz sicher für Gesprächsstoff sorgen.

Goldene Piercings reinigen

Der Echtgold-Schmuck lässt sich genauso problemlos reinigen wie alle anderen Piercings. Bei frisch gestochenen Piercings empfiehlt es sich, das Piercing und die Wunde nicht öfter als zweimal täglich zu reinigen. Hierfür reicht es vollkommen aus, die Stelle mit einem Desinfektionsspray zu besprühen und bei Bedarf mit einem trocknen, fusselfreien Tuch vorsichtig abzutupfen. Zu häufiges Säubern der Wunde kann zu Reizungen und Entzündungen führen, so wird der Heilungsprozess unnötig verlängert. Natürlich ist eine tägliche Kontrolle wichtig, um Schwellungen, Rötungen oder Entzündungen zu erkennen. Der Heilungsprozess kann je nach Körperstelle unterschiedliche lange dauern. Bei Problemen sollte der Piercer oder ein Hautarzt kontaktiert werden.

Allergische Reaktion auf Gold?

Allergien auf Goldschmuck sind überaus selten, aber nicht ausgeschlossen. Wobei es nur in den wenigsten Fällen das reine Gold ist, das eine allergische Reaktion auslöst – meistens sind es die beigemischten Metalle, die eine Allergie begünstigen. Ein Hautarzt kann bei einem Allergietest auf verschiedene Metalle feststellen, ob eine Allergie auf Gold oder eher auf ergänzende Zusatzmetalle vorliegt. Anzeichen für eine Allergie können sein: Hautrötungen, Juckreiz, leichte bis schwere Hautausschläge, Ekzeme, Pusteln, Pickel oder auch schuppige Haut. Eine Allergie auf Gold ist übrigens nicht sofort offensichtlich, da es sich hierbei um eine reine Kontaktallergie handelt. Der Körper muss dauerhaft mit Gold in Verbindung sein, um eine Reaktion zu zeigen. Wer also eine Halskette morgens an- und abends ablegt, wird kaum allergisch reagieren. Da bei Piercings aber ein Dauerkontakt zur Haut besteht, ist eine Allergie nicht komplett auszuschließen. Da aber in den meisten Fällen die beigefügten Metalle die Allergien auslösen – und nicht das Gold selbst – kann es hilfreich sein, ein Piercing mit einer höheren Goldlegierung auszuwählen.

Piercings: der richtige Zeitpunkt, um den Schmuck zu wechseln

Die Entscheidung, sich ein Piercing stechen zu lassen, ist nicht nur mit einem optischen Effekt, sondern auch mit Verantwortung dem eigenen Körper gegenüber verbunden. Die Auswahl an schönen, stylischen und ansprechenden Piercing-Schmuckstücken ist groß, doch die Stichwunde sollte erst vollkommen ausgeheilt sein, bevor der Schmuck gewechselt wird. Wann ist also der perfekte Zeitpunkt, um den Schmuck auszutauschen? Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten und hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. An welcher Stelle wurde das Piercing gestochen? Welcher Erstschmuck wurde verwendet? Wie verläuft der Heilungsprozess? Der Mensch ist ein Individuum, daher verläuft der Heilungsprozess bei jedem anders. Zudem spielt die Hygiene und die Pflege des frisch gestochenen Piercings eine entscheidende Rolle. Der beste Zeitpunkt, ein Piercing auszutauschen ist erreicht, wenn der Stichkanal völlig ausgeheilt, entzündungs- und schmerzfrei ist.

Der Heilungsprozess von Piercings

Wie lange es dauert, bis ein Piercing vollkommen ausgeheilt ist, lässt sich nicht mit einem festen Zeitpunkt bestimmen. Die folgende Liste dient somit als hilfreiche Orientierung bei einem normalen Heilungsverlauf. Treten Störungen oder Komplikationen auf, kann sich diese Zeit entsprechend verlängern.

Augenbrauenpiercing:
Augenbrauenpiercings heilen im Regelfall recht schnell ab. 4 bis 8 Wochen reichen in den meisten Fällen aus, um zu verheilen.

Bauchnabelpiercings:
Hier kann die Heilungsdauer sehr variieren – zwischen 4 und 12 Monaten sind einzuplanen. Da Piercings am Bauchnabel häufig äußeren Einflüssen ausgesetzt werden, ist eine intensive und aufmerksame Pflege unabdingbar. Gürtel, Hosenbund und andere Reibungen mit Textilien können das Piercings immer wieder reizen und den Heilungsprozess verzögern. Gerade bei diesem Piercing spielt auch das persönliche Immunsystem eine große Rolle. Eine gesunde Lebensweise trägt zu einem schnelleren Heilungsverlauf bei.

Brustwarzenpiercing:
Die Brustwarze ist besonders empfindlich und das Gewebe entsprechend empfindlich. Zudem ist der Stichkanal relativ lang. 6 bis 12 Monate sind hier für den Heilungsverlauf durchschnittlich einzukalkulieren. Doch auch hier spielt der allgemeine Gesundheitszustand eine große Rolle. Während des Heilungsprozesses sollte der Konsum von Zigaretten und Alkohol eingeschränkt, im Idealfall sogar ganz eingestellt werden. Eine gute und ausgewogene Ernährung kann den Heilungsverlauf dafür positiv beeinflussen.

Intimpiercings bei Frauen:
Intimpiercings heilen meistens besser als gedacht ab. Obwohl der Intimbereich sehr sensibel und empfindlich ist, verläuft der Heilungsprozess meistens unkompliziert ab. Piercings an den inneren Schamlippen (Labia Minora) benötigen üblicherweise zwischen 2 und 4 Monate, um abzuheilen. Bei den äußeren Schamlippen (Labia Majora) ist eine Heilungszeit von 4 bis 6 Monaten einzuplanen. Diese Differenz erklärt sich dadurch, dass die äußeren Schamlippen leicht an Slips und Hosen reiben, somit leichter gereizt werden können, während die inneren Schamlippen relativ geschützt sind. Eine intensive Pflege sollte selbstverständlich sein. Kamillebäder können den Heilungsverlauf begünstigen. Auf Geschlechtsverkehr ist in den ersten Wochen zu verzichten.

Intimpiercings beim Mann:
Piercings im Intimbereich des Mannes können an verschiedenen Stellen gesetzt werden. Der Heilungsprozess hängt daher entscheidend von der gewählten Stelle ab. Piercings, die durch die Eichel (Ampallang) oder den Schwellkörper (Apadravya) gestochen werden, benötigen in der Regel zwischen 4 und 12 Monate zur Heilung, in Einzelfällen auch länger. Gleiches gilt auch für das Prinz Albert-Piercing. Oetang-, Pubic-, Guiche- oder Frenulum-Piercings – also alle Piercings, die nur durch dünne Haut gestochen werden – heilen deutlich schneller. In den meisten Fällen sind die Stichkanäle bereits nach 2 bis 6 Wochen vollkommen verheilt. Bei Intimpiercings ist auf eine perfekte Hygiene zu achten. Auf Geschlechtsverkehr ist in den ersten Wochen der Heilung zu verzichten.

Lippenpiercings:
Der Bereich rund um die Lippen heilt im Regelfall recht schnell ab. Nach 4 bis 7 Wochen ist der Heilungsprozess meistens schon abgeschlossen. Es wird empfohlen, als Erstschmuck Stecker oder Stäbe einzusetzen. Bei gebogenen Piercings oder Ringen kann sich die Heildauer verlängern.

Lippenbändchen-Piercing:
Beim Lippenbändchen ist der Stichkanal besonders kurz, da das Bändchen sehr dünn ist. Der Heilungsprozess dauert daher selten länger als 2 bis 4 Wochen.

Piercing im Nasenflügel (Nostril):
Der Nasenflügel ist relativ dick, heilt aber meistens innerhalb von 4 bis 8 Wochen komplett aus. Wichtig ist hier, beim Putzen der Nase äußerst vorsichtig zu sein, um mit dem Taschentuch nicht am Piercing hängenzubleiben.

Piercing Nasenscheidewand (Septum):
Bei einem Piercing durch die Nasenscheidewand ist mit einer Heilungsdauer von 6 bis 12 Wochen zu rechnen.

Ohrpiercings (Lobe):
Die klassischen Ohrlöcher sind die bekanntesten und einfachsten Piercings. Die Löcher in den Ohrläppchen sind meistens bereits nach 2 bis 4 Wochen verheilt.

Piercings durch den Ohrknorpel:
Da der Ohrknorpel aus einem sehr festen Gewebe besteht, ist der Heilungsprozess nach dem Stechen eines Piercings entsprechend langwierig. 4 bis 6 Monate sind in diesem Bereich nicht ungewöhnlich (z. B. Helix oder Tragus). Gepunchte Piercings heilen an diesen Stellen oftmals schneller. Ein gut ausgebildeter Piercer kann hier fachkundig beraten und Hilfestellung bei der Entscheidung bieten.

Zungenpiercing:
Der Heilungsverlauf bei Zungenpiercings ist sehr unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab. Da das Gewebe der Zunge sehr weich ist, kann der Heilungsprozess durchaus nach 3 bis 5 Wochen abgeschlossen sein. Hier ist jedoch die Ernährung von entscheidender Bedeutung. Milchprodukte, säurehaltige Lebensmittel, Säfte oder auch Alkohol und Zigaretten verzögern den Heilungsprozess erheblich. So sollte gerade bei diesem Piercing auf eine gesunde Lebensweise geachtet werden.

Piercingschmuck wechseln

Das Wechseln eines Piercings kann sich als äußerst filigrane Aufgabe gestalten. Das Piercing sollte erst ausgetauscht werden, wenn der Stichkanal vollständig ausgeheilt ist. Wer unsicher ist, sollte den ersten Schmuckwechsel vom Piercer durchführen lassen. Der Erstschmuck muss vorsichtig entfernt werden, um den frisch ausgeheilten Stichkanal nicht erneut zu verletzen. Zudem sind Kugeln und Aufsätze teilweise sehr klein und somit schlecht zu halten. Vor dem Spiegel verhindern die Finger häufig den Blick auf das Piercing, so dass es sich als schwierig erweist, den neuen Schmuck richtig zu stecken oder zu verschrauben. Es ist ein echtes Geduldsspiel, doch wie bei allem im Leben macht auch hier die Übung den Meister. Zu berücksichtigen ist ebenfalls, dass sich Schmuck bei Piercings mit kurzem Stichkanal einfacher wechseln lassen als bei Piercings mit langem Stichkanal. Beim Bauchnabel- oder Brustwarzenpiercing sollte also entsprechend Zeit eingeplant und behutsam vorgegangen werden.

Bitte beachten!
Die hier angegebenen Heilungszeiten sind lediglich Richtwerte und setzen eine angemessene Pflege und Hygiene voraus. Der Heilungsverlauf wird durch den persönlichen Lebenswandel, den gesundheitlichen Status, die Ernährung, verschiedene Umwelteinflüsse, das Material des Schmucks und noch viele weitere Faktoren beeinflusst. Es ist also gut möglich, dass die Heilung schneller verläuft oder auch länger dauert. Sollten während des Heilungsprozesses Probleme auftreten (z. B. Reizungen, Entzündungen, Blutungen, wildes Fleisch), ist es wichtig, den Piercer zu kontaktieren, im Zweifelsfall auch einen Hautarzt. In den seltensten Fällen ist es notwendig, das Piercing zu entfernen. Doch dies ist im Einzelfall und unter medizinischen Aspekten zu entscheiden.

Ohrpiercings – immer noch im Trend

Es ist ja aus dem allgemeinen Bild nicht wegzudenken, das Ohrpiercing. Doch wer denkt, dass sich dieser Trend mittlerweile überlebt hätte, der irrt. In seinen vielseitigen Varianten ist das Ohrpiercing weiterhin ein Trend, quer durch alle Gesellschaftsschichten. Wahrscheinlich auch gerade durch seine Vielseitigkeit und sein Variantenreichtum ist dies so. Denn wenn man sich mal anschaut, was man alles so mit Piercings im Ohr alles anstellen kann, welche Stellen man im und am Ohr alles piercen kann, wird klar, dass man seiner Individualität hier sehr viel Ausdruck verleihen kann und sich damit in ganz verschiedenen Formen und Varianten abheben kann.

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Wo kann ich ein Ohrpiercing stechen lassen?

Der Variantenreichtum des Ohrpiercings wurde ja schon angesprochen. Etwas abhängig sind die Möglichkeiten, wo man sich überall ein Piercing am Ohr stechen lassen kann davon, wie die körperlichen Voraussetzungen bei jedem einzelnen so sind. Denn auch beim Ohr gilt, dass die Menschen hier ganz unterschiedlich veranlagt sind. Doch im Prinzip gibt es für jeden Menschen viele Möglichkeiten sich ein Ohrpiercing zuzulegen. Das beginnt mit dem ganz klassischen Ohrloch am Ohrläppchen und zieht sich über die fast komplette Außenseite des Ohres einmal um das Ohr herum. Die verschiedenen Bezeichnungen der einzelnen Ohrpiercings werden wir nachher nochmal etwas näher betrachten. Aber nicht nur die äußeren Bahnen des Ohres können mit entsprechenden Piercings versehen werden, auch im Ohr gibt es verschiedene Möglichkeiten sich Ohrpiercings machen zu lassen. Je nachdem, welche Region im Ohr gepierct werden soll, gibt es auch Methoden zu beachten, wie dies zu erfolgen hat, denn man durchsticht da durchaus unterschiedliche Körperstrukturen. Aber auch hierzu später mehr. Wir können also erstmal festhalten, dass es viele Möglichkeiten gibt, sich ein Ohrpiercing stechen zu lassen.

Foto: Flickr

Welche unterschiedlichen Ohrpiercings gibt es?

Angesprochen hatten wir es ja schon, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt sich am Ohr piercen zu lassen. Das klassische Ohrloch ist dabei das bekanntes Ohrpiercing. Dieses Piercing ist heute als Lobe bekannt, was sich vom englischen Begriff für Ohrläppchen ableitet. Weiterhin finden wir dann noch das Helix Piercing an der Außenseite des Ohres. Dieses Ohrpiercing st auch relativ verbreitet und wird gerne als Ergänzung zum Lobe gestochen. Das Industrial Piercing ist auch eines der Ohrpiercings, welches man am äußeren Ohr trägt. Dieses verbindet im Prinzip zwei Helix-Piercings mittels eines Barbells. Wenn man bei den nächst genannten Ohrpiercings Ringe als Schmuck nutzt, kann man  das Snug und Conch-Piercing auch zu den äußeren Ohrpiercings rechnen. Beide Piercings werden allerdings weiter im Inneren des Ohres gestochen, das Snug in der inneren Knorpelauswölbung parallel zur Ohrkante und das Conch durch die Ohrmuschel. Setzt man hier jedoch Ringe als Schmuck ein, gehen diese auch über die äußere Kante des Ohres.

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Innere Ohrpiercings

Begeben wir uns nun zu den Ohrpiercings, die weiter im Inneren des Ohres zu finden sind. Da beginnen wir zunächst mit dem Tragus, einem Piercing durch den Knorpelfortsatz am Eingang des Gehörkanals. Auch hier handelt es sich um ein sehr beliebtes Ohrpiercing. Weiterhin gibt es das Rook-Piercing. Hierbei handelt es sich um ein Ohrpiercing durch die Anti-Helix, also ein Piercing oberhalb des Tragus. Ferner sind bei den inneren Ohrpiercings noch das Daith zu nennen, ein Piercing durch die waagerechte Auswölbung in der Ohrmuschel, und das Anti-Tragus, ein Piercing durch den dem Tragus gegenüberliegenden Knorpelfortsatz. Diese Piercings sieht man etwas seltener, was aber ihrer Wirkung hinsichtlich eines tollen Ohrschmucks keinen Abbruch tut. Alle diese Ohrpiercings können einzeln sehr schön wirken, aber auch in diversen Kombinationen ein tolles Bild abgeben.

 

Wie lasse ich mir ein Ohrpiercing stechen?

Die Frage wird vielleicht allgemein so gestellt werden, ist aber im Grunde genommen nicht ganz richtig. Die Zeiten, in denen man sich ein Ohrpiercing mittels Nadel und hinter das Ohrläppchen gehaltener Kartoffel hat stechen lassen, sind vorbei. Auch wenn das Wort Piercing vom englischen to pierce kommt, was ja durchstechen heißt, gibt es heute verschiedene Methoden sich den beliebten Ohrschmuck vernünftig anbringen zu lassen. Drei Verfahren sind dabei zu nennen. Die Löcher für einige Piercings können mittels eines Ohrlochstechsystems gemacht werden, wobei spezielle Ohrstecker per Muskelkraft vornehmlich durch das Ohrläppchen gedrückt werden. Eine Methode, die der oder dem einen oder anderen noch von Juwelieren beim ersten Ohrloch bekannt sein dürfte. Für viele andere Ohrlöcher eignet sich dieses aber nicht und man verwendet hier das Piercen. Dabei werden durch einem peripheren Venenkatheter beziehungsweise mittels einer sterilen, medizinischen Hohlnadel ein Loch gestochen. Das ist vor allem hygienischer, weil immer nur einmal diese Nadel verwendet wird. Bei den Materialien handelt es sich zumeist um Titan oder chirurgischen Stahl. Wenn es dann aber in Bereiche des Ohres geht, bei denen Knorpel durchstochen werden muss, nutzt man den Dermal Punch. Dabei wird das Loch gestanzt. Letztlich haben alle Varianten etwas für sich und sind in ihren Bereichen anwendbar. Eine gute Beratung bei einem Ohrpiercing sollte jedoch immer ein ganz wichtiger Bestandteil sein.

 

Welches Ohrpiercing setzt derzeit den Trend?

Eine ganz klare Festlegung kann hierzu gar nicht gemacht werden. Was sich feststellen lässt, ist, dass einen klaren Trend zu mindestens einem zweiten Ohrpiercing gibt. Gerade aus weiblicher Sicht beginnt das Ohrpiercing ja mit dem klassischen Ohrloch, dem heute Lobe genannten Piercing. Das ist traditionell und für längere Zeit auch wohl das einzige Piercing. Aufbauend darauf zeigt sich aber der Trend zu mindestens einem Ohrpiercing mehr. Sehr beliebt ist als Ergänzung die Helix. Gerade am oberen Teil des Ohres bildet sie eine tolle Ergänzung und einen zusätzlichen Hingucker. Natürlich sind der Lust und Laune nach Ergänzungen kaum Grenzen gesetzt, höchstens anatomische. Ein weiterer Trend ist dann in der Dehnung des klassischen Ohrlochs zu sehen. Dieses Ohrpiercing sieht man immer häufiger. Hier kommen auch vor allem die männlichen Träger eines Ohrpiercings mit zum Vorschein.

 

Was gibt es zu beachten?

Viele Dinge sollte man beachten, wenn man sich für ein Piercing entscheidet. Wichtig ist, dass man sich einen guten Piercer aussucht. Persönlich gemachte Erfahrungen aus dem Freundeskreis können dabei natürlich sehr hilfreich sein. Denn viel hängt von einer guten Beratung ab. Wichtig ist vor allem die Hygiene beim piercen selbst. Aber auch die Nachsorge ist ein ganz wichtiger Punkt. Wenn man hier sehr genau aufpasst, hat man eine Menge Spaß an seinem Ohrpiercing und wenig Schmerzen. Aber auch hier kommt es natürlich auf den eigenen Typ an. Bei manchem verheilt solch ein Ohrpiercing einfach schneller als bei anderen. Wie gesagt, Information vorab und eine gute Nachsorge helfen, damit man schnell und lange Freude an seinem Ohrpiercing hat.

 

Zeichnen sich neue Trends bei Ohrpiercings ab?

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Mit den bereits beschriebenen Piercingmöglichkeiten am Ohr sind derzeit wohl so ziemlich alles gängigen Ohrpiercings beschrieben. Mehr Stellen, an denen man sich noch ein Ohrpiercing machen lassen kann, sind wohl kaum möglich. Aber, man soll niemals nie sagen. Irgendwie findet vielleicht doch noch jemand eine weitere Form, wie man andere und mehr Ohrpiercings anbringen kann. Trendy ist auf jeden Fall, wie auch schon angeklungen, die Kombination verschiedener Ohrpiercings. Da kann man nicht falsch liegen und wie es irgendwo anders mal hieß, mehr ist immer besser. Man kann hier einfach seinen Vorlieben freien Lauf lassen. Ob  der Trend auch noch zu weiteren, größeren Lobes geht? Man wird sehen. Beziehungsweise sind dieses größeren Lobes immer häufiger zu sehen. Aber dies ist natürlich auch eine Typfrage und es muss zum Alltag eines jeden selbst passen. Sind wir doch mal ehrlich, nicht in jedem Beruf kann man mit einem extrem geweiteten Ohrläppchen auftauchen. Für gewisse Sachen sind einfach gesellschaftliche Grenzen gesetzt. Aber man wird sehen, wie sich auch dies weiterentwickelt. So einige Piercings wären vor zwanzig Jahren noch nicht mal ansatzweise denkbar gewesen, gerade in beruflicher Hinsicht, und heute trägt man sie ganz selbstverständlich. Es hat sicherlich viel damit zu tun, wie präsent so manche Ohrpiercings oder Piercings allgemein in der Öffentlichkeit sein werden. Je mehr wir sie sehen, desto weniger stört man sich an ihnen. Mit Piercings zu provozieren, wie einst vielleicht Punker, ist heute gar nicht mehr so einfach.

Das Barbell – ein besonderes Piercing

Wenn man sich Piercings so anschaut und darüber spricht, gibt es ein Piercing, das in seiner Vielseitigkeit besonderer gut einzusetzen ist. Wir sprechen hier über ein Barbell. Aufgrund seiner Form und Beschaffenheit eignet sich dieses Piercings ganz besonders gut für viele Piercings an allen möglichen Körperpartien. Vom Ohr über viele Stellen im Gesicht, über die Brust bis in den Intimbereich. Das Barbell ist vielseitig einsetzbar und verdient es, dass man mal einen besonderen Blick auf seine Herkunft, seine Einsatzmöglichkeiten, eben alles was mit diesem besonderen Piercing zusammenhängt, wirft. Im folgenden Artikel wollen wir dies mal tun.

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Barbell – was bedeutet es eigentlich?

Das Barbell verdankt seinen Namen seinem Aussehen und der damit verbundenen englischen Bezeichnung für selbiges. Das Barbell, mit seinem Steg in der Mitte und den beiden Kugeln an den jeweiligen Enden, sieht nämlich aus wie eine Hantel. Der Name für eine Hantel lautet dann im Englischen auch schlicht und einfach Barbell. Somit wäre dem Namen dieses Piercings schonmal kurz und knapp auf den Grund gegangen und die Herkunft der Bezeichnung geklärt. Das Barbell ist so aufgebaut, dass an den beiden Enden des Mittelstegs Gewinde angebracht sind, auf die die Kugeln oder andere Aufsätze geschraubt werden können. Die Erfindung dieses Piercings geht auf eine deutsch-amerikanische Co-Produktion in den 1970er Jahren zurück. So heißt es, dass der amerikanische Piercer Jim Ward in Texas auf den deutschen Horst Heinrich Streckenbach traf. Streckenbach hatte auf Basis seiner Mechanikerausbildung einen Metallstift mit aufschraubbaren Kugeln kreiert, den er in seinem Laden in Frankfurt vertrieb. Ward, der bereits seit Jahren mit Piercings experimentierte, erkannte das Potenzial und das Barbell war geboren. So, oder so ungefähr, soll es sich rund um das Barbell als Piercing abgespielt haben, wobei das hier jetzt keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Auf jeden Fall war das Barbell als Piercing irgendwann da und ist heute in seinen verschiedenen Ausformungen und Anwendungsgebieten eines der am meisten verwendeten Piercings.

 

Wo wird das Barbell eingesetzt?

Widmen wir uns nun der Frage, wo das Barbell als Piercing so alles eingesetzt wird. Angeklungen sind die groben Bereiche ja bereits, nämlich Ohr, Gesicht, Brust und Intimbereich. Schauen wir dann mal auf das Ohr. Hier ist das Barbell auch unter einem eigenen Namen bekannt, nämlich als Industrial Piercing. Hierbei wird das Barbell durch zwei als Helix gestochene Piercings geführt und verbindet diese. Aber natürlich kann man ein Barbell auch am Ohr ganz einfach durch ein gestochenes Loch führen, zum Beispiel im Ohrläppchen. Im Gesicht findet man das Barbell häufig auch als Augenbrauenpiercing. Doch auch hier sind die wildesten Varianten möglich. Einer der am häufigsten genutzten Bereiche für das Barbell ist jedoch das Zungenpiercing. Das Piercing kennt wahrscheinlich so ziemlich jeder. Durch ein Loch in der Zunge wird der Steg geführt und an beiden Enden mit Kugeln versehen. Eine Form des Barbell-Piercings, die wohl am verbreitesten ist. Wenn wir dann etwas tiefer gehen am Körper, kommen wir mit den Brustwarzen zu einem weiteren Einsatzgebiet des Barbells. Dieses bei Frauen und Männern beliebte Piercing ist ohne das Barbell wohl kaum denkbar. Noch etwas tiefer, am Bauchnabel, kommen wir zu einer Stelle, an der das Barbell auch zum Einsatz kommt. Hier jedoch häufig als Version des Curved Barbells, worauf wir später nochmals zu sprechen kommen. In seiner Funktion als Barbell oder Curved Barbell kommt unser Piercing auch im Intimbereich zum Einsatz. Auch hier schwören Männer wie Frauen auf dieses Piercing in diesem Einsatzbereich. Wir sehen also schon anhand dieses kurzen Abrisses, dass es sich beim Barbell um ein sehr vielseitiges Piercing handelt.

Der Aufbau des Barbells

Den Aufbau im Stile einer Hantel haben wir ja oben bereits einmal besprochen. Auch, dass das Barbell aus einem Steg mit zwei Gewinden am Ende besteht, an denen Kugeln befestigt werden können, wurde bereits erwähnt. Einige weitere Aspekte sollen aber im Zusammenhang mit dem Barbell nochmals erwähnt werden. Meist besteht unser Barbell aus Titan oder Stahl, vornehmlich chirurgischer Stahl, wobei es auch schon Barbells aus PTFE gibt. Dieser zuletzt genannten Sonderform wollen wir aber später nochmal etwas gesondert nachgehen. Der Stab des Barbells kann in verschiedenen Stärken verwendet werden. Die Stärken variieren in einer Skala von bei 1,0; 1,2; 1,6; 2,0; 2,4; 3,2; 4; 5; 6; 8 bis 10 Millimetern. Die aufschraubbaren Kugeln müssen natürlich dem Durchmesser des Stabes (Steges) angepasst sein, zumindest was die Fassung betrifft. An dieser Stelle sei dann aber auch erwähnt, dass die Abschlüsse des Barbells nicht zwangsläufig Kugeln sein müssen. Entscheidend ist letztlich nur, dass ein entsprechendes Gewinde angebracht werden kann. Wenn dies möglich ist, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, was die Enden des Barbells betrifft. Von Kugeln, Halbkugeln, Kegeln, Platten oder Schmucksteinen ist alles erlaubt, was gefällt und das Material hergibt.

 

Das Barbell in seinen Sonderformen

Auch, wenn sich das Barbell von dem Aussehen einer Hantel ableitet, was ja im Grunde nur einen geraden Steg zulässt, haben sich davon etwas abgewandelte Barbells entwickelt. Diese sind zum Teil den anatomischen Gegebenheiten geschuldet. Bereits angesprochen wurde in diesem Zusammenhang ja bereits das Curved Barbell. Dieses hat, wie sich vielleicht aus dem Namen schon ableiten lässt, einen gebogenen Stab. Die Krümmung kann dabei variieren. Oft wird diese Form des Barbells bei Bauchnabelpiercings eingesetzt. Wie gesagt, anatomische Voraussetzungen spielen hier eine Rolle. Bei diesen Bauchnabelpiercings finden sich dann an den Enden des Curved Barbells auch oft unterschiedliche Enden. So ist hier häufiger das eine Ende größer oder verzierter als das andere und fungiert als Eyecatcher.

Der Circular Barbell als nächste Sonderform ähnelt einem Hufeisen. Wie dieses Beschreibung schon vermuten lässt, ist bei dieser Form des Barbells der Stab sehr stark gebogen, quasi in Form eines U’s oder eben eine Hufeisens. Die Endstücke sind hier dann natürlich auch abhängig von der Öffnung, die das U noch zulässt. Die Einsatzgebiete dieser Form variieren stark, eben je nach Lust und Laune, beziehungsweise je nachdem wo es hinpasst.

Eine letzte Sonderform, die den Namen Barbell gar nicht mehr in sich trägt, aber sich trotzdem vom Barbell ableiten lässt, ist ein Surface Bar. Bei dieser Variante werden die Enden des Stabes in einem 45 oder 90 Grad Winkel abgeklappt und dann die Endstücke montiert. Einsatzgebiete sind hier vor allem Oberflächenpiercings. Man spricht bei diesen Piercings auch von „Heftklammer“-Piercings, wieder angelehnt an das Aussehen.

 

Barbells aus PTFE

Wie oben bereits angekündigt soll nochmals kurz ein Blick auf die Barbells aus PTFE als Sonderform in puncto Material geworfen werden. PTFE, was auch als Teflon bekannt ist, wird bei Barbells verwendet, wenn diese beweglich sein sollen. Bestes Beispiel hierfür ist ein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft. Der Bauch und damit der Bauchnabel dehnen sich und ein Bauchnabelpiercing aus PTFE kann dann quasi mitwachsen. Vorteilhaft an Teflon ist, dass es sich mit Dampf sterilisieren lässt und somit ein hygienisches Material darstellt. Die Beweglichkeit wurde als Vorteil auch bereits genannt. Da das Material ja weich ist, besitzen hier die aufschraubbaren Verschlüsse ein Gewinde, dass sich dabei in das Material des Stabes einschneidet und dann auch festsitzt. Das Gute an Barbells aus PTFE ist die individuelle Anpassbarkeit und, dass sie sich an verschiedene körperlich Gegebenheiten anpassen können. Eine Alternative ist es damit auf jeden Fall.

Foto: Flickr

Das Barbell – ein variantenreiches Piercing

Wenn man nun nochmals zurückschaut, kann man das Barbell wohl als eines des vielseitigsten Piercings bezeichnen. Sein Aufbau bietet eine Einsetzbarkeit, die ihres Gleichen sucht. Wenn man sich also ein Piercing irgendwo am Körper machen lassen möchte, könnte das Barbell demnach die richtige Wahl sein. Von Kopf bis Intimbereich sind seine Einsatzbereiche gegeben und es ist eigentlich immer ein echter Eyecatcher. Allein in seiner Grundausführung ist es dies, aber vor allem durch die diversen Gestaltungsmöglichkeiten wird es zu einem. Also, lasst euch beraten und zieht für das nächste Piercing mal ein Barbell in Erwägung. Und wenn ihr schon ein Barbell als Piercing habt, wird es vielleicht Zeit für ein weiteres an einer anderen Stelle. Die Möglichkeiten es einzusetzen sind ja mannigfaltig und es findet sich noch bestimmt eine schöne Stelle für ein neues Barbell.

Piercings im Sommer – was ist zu beachten?

Wenn der Sommer naht, stellen sich dem einen oder anderen ja mitunter Fragen zu seinen bereits vorhandenen Piercings oder zu denen, die da noch kommen sollen. So fragt man sich vielleicht, ob Hitze, so sie denn bei uns zu erwarten ist, oder Sommer, Sonne, Strand und Schweiß irgendwie negative Auswirkungen auf die eigenen Piercings haben könnten. Vielleicht möchte man sich auch neue Piercings stechen lassen und weiß nicht so genau, ob diese Faktoren Auswirkungen auf die Ausheilung haben könnten. Da der Sommer nun bevorsteht, wollen wir uns mit diesen Fragen einmal etwas beschäftigen und wollen versuchen Klärung herbeizuführen.

 

Das bereits vorhandene Piercing

Betrachten wir erstmal das Szenario rund um ein bereits vorhandenes Piercing. Die Stellen für ein Piercing sind ja von Kopf bis Fuß so zahlreich gesät, dass nicht auf jede einzelne eingegangen werden soll. Und auch nicht jede Stelle, an der ein Piercing getragen wird, ist der Sonne direkt ausgesetzt, außer natürlich man hält es mit FKK. Ansonsten kann man wohl festhalten, dass man mit Piercings, die man schon längere Zeit hat und deren Stichkanal vollkommen ausgeheilt ist, keine Probleme im Sommer haben sollte. Das Problem, dass sich Piercings in der Sonne stark aufheizen und man sich daran verbrennen kann, ist eher ins Reich der Mythen abzuschieben, Dies aus folgendem Grund: Piercings liegen zumeist sehr eng am Körper an und leiten allein schon aus diesem Grund die Hitze, die zum Beispiel Metall in der Sonne aufnehmen kann, direkt ab über die Haut. Da besteht also keine Gefahr. Etwas anders sieht es mit Piercings aus, die weit vom Körper weg getragen werden, also nur einen kleinen Berührungspunkt mit der Haut haben. Hier kommen zum Beispiel große Kreolen in Betracht. Wenn diese Piercings aus Metall sind und lange in der Sonne aufheizen können, kann es natürlich passieren, dass diese, wenn sie dann plötzlich mit der Haut in Berührung kommen, einen kleinen Hitzestich oder eine minimale Verbrennung auf der Haut verursachen können. Wobei es sich bei diesem Szenario auch um ein Extrembeispiel handelt. Aber richtig ist trotzdem, dass sich metallene Piercings, die nur mit einem ganz kleinen Teil mit der Haut in Berührung sind, schon stark erhitzen können. Deshalb im Sommer vielleicht auf kleinere Piercings zurückgreifen oder eine größere Auflagefläche an der Haut schaffen, so dass Wärem abgeleitet werden kann.

Besondere Pflege für vorhandene Piercings im Sommer?

Im Sommer ist die Wahrscheinlichkeit natürlich höher, dass man seinen Körper und damit auch die Piercings anderen unsauberen Quellen aussetzt als im Winter. So dürfte man häufiger nackte Körperpartien und damit auch seine Piercings Sand und/oder Wasser, wobei jetzt nicht das Wasser aus dem Hahn gemeint ist, aussetzen. Beides birgt natürlich immer etwas das Risiko, dass Dreck oder Keime so an den Körper kommen. Wenn man hier jedoch die normale Körperhygiene berücksichtigt und vielleicht ein kleines Augenmerk mehr auf sein Piercing legt, dann gibt es auch in dieser Hinsicht überhaupt keine Bedenken im Zusammenhang mit Piercings, Sommer und den dazugehörigen Unternehmungen. Ein klein Wenig anders sieht es in diesem Zusammenhang dann doch mit einem frisch gestochenen Piercing aus. Darauf werden wir aber später noch genauer eingehen.

 

Neues Piercing und Sommer

Wenn wir betrachten, dass es mit älteren Piercings eigentlich vollkommen unbedenklich ist, den Sommer und seine Mitbringsel zu genießen, dann verdient natürlich die Frage Beachtung, wie es sich mit neu gestochenen Piercings verhält? Ist die Sonne ein Problem für ein frisch gestochenes Piercing? Mal davon abgesehen, dass ein Piercing, wenn es frisch gestochen wurde einer besonderen Pflege bedarf, also sowieso schon etwas anders behandelt wird, ist die reine Sonne wohl gar nicht mal so das Problem. Es ist vielmehr das, was sie Sonne so mit sich bringt, nämlich Hitze und Schweiß. Das Problem mit dem Schweiß ist, dass er das Wachstum von Bakterien fördert und Bakterien sind ja, was bekannt sein sollte, nicht gerade die Freunde der Wundheilung. Es kann also sein, wenn man sein frisch gestochenes Piercing zu sehr in die Sonne hält und dabei ins Schwitzen kommt, dass dies dem Heilungsprozess nicht gerade zuträglich ist. Aber auch hier gibt es natürlich kein generelles ja oder nein. Vieles hängt wie immer von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Dies sind die Person selbst, die sich piercen lässt, der Piercer mit seinen Geräten und natürlich auch die Stelle und Art des Piercings. Kleinere Stichkanäle bieten weniger Angriffsfläche, größere bieten mehr. Welches Gewebe wird durchstochen und so weiter, und so fort. Dennoch bleibt eines sicherlich festzuhalten, ein frisch gestochenes Piercing bedarf der Pflege und der Sauberkeit. Inwieweit das bei starkem Schwitzen gegeben ist, bleibt auch immer einem selbst überlassen.

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Neues Piercing und das Wasser…

Ist die eine Frage zum frischen Piercing im Sommer bezüglich Hitze beantwortet, bleibt natürlich noch die Frage wie es sich mit dem abkühlenden Element Wasser verhält. Denn, wenn es mit der Hitze und dem Schweiß eventuell Probleme geben könnte, sollte doch das Wasser etwas Gutes sein. Aber auch hier ist etwas Vorsicht geboten, denn Wasser, das im Sommer unsere Körper benetzt, hat in seinen ganz unterschiedlichen Ausformungen auch eventuell das eine oder andere Risiko dabei. Bakterien finden sich überall im Wasser, in einem See oder Meer natürlich noch mehr als im gechlorten Schwimmbad, aber auch hier besteht natürlich ein Risiko bei frischen Wunden. Vor allem ein längerer Aufenthalt im Wasser ist natürlich nicht sonderlich förderlich für frische Wunden und deren Heilungsprozess. Das gilt ganz unabhängig von Piercings. Doch auch hier gilt natürlich, dass viele Faktoren eine Rolle spielen. Die körperliche Verfassung ist wichtig, wie der Körper generell bei der Wundheilung reagiert und natürlich das Piercing und das Stechen selbst.

 

Materialien für das Sommerpiercing

Ein Blick lohnt sich natürlich auch nochmal auf die Materialien zu werfen, die man für ein Piercing so nutzen kann und ob es da etwas gibt, was im Sommer besser nicht genutzt werden sollte. Ganz prinzipiell sollte man besonders vorsichtig sein, wenn Piercings billig erscheinen. Die Art und Weise, gerade bei Metallen oder Legierungen, ist schon ein Faktor, der ausschlaggebend sein kann. Abgesehen von den ganz persönlichen Allergien, die man auf jeden Fall abklären lassen sollte, bevor man sich ein Piercing stechen lässt. Hochwertige Materialien bergen wesentlich weniger Risiken, wenn es denn ein metallenes Piercing sein soll. Ein Piercing aus PTFE ist ja durchaus auch eine tolle Variante und ein sehr verträgliches Material, was wenig Risiken mit sich bringt. Und wenn man sich nicht sicher ist, berät einen ein guter Piercer diesbezüglich auch und Ärzte geben dazu auch Auskunft. Und letztlich ist es wie mit vielen anderen Produkten, was nix kostet ist auch nix wert! Gerade wenn man sich etwas sehr nah an den Körper steckt, sollte einem das auch immer etwas wert sein. Und von einem guten Piercing hat man nun auch einfach mal länger etwas.

 

Piercing im Sommer – wie war das noch?

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Wie bei so vielen Sachen ist es auch mit einem Piercing im Sommer, pauschal lässt sich das weder mit gut noch mit schlecht bewerten. Es gibt auf der einen Seite sicherlich Jahreszeiten, die was die Wundheilung betrifft, besser geeignet sind. Aber wirklich schlecht ist es nun auch nicht, wenn man sich im Sommer ein Piercing machen lässt und dieses gut pflegt. Im Sommer ist vielleicht sogar das eine oder andere Kleidungsstück nicht da, was im Winter das Piercing stört. Man sollte aber auf jeden Fall das eine oder andere abklären, bevor man sich bei größter Hitze ein Piercing stechen lässt und ein zwei Wochen dauernder Strandurlaub ansteht. Es gibt sicherlich bessere Umstände für ein neues Piercing aber genauso gibt es schlechtere. Eine umfangreiche Beratung sollte man sich sowieso zu Gemüte führen und die Pflege eines neuen Piercings sollte auch nicht außer Acht gelassen werden. Wenn man dies alles so beachtet, sollte man auch an einem frischen Piercing im Sommer seine Freude haben können. Letztlich ist das ja auch die Zeit, in der man seine Piercings schön präsentieren kann. Wenn nicht jetzt, wann dann!

Das Bananenpiercing oder der Curved Barbell

Piercings gibt es in den verschiedensten Varianten. Je nach Geschmack und Einsatzort kommen spezielle Formen eines Piercings zum Einsatz. Eine Sonderform des Piercings ist das Bananenpiercing, welches auch unter dem Namen Curved Barbell bekannt ist. Auf das Bananenpiercing als Sonderform des Piercings soll hier einmal ein besonderes Augenmerk gewidmet werden. Ohne schon zu viel vorweg nehmen zu wollen, kann vorab konstatiert werden, dass das Bananenpiercing seinen Namen der Form verdankt. Dazu aber später mehr.

Vom Barbell zum Bananenpiercing

Dem Bananenpiercing kann man sich eigentlich nur über eine andere Form des Piercings nähern, nämlich dem Barbell. Ein Barbell ist an sich schon eine eigene Form des Piercings, von der das Bananenpiercing nochmal eine ganz eigene ist. Barbell leitet sich vom englischen Wort für Hantel ab. Wenn man sich mal ein Barbell-Piercing anschaut, so ist der Vergleich zu einer handelsüblichen Hantel auch gar nicht weit hergeholt. Wenn wir dann schonmal einen Ausblick auf unser Bananenpiercing werfen, welches ja nun auch schon als Curved Barbell bezeichnet wurde, hat man also mit einem Bananenpiercing schlicht eine gebogene Hantel.

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Zurück aber nochmal zu einem gewöhnlichen Barbell-Piercing. Dies findet sich am häufigsten als Zungenpiercing. Allein schon der Aufbau eines Barbell eignet sich dafür perfekt. So reden wir hier über einen, in der Regel, geraden Stift, Ausnahmen sind zum Beispiel Bananenpiercings, der zwei Gewindeenden hat, welche man mit Schraubkugeln verschließt. Das Prinzip ist auch beim Bananenpiercing gleich. Die Materialien aus denen der Stift hergestellt ist, sind meistens Titan oder Stahl. Dies gilt zumindest für das normale Barbell. Gerade bei einem Bananenpiercing handelt es sich meist um andere Materialien, worauf aber später noch eingegangen werden soll. Übliche Stärken des Stabes bei einem Barbell schwanken zwischen 1,0 und 10 Millimeter. Die Größe der Kugeln, die man an beiden Enden befestigt, passt sich in der Regel dem Durchmesser des Stabes an. Da sind aber Varianten durchaus möglich. Die Enden eines Barbells, oder auch eines Bananenpiercings, müssen aber nicht zwangsläufig mit Kugeln versehen werden. Möglichkeiten die Enden individuell zu gestalten gibt es viele. Wir reden dabei über Zylinder, Platten, Halbkugeln, Kegel und vieles mehr.

 

Barbells mit Außen- oder Innengewinde

Ein Blick, hinsichtlich des Aufbaus eines Barbells, sollte noch auf die Gewinde geworfen werden. Es gibt dabei zwei verschiedene Möglichkeiten, auch beim Bananenpiercing. Abhängig ist das Gewinde am Stab maßgeblich von der Stärke des Stabes. Haben die Stäbe eines Barbells das Gewinde außen, so wird eine Kugel oder andere Verschlussform aufgeschraubt. Diese Form des Gewindes wird bei Stäben mit geringem Durchmesser verwendet. Die Gefahr eines solchen Stabes mit Außengewinde ist, dass beim Herausnehmen und Durchstecken das Gewebe verletzt werden kann, da natürlich ein Gewinde geriffelt ist. Deshalb verwendet man bei einem Barbell und/oder Bananenpiercing eher ein Innengewinde. Dabei hat die Verschlussform einen kleinen Stift und wird in den Stab hineingeschraubt. Der Stab ist daher glatt und kann die oben genannten Verletzungen so nicht herbeiführen. Wie bereits erwähnt, hängt die Lage des Gewindes natürlich von der Stärke des Stabes eines Barbells oder Bananenpiercings ab.

 

Das Bananenpiercing als Sonderform

Kommen wir dann nun zum Bananenpiercing als Sonderform des Barbells. Wie oben erwähnt, ist das Bananenpiercing auch als Curved Barbell bekannt. Wenn wir den Aufbau eines Barbells wieder in Erinnerung rufen, dürfte man schon vermuten, warum dieses Barbell Bananenpiercing heißt. Es verdankt seinen Namen natürlich dem gebogenen Stab. Dies ist auch der wesentliche Unterschied von einem Bananenpiercing zu einem normalen Barbell. Hauptsächlich wird das Bananenpiercing als Bauchnabelpiercing eingesetzt. Wenn man sich ein klassisches Bauchnabelpiercing vor Augen führt, kann man sicherlich auch sofort nachvollziehen, warum das Bananenpiercing dort sein Haupteinsatzgebiet hat. Auch, wenn die Auswahl an Bauchnabelpiercings sehr groß ist, wie bei vielen anderen Piercingvarianten, bietet das Bananenpiercing natürlich einige schöne Besonderheiten und kann seine Beliebtheit an dieser Stelle sicherlich leicht begründen. Allein durch seine geschwungene Form kommt das Bananenpiercing am Bauchnabel sehr gut zur Geltung, beziehungsweise ist für den Einsatz an dieser Stelle quasi prädestiniert. Schauen wir nämlich nochmal zurück auf die Beschaffenheit eines Barbells und somit auch die des Bananenpiercings, haben wir ja an beiden Enden die Möglichkeit etwas Schmückendes anzubringen. So bietet es sich bei einem Bananenpiercing am Bauchnabel natürlich an, zwei unterschiedlich große Enden zu verwenden. So kann eines der beiden Enden zum Beispiel schön mit einem Kristall oder anderem schmückenden Stück versehen werden. Von einem Eyecatcher kann da wohl gesprochen werden.

 

PTFE als Material für das Bananenpiercing

Kommen wir nun zu einem weiteren, oben bereits angesprochenen Aspekt beim Bananenpiercing, nämlich dem Material. Stahl und Titan sind natürlich auch bei einem Bananenpiercing gängige Materialien. Allerdings, gerade wenn wir das Bananenpiercing als Bauchnabelpiercing betrachten, verdient ein anderes Material besondere Betrachtung. Es geht hierbei um das Material PTFE. Piercingschmuck aus PTFE, besser bekannt auch als Teflon, findet zunehmend Anwendung, gerade aufgrund seiner Verträglichkeit. Sprechen wir von Bananenpiercings aus PTFE, so kommen die Eigenschaften des Materials zum tragen. PTFE zeichnet sich durch mehrere Besonderheiten aus. Das Material ist nämlich weich und beweglich. Zudem ist PTFE auch allergieneutral. Ein klarer Vorteil gegenüber Bananenpiercings aus Titan oder Stahl. PTFE ist sehr reaktionsträge. Säuren und andere aggressive Stoffe können dem Material nichts anhaben. Auch hat PTFE einen sehr geringen Reibungskoeffizienten. Es existieren nahezu keine Materielien, die an diesem Stoff, also PTFE haften bleiben. Weiterhin ist ein Bananenpiercing aus PTFE auch super für den Ersteinsatz geeignet, da es sich, wie man von Teflon vielleicht weiß, gut erhitzen lässt und damit sterilisieren. So kann man ein solches Bananenpiercing in einem Autoklaven bei 130 Grad dampfsterilisieren. Durch die Flexibilität eines solchen Bananenpiercings als Bauchnabelpiercing ist auch der Einsatz in einer Schwangerschaft möglich. 20 Millimeter lange Stecker aus PTFE werden da empfohlen.

 

Bananenpiercing als Bauchnabelpiercing

Werfen wir im weiteren Verlauf nochmal einen genaueren Blick auf das Bananenpiercing als Bauchnabelpiercing. Das Bauchnabelpiercing ist ja aufgrund anatomischer Besonderheiten nicht bei jedem möglich. Diejenigen, die sich für ein Bauchnabelpiercing entscheiden, entscheiden sich oft auch für das Bananenpiercing. Aber auch viele andere Formen des Bauchnabelpiercings sind möglich und gern genommen. Meistens wird ein Bauchnabelpiercing vertikal an der oberen Falte des Bauchnabels gestochen. Da kann man dann auch wunderbar ein Bananenpiercing anbringen. Auch an der unteren Falte des Bauchnabels kann man sich ein Bauchnabelpiercing stechen lassen. Die Seiten des Bauchnabels können auch gestochen werden. Ein Bananenpiercing eignet sich gerade bei den ersten beiden Varianten. Beim Stechen der Seiten werden gerne zwei gegenüberliegende Piercings verwendet. Das Bauchnabelpiercing ist ein Piercing, das im Verhältnis zu anderen Piercings recht umständlich heilt. Gründe dafür sind Reizungen, denen das Piercing durch Kleidung, Laufen oder Bücken ausgesetzt ist. Intensive Pflege des Piercings sind daher Grundvoraussetzung für einen guten Abheilprozess. Auch das Material kann dabei helfen. So kann der Prozess durch beispielsweise ein Erstpiercing als Bananenpiercing aus PTFE verkürzt werden. Durch die Flexibilität des Materials kann es zu weniger Störungen kommen, als beim Einsatz von Stahl oder Titan. Das liegt aber letztlich bei jedem Einzelnen und den körperlichen Beschaffenheiten. Letztlich ist es ja ganz individuell, wie man es handhabt, ob nun Bananenpiercing oder eine andere Form, ob nun PTFE oder Titan.

 

Bananenpiercing ist ein Hingucker

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Wo man nun letztlich ein Bananenpiercing oder Curved Barbell einsetzt ist ja sowieso jedem selbst überlassen. Auch, wenn der klassische Einsatzbereich am Bauchnabel zu verorten ist, kann man andere Bereiche genauso mit diesem wunderschönen Hingucker verzieren. Der Aufbau eines Bananenpiercings macht es ja durchaus möglich, dass man es auch im Ohr trägt. Schmücken kann man das Bananenpiercing ja durch die ganz verschiedenen Aufsätze wunderbar individuell. Der erotische Hingucker kann es natürlich am Bauchnabel sein, aber auch an intimeren Stellen. Selbstverständlich kann man ein Bananenpiercing auch wunderbar durch die Lippen tragen. Auf jeden Fall sind die Möglichkeiten ein Bananenpiercing einzusetzen sehr mannigfaltig. Es bietet schöne Möglichkeiten es aufzupeppen, allein schon durch die Materialien, die man einsetzen kann. So kann ein Bananenpiercing aus PTFE ja schon sehr bunt gestaltet sein. Hinzu kommen dann noch die Enden, die sehr kreativ gestaltet werden können. Hier können echte Eyecatcher dem Bananenpiercing hinzugefügt werden.

 

Piercings – Kultur und Mode

Piercings sind aus dem öffentlichen Leben heutzutage kaum mehr wegzudenken. Als Schmuck haben sich Piercings bei uns längst etabliert. Auch, wenn die gesellschaftliche Akzeptanz die Piercings als individuelle Ausformung des Selbst noch nicht zu hundert Prozent Einzug gehalten hat, ist diese Schmuckform auf dem Vormarsch. Piercings jedoch als simple modische Erfindung unserer Zeit zu sehen, ist zu kurz gedacht. Diesem heute teilweise als modischem Accessoire abgestempelten Schmuckstück liegt zum Teil eine lange Geschichte zugrunde. Der Bedeutung des Piercings, seinen Ausformungen, der historischen und kulturellen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft soll sich im folgenden gewidmet werden.

 

Piercings – Herkunft und Geschichte

 Das Wort Piercing leitet sich aus dem englischen Wort für durchstechen, also to pierce, ab. Generell geht es beim Piercing erst einmal darum, dass man bestimmte Stellen am Körper durchsticht und mit Schmuck in verschiedenen Ausformungen versieht. Ringe und Stäbe sind beim Piercing die gängigen Verschönerungen. Im Grunde lässt sich Piercing auch mit einer Körpermodifikation beschreiben. Der Begriff Piercing für diese Art der Körpermodifikation etablierte sich erst so richtig ab den 1990er Jahren. Ohne den Begriff Piercing kennt man diese Formen des Körperschmucks jedoch schon sehr lange in der Menschheitsgeschichte, hunderte, wenn nicht gar tausende Jahre lang. 

 

Piercings in der Vergangenheit

 

https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/
https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/

Das Durchstehen der Lippen und Ohren lässt sich wohl als die älteste überlieferte Form des Piercings bezeichnen. Frühe Belege dieser Form des Körperschmucks lassen sich mittels Zeichnungen und Schmucks auf über 7000 Jahre zurückdatieren. Die Bedeutung dieser Piercings hat ganz verschiedene Hintergründe. Schon damals kann man den Piercings rein schmückende Aspekte zuschreiben. Weiterhin dienten sie bei spirituellen Ritualen aber auch bei der symbolischen Zurschaustellung eines bestimmten Reife- oder Entwicklungsgrades. Der Gesichtspunkt der Abgrenzung zu anderen Stämmen der Piercings ist ja auch heute nicht ganz von der Hand zu weisen. Eine gewisse Individualität und Abgrenzung zu anderen Menschen möchte der eine oder andere mit seinem Piercing ja auch zum Ausdruck bringen. Verbreitet waren oder sind die traditionellen Piercings bei Ureinwohnern Amerikas, Asiens und Afrikas. Neben Piercings der Lippen, Ohren und Nasen, sind auch bei diesen traditionellen Piercings auch schon die Genitalien betroffen. Der Schmuck, den diese Völker für ihre Piercings verwendeten, bestand aus ganz verschiedenen Materialien. Quarz, Holz, Perlmutt, einfache Metalle, Ton, Knochen oder Horn wurden für diese frühen Piercings genutzt. Unter heutigen medizinischen und sterilen Aspekten sind viele dieser Materialien kaum mehr denkbar. Mit die bekanntesten traditionellen Piercings dürften wohl die Tellerlippen und geweiteten Ohrlöcher der Mursi in Äthiopien sein. Aber auch das ritualisierte Durchstechen verschiedener Körperregionen bei Festen der Hindus in Indien ist vielen Menschen ein Begriff, beziehungsweise gibt ein Bild des traditionellen Piercings.

 

Das moderne Piercing

 

Wenn man über Piercings in unserer modernen, westlichen Welt spricht, darf man dies nicht einfach nur so als neuzeitliche Modeerscheinung abtun. Nimmt man zum Beispiel das Ohrloch bei Frauen, sprechen wir hier über eine bereits sehr lange bestehende Akzeptanz und Nutzung des Piercings als Schmuck. Bis Anfang der 1970er Jahre war dieses Piercing in unseren Breitengraden eigentlich ausschließlich bei Frauen akzeptiert. Lediglich den Zimmerleuten, die sich traditionell auf der Walz ein Ohr mit einem Nagel durchstießen, gewährte man die gesellschaftliche Akzeptanz eines Ohrlochs. In der Schwulenszene fand das Piercing im Ohr dann in den 1970er Jahren eine erste männliche Verbreitung. Aber erst mit den 1980er Jahren begann der Siegeszug des Piercings von Kalifornien aus quer durch die Geschlechter und Körperregionen, wobei man bis Anfang der 90er Jahre noch eher von einem Nischenprodukt sprechen kann. Mit der starken gesellschaftlichen Verbreitung des Punk und später des Techno, deren Subkulturen dem Piercing sehr zugetan waren, fand dann auch das Piercing eine entsprechende Aufmerksamkeit und wurde mit dem Tattoo zu einem sich stark verbreitenden Körperschmuck. In einer Studie aus dem Jahr 2008 gaben etwa neun Prozent der Befragten an ein Piercing zu haben. Das traditionelle Ohrloch wurde dabei nicht berücksichtigt. Ausgehend von den traditionellen Piercings, entwickelt sich diese Form des Körperschmucks stetig weiter. Aber auch hier sind Trends und Moden für bestimmte Formen des Piercings wichtig und prägend. Und wenn man glaubt, dass es im Bereich des Piercings schon alles gibt, kann man sich sicher sein, dass dem nicht so ist und eine neue Form bereits darauf wartet gestochen zu werden.

 

Das Stechen eines Piercings

 

https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/
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Und wenn wir schon von stechen reden, dann soll dieser elementare Bereich des Piercings auch noch etwas genauer betrachtet werden. Denn für viele Menschen, die sich ein Piercing stechen lassen, ist ja nicht nur der schmückende Aspekt, der eine Rolle spielt, sondern auch das Stechen an sich. Ohne Stechen gibt es natürlich kein Piercing, doch was für den einen ein notwendiges Übel ist, ist für den anderen ein freudig, schmerzhaftes Ereignis.

Allen unterschiedlichen Methoden des Stechens eines Piercings ist gleich, dass vorher die zu durchstechende Stelle desinfiziert wird. Damit wird Infektionen vorgebeugt. Weiterhin ist es dann üblich, dass man Ein- und Austrittsstelle des Stichkanals mit einem Stift markiert und dann mit einer Piercing-Zange fixiert. Das Stechen des Piercings mit einem peripheren Venenkatheter ist in Europa weit verbreitet. Die Nadel ist bei diesem Verfahren mit einem Plastik- oder Teflonüberzug geschützt, der dann im Stichkanal verbleibt, während die Nadel nach dem Stechen des Piercings entfernt wird. Der Schmuck wird dann mittels des beschriebenen Überzugs durch den Kanal gezogen.

Bei dem häufig in den USA verwendetem System, wird das Piercing durch eine aus Chirurgenstahl bestehende Nadel mit einem Hohlraum gestochen. Der Schmuck wird dabei direkt in die Nadel eingesetzt und beim Durchschieben in das Bindegewebe eingesetzt.

Die traditionelle Ohrlochpistole, die man von Juwelieren vom Stechen des Ohrlochs kennt, wird bei Piercings weitestgehend abgelehnt. Die Gefahr, dass Gewebe an bestimmten Stellen einreißt oder splittert ist Vielen zu groß. Hinzu kommt, dass die Pistole nicht vollständig desinfizierbar ist.

Eine letzte Methode, die hier erwähnt werden soll, ein Piercing zu setzen, gerade ein größeres, ist der Dermal Punch. Man stanzt bei dieser Methode Gewebeteile bis zu einem Durchmesser von acht Millimetern mittels einer Hohlnadel heraus. Gerade bei Piercings, die in einem Knorpelgewebe gestochen werden sollen, wird diese Methode angewendet. Die Abheilprozesse können bei dieser Methode des Piercings deutlich verkürzt werden.

 

Stellen für ein Piercing

 

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Gehen wir der Frage nach, wo am Körper man ein Piercing stechen lassen kann, werden wir hier zu keiner vollends abschließenden Antwort kommen. Einige Stellen am Körper, an denen man sich ein Piercing stechen lassen kann, wurden ja bereits angerissen. Doch selbst, wenn man das Ohr als Stelle für ein Piercing nennt, gibt es dort ganz unterschiedliche Möglichkeiten. So haben wir am Ohr das klassische Piercing, das Lobe, die Helix, ein Piercing durch die Oberkante des Ohres, den Tragus, ein Piercing durch den Knorpelfortsatz am Eingang des Gehörkanals, die Conch, ein Piercing durch die Ohrmuschel und noch einige andere Piercings mehr. Bleibt man im Gesicht, kommen einem als nächste Varianten für ein Piercing die Augenbrauen und die Nase in den Sinn. Auch an diesen beiden Stellen gibt es verschiedene Varianten für ein Piercing. Die Lippen wären dann der nächste Punkt für ein Piercing. Lippenbändchen und Zunge sind dann als nächstes für innen liegende Piercings zu nennen. Geht man dann am Körper weiter abwärts, kommt man zu den Brustwarzen. Hier erfreuen sich Piercings bei beiden Geschlechtern großer Beliebtheit. Dies gilt ebenso für die Intimpiercings, als nächste Stelle auf unserem Weg am Körper abwärts.

Auch, wenn diese Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, so kann damit eine Liste der wohl gängigsten Stellen für ein Piercing abgeschlossen werden.

 

Probleme und Gefahren bei Piercings

 

Da es sich bei Piercings mittlerweile um ein weit verbreitetes Schmuckstück handelt, ist man in puncto Sicherheit und Vermeidung von gesundheitlichen Risiken ein großes Stück weitergekommen. Denn, wenn wir heute über Piercings sprechen, reden wir in der Regel über professionell durchgeführte Vorgänge. Pflegt man dazu noch sein Piercing, stellt dieser Eingriff eigentlich keine Gefahr dar. Doch letztlich handelt es sich bei einem Piercing erstmal um eine Verletzung, die dem Körper zugeführt wird, beziehungsweise ist ein Piercing ein Eingriff in die körperliche Integrität. So sollte beim Stechen eines Piercings, wie bei jedem Eingriff, bei dem Blut im Spiel ist, aufgepasst werden, was man vorher so konsumiert hat. Koffein, Alkohol, Drogen oder blutverdünnende Mittel können Einfluss auf die Blutgerinnung oder der Kreislauf haben. Blutungen und Schwellungen bei einem Piercing sind fast schon obligatorisch, klingen aber in der Regel, bei gut gestochenen Piercings, schnell wieder ab. Wenn Knorpelgewebe bei einem Piercing betroffen ist, dauert der Abheilprozess mitunter etwas länger. Sollte sich trotz aller Maßnahmen am gestochenen Piercing etwas entzünden, so sollte man einen Arzt aufsuchen. Auch, wenn man den Piercer seines Vertrauens hat, ist dieser kein Mediziner. Sorgen, dass einen der Arzt schief anschaut, weil man ein Piercing hat, auch an intimen Stellen, sollten dabei keine Rolle spielen. Es handelt sich ja heutzutage bei einem Piercing auch nicht mehr um etwas ganz besonderes oder peinliches. Im Zweifelsfall hat der Arzt schon ganz andere Sachen gesehen. Um jedoch gar nicht in diese Situation zu kommen, ist es daher wichtig, dass man sich für sein Piercing einen guten Piercer aussucht, hilfreich sind immer gute Erfahrungen von Freunden und Bekannten, und nach dem Stechen das Piercing ordentlich pflegt. Beachtet man dies, steht einem schönen Schmuckstück nichts im Wege.

Ohrpiercing – der beliebte Körperschmuck

Beim Ohrpiercing sprechen wir wohl über den wohl am weitesten verbreiteten und beliebtesten Körperschmuck. Denn sprechen wir vom Ohrpiercing, darf man das im Verhältnis zu den vielen modernen Varianten etwas altbacken anmutende schlichte Ohrloch nicht vergessen. Denn im Prinzip bildet das simple Ohrloch die Basis für alle Varianten des Ohrpiercings. Dieser Entwicklung soll hier etwas Rechnung getragen werden und bei der Beleuchtung des Ohrpiercings dem Ohrloch ein gewisser Platz eingeräumt werden. Die vielen Varianten des Ohrpiercings sollen dabei jedoch selbstverständlich nicht zu kurz kommen und entsprechend thematisiert werden.

 

Ohrloch, das klassische Ohrpiercing

 

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er kennt es nicht, das klassische Ohrloch? Hierunter ist zumeist das Piercing des Ohrläppchens zu verstehen, also schon ein Ohrpiercing. Bei der klassischen Variante des Ohrpiercings denken wir bei Frauen an den Perlohrstecker oder den Ohrring im Ohrläppchen. Neben Ketten und Ringen ist dies wohl der am häufigsten getragene Schmuck bei Mädchen, beziehungsweise Frauen. Aber auch Männer nutzen dieses Ohrpiercing gerne als schmückendes Accessoire. Man spricht bei diesem Ohrpiercing auch von einem Lobe, das klassische Piercing durch das Ohrläppchen.

 

Das Stechen des Ohrpiercings

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 Bevor hier auf weitere Varianten des Ohrpiercings eingegangen wird, soll ein Blick auf die möglichen Formen des Stechens geworfen werden. Grundsätzlich kann man Ohrlöcher auf zwei verschiedene Arten stechen, nämlich mit einer Nadel oder einem Ohrlochstechsystem.

Bei modernen Ohrlochstechsystemen handelt es sich um Instrumente, in die man eine Kartusche einsetzt, welche mit einem medizinischen Ohrstecker und einem Ohrsteckerverschluss versehen ist. Mittels Muskelkraft drückt man dann den Ohrstecker sanft und schonend durch das Ohrläppchen. Bei dieser Form des Ohrpiercings verwendet man in der Regel einen 0,8 mm dünnen Stift, der am Ende spitz ist. Die Stifte bestehen aus Gold, Titan oder Chirurgenstahl und müssen gemäß einer EU-Richtlinie nickelabgabefrei sein. Das Instrument selbst kommt mit dem Ohr dabei nicht in Berührung. Bei dieser Form des Ohrpiercings wird das Ohr nur vom sterilen Ohrstecker und dem dazugehörigen Verschluss berührt. Hauptsächlich verwenden diese Form von Systemen Juweliere, Ärzte oder Kosmetikstudios.

Das Piercen eines Ohrpiercings ist eine andere Variante des Stechens. Das Loch wird dabei mit einem peripheren Venenkatheter oder einer sterilen Hohlnadel gestochen. Hier kann man dann auch wirklich von Ohrpiercing sprechen, da diese Form des Stechens für alle Varianten des Ohrpiercings geeignet ist.

Ein kurzer Blick soll auch noch auf die alte Art des Ohrpiercings geworfen werden, das Stechen mit einer Nadel. Früher hat man nämlich ein Ohrloch nach Betäubung des Ohrläppchens mit einer handelsüblichen Nadel gestochen. Gerne wurden bei dieser Art des Ohrpiercings ein Stück Apfel oder eine Kartoffel als Gegenstück hinter das Ohrläppchen gehalten. Die Sterilisation der Nadel fand meist mittels Abbrennen oder Alkohol statt. Nach heutigen Erkenntnissen kann man sich jedoch vorstellen, dass diese Art und Weise ein Ohrpiercing anzufertigen nicht wirklich geeignet ist und auch nicht wirklich steril ist.

 

Arten des Ohrpiercings

Neben dem oben bereits thematisierten klassischen Ohrloch im Ohrläppchen, also dem Lobe, gibt es natürlich noch viele andere Varianten des Ohrpiercings. Neben dem Lobe können als Ohrpiercing auch die Helix, das Industrial Piercing, ein Rook, Daith, Tragus, Snug, Conch oder Anti-Tragus gestochen werden.

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Helix – Ohrpiercing

 Bei der Helix handelt es sich um ein Ohrpiercing an der Helix, der wulstartigen Umrandung der Ohrmuschel. Die Ohrmuschel besteht hier aus Knorpelgewebe. In unseren Breitengraden trägt man das Helix-Piercing aus modischen Aspekten. Diese Form des Ohrpiercings hat jedoch in anderen Volksgruppen auch traditionelle Hintergründe. So kennt man diese traditionelle Form des Ohrpiercings in Afrika, Südostasien und Nordamerika bei den dort einheimischen Bevölkerungen.

Da das Helix-Ohrpiercing an einer Stelle gestochen wird, die aus Knorpelgewebe besteht, kann dies mitunter etwas schmerzhafter sein als an anderen Stellen. Da der Knorpel nicht durchblutet wird, der Knorpel gehört zu den bradytrophen Geweben, kann die Heilung dieses Ohrpiercings wesentlich länger dauern als andere Ohrpiercings. Drei bis sechs Monate kann die Heilung dieser Form des Ohrpiercings dauern. Verkürzen kann man diese Heilungszeit dadurch, dass man beim Helix-Ohrpiercing das sogenannte punchen als Version des Stechens verwendet. Hier kann die Abheilzeit auf zwei bis vier Wochen  verkürzt werden.

 

Tragus – Ohrpiercing

 Als Tragus bezeichnet man den kleinen und dickeren Teil des Knorpels am Eingang des Gehörkanals in der Ohrmuschel. Dem Tragus – Ohrpiercing werden keine besonderen kulturellen Eigenschaften zugeschrieben. Dieses Ohrpiercing hat wohl rein modische Aspekte. Am häufigsten findet man beim Tragus – Ohrpiercing einen Ball Closure Ring oder einen Labret-Stecker vor. Aber auch das vertikale Oberflächenpiercing durch den Tragus kennt man. Hier sind ein Curved Barbell oder ein Surface-Bar geeignet.

Beim Durchstechen für dieses Ohrpiercings kommt in der Regel eine gerade oder gebogene Venenverweilkanüle zum Einsatz. Alternativ kann auch der besser heilende Dermal-Punch für dieses Ohrpiercing verwendet werden. Die Heilung des Tragus – Ohrpiercings kann relativ lange dauern, nämlich zwischen zwei Monaten und einem Jahr.

Conch – Ohrpiercing

 

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Das Conch – Ohrpiercing ist ein Piercing durch die Ohrmuschel, wovon sich im Prinzip auch sein Name ableitet. Conch ist die englische Bezeichnung für eine Muschel. Shell-Piercing ist ein anderer, seltener genutzter Begriff für dieses Ohrpiercing. Dieser Version des Ohrpiercings werden auch traditionelle Bedeutungen zugeschrieben. So findet man dieses Ohrpiercing in alten Überlieferungen, beziehungsweise auf Bildern aus dem Südpazifik, dem Kongo oder Indien.

Beim Conch – Ohrpiercing unterscheidet man zwischen Inner- und Outer-Conchpiercing. Das innere Conch-Piercing befindet sich in der Mulde in der Mitte der Ohrmuschel. Das äußere Conch-Piercing lokalisiert man oberhalb dieser Mulde. Das Knorpelgewebe an dieser Stelle ist etwas dicker als bei bereits genannten Ohrpiercings in Knorpelgewebe. Deswegen verläuft die Heilung eines solchen Ohrpiercings relativ schnell. Als Schmuck für dieses Ohrpiercing werden in der Regel  ein Barbell, ein Ball Closure Ring oder ein Labret-Stecker verwendet.

 

Rook – Ohrpiercing

 Auch das Rook – Ohrpiercing befindet sich an der Ohrmuschel. Es ist senkrecht in der Antihelix, dem Knorpelsteg, zu verorten. Im Vergleich zu den bereits genannten Ohrpiercings ist das Rook-Piercing eine eher seltenere Variante. Seinen Namen verdankt dieses Ohrpiercing dem Piercer Erik „Rook“ Dakota, durch den dieses Ohrpiercing bekannt geworden sein soll. Auch bei diesem Ohrpiercing handelt es sich um ein Piercing durch Knorpelgewebe. Die Heilungszeit wird hier mit etwa drei bis vier Monaten verortet. Als Schmuck kommt bei diesem Ohrpiercing eine besondere Form des Barbell am besten zum Einsatz, der sogenannte Micro Curved Barbell. Dieses Schmuckstück übt aufgrund seiner gebogenen Form weniger Druck auf das Gewebe aus.

Industrial – Ohrpiercing

 

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Von einem Industrial – Ohrpiercing, oder einfach auch nur kurz Industrial, beziehungsweise Scaffold-Piercing genannt, spricht man, wenn ein langer Barbell durch zwei Löcher am äußeren Rand der Ohrmuschel getragen werden kann. Bei diesem Ohrpiercing wird der obere Rand der Ohrmuschel einmal auf der Seite nahe am Kopf und gegenüberliegend am unteren Rand durchstochen. Dieses Ohrpiercing ist stark von der jeweiligen Anatomie abhängig und kann daher nicht von jedem getragen werden. Die Heilungszeit beträgt bei dieser Form des Ohrpiercings zwischen sechs und zwölf Monate, also recht lange, wenn man das Piercing sticht. Bei der bereits erwähnten Punch-Version lässt sich die Abheilzeit auf zwei bis vier Wochen verkürzen.

 

Daith – Ohrpiercing

 Von einem Daith bei einem Ohrpiercing spricht man, wenn sich das Piercing in der waagerechten Brücke und innersten Auswölbung der Ohrmuschel befindet. Diese Form des Ohrpiercings führt man auch auf den bereits erwähnten Piercer Dakota zurück. Wie bereits bei anderen Ohrpiercings, die durch Knorpelgewebe gehen, erwähnt, ist diese Form des Ohrpiercings etwas schmerhafter und mit einer längeren Abheildauer versehen. Auch hier lässt sich die Dauer des Abheilens durch die Punch-Variante verkürzen. Aussagen, dass dieses Ohrpiercing gegen Kopfschmerzen, beziehungsweise Migräne helfen würde, sind wohl eher in den Bereich der Legenden zu verfrachten, vielleicht noch dem Placebo-Effekt zuzuschreiben.

 

Snug – Ohrpiercing

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 Auch das Snug ist ein Ohrpiercing durch den Ohrknorpel. Zu verorten ist dieses Ohrpiercing in der inneren Knorpelauswölbung parallel zur Ohrkante. Auch dieses Ohrpiercing ist abhängig von der Anatomie eines Menschen. Ist dieser Bereich nicht genug ausgeprägt, lässt sich dieses Ohrpiercing nicht stechen. Die Bedeutung dieses Ohrpiercings ist wohl unter rein modischen Aspekten zu sehen. Ein traditioneller oder ritueller Hintergrund ist für dieses Ohrpiercing nicht bekannt. Bezüglich der Heilung spricht man bei dieser Version des Ohrpiercings von drei bis acht Monaten. Das Punchen zur Verkürzung der Abheilzeit ist bei dieser Variante des Ohrpiercings eher unüblich.

 

Durchmesservergrößerung des Ohrpiercings

 Beim Thema Ohrpiercing darf natürlich auch ein Blick auf die geweiteten Ohrpiercings nicht fehlen. Meistens wendet man eine Durchmesservergrößerung oder auch Stretching beim gepiercten Ohrläppchen an. Aber auch andere Ohrpiercings können geweitet werden, wobei dies bei Ohrpiercings im Knorpelgewebe schwieriger ist. Dem Dehnen eines Ohrpiercings kann man getrost eine lange Tradition nachweisen. Bereits im alten Ägypten war diese Form des Schmucks verbreitet. In Asien, Afrika und Amerika ist diese Form des Ohrpiercings bei den indigenen Völkern nachgewiesen. Die Mittel, eine Dehnung hinzubekommen sind dabei unterschiedlich. Hilfsmittel sind hierbei Dehnungsstifte, Gewichte oder auch Bondage-Tape.

Das einfache Dehnen eines Stichkanals wird in der Regel schrittweise durchgeführt. Dabei bewegt man sich bei dieser Form des Ohrpiercings im schrittweisen Millimeterbereich. Der Abstand zum Einsatz größerer Formen in das Loch beträgt dabei mehrere Wochen. Das Dermal Punching ist eine andere Variante ein Ohrpiercing mit einem großen Loch zu erhalten. Ein Stichkanal wird dabei nicht vergrößert, sondern es wird ein großes Loch, in der Regel in der Ohrmuschel, gestanzt.