Ohrpiercings – immer noch im Trend

Es ist ja aus dem allgemeinen Bild nicht wegzudenken, das Ohrpiercing. Doch wer denkt, dass sich dieser Trend mittlerweile überlebt hätte, der irrt. In seinen vielseitigen Varianten ist das Ohrpiercing weiterhin ein Trend, quer durch alle Gesellschaftsschichten. Wahrscheinlich auch gerade durch seine Vielseitigkeit und sein Variantenreichtum ist dies so. Denn wenn man sich mal anschaut, was man alles so mit Piercings im Ohr alles anstellen kann, welche Stellen man im und am Ohr alles piercen kann, wird klar, dass man seiner Individualität hier sehr viel Ausdruck verleihen kann und sich damit in ganz verschiedenen Formen und Varianten abheben kann.

Wo kann ich ein Ohrpiercing stechen lassen?

Der Variantenreichtum des Ohrpiercings wurde ja schon angesprochen. Etwas abhängig sind die Möglichkeiten, wo man sich überall ein Piercing am Ohr stechen lassen kann davon, wie die körperlichen Voraussetzungen bei jedem einzelnen so sind. Denn auch beim Ohr gilt, dass die Menschen hier ganz unterschiedlich veranlagt sind. Doch im Prinzip gibt es für jeden Menschen viele Möglichkeiten sich ein Ohrpiercing zuzulegen. Das beginnt mit dem ganz klassischen Ohrloch am Ohrläppchen und zieht sich über die fast komplette Außenseite des Ohres einmal um das Ohr herum. Die verschiedenen Bezeichnungen der einzelnen Ohrpiercings werden wir nachher nochmal etwas näher betrachten. Aber nicht nur die äußeren Bahnen des Ohres können mit entsprechenden Piercings versehen werden, auch im Ohr gibt es verschiedene Möglichkeiten sich Ohrpiercings machen zu lassen. Je nachdem, welche Region im Ohr gepierct werden soll, gibt es auch Methoden zu beachten, wie dies zu erfolgen hat, denn man durchsticht da durchaus unterschiedliche Körperstrukturen. Aber auch hierzu später mehr. Wir können also erstmal festhalten, dass es viele Möglichkeiten gibt, sich ein Ohrpiercing stechen zu lassen.

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Welche unterschiedlichen Ohrpiercings gibt es?

Angesprochen hatten wir es ja schon, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt sich am Ohr piercen zu lassen. Das klassische Ohrloch ist dabei das bekanntes Ohrpiercing. Dieses Piercing ist heute als Lobe bekannt, was sich vom englischen Begriff für Ohrläppchen ableitet. Weiterhin finden wir dann noch das Helix Piercing an der Außenseite des Ohres. Dieses Ohrpiercing st auch relativ verbreitet und wird gerne als Ergänzung zum Lobe gestochen. Das Industrial Piercing ist auch eines der Ohrpiercings, welches man am äußeren Ohr trägt. Dieses verbindet im Prinzip zwei Helix-Piercings mittels eines Barbells. Wenn man bei den nächst genannten Ohrpiercings Ringe als Schmuck nutzt, kann man  das Snug und Conch-Piercing auch zu den äußeren Ohrpiercings rechnen. Beide Piercings werden allerdings weiter im Inneren des Ohres gestochen, das Snug in der inneren Knorpelauswölbung parallel zur Ohrkante und das Conch durch die Ohrmuschel. Setzt man hier jedoch Ringe als Schmuck ein, gehen diese auch über die äußere Kante des Ohres.

Innere Ohrpiercings

Begeben wir uns nun zu den Ohrpiercings, die weiter im Inneren des Ohres zu finden sind. Da beginnen wir zunächst mit dem Tragus, einem Piercing durch den Knorpelfortsatz am Eingang des Gehörkanals. Auch hier handelt es sich um ein sehr beliebtes Ohrpiercing. Weiterhin gibt es das Rook-Piercing. Hierbei handelt es sich um ein Ohrpiercing durch die Anti-Helix, also ein Piercing oberhalb des Tragus. Ferner sind bei den inneren Ohrpiercings noch das Daith zu nennen, ein Piercing durch die waagerechte Auswölbung in der Ohrmuschel, und das Anti-Tragus, ein Piercing durch den dem Tragus gegenüberliegenden Knorpelfortsatz. Diese Piercings sieht man etwas seltener, was aber ihrer Wirkung hinsichtlich eines tollen Ohrschmucks keinen Abbruch tut. Alle diese Ohrpiercings können einzeln sehr schön wirken, aber auch in diversen Kombinationen ein tolles Bild abgeben.

 

Wie lasse ich mir ein Ohrpiercing stechen?

Die Frage wird vielleicht allgemein so gestellt werden, ist aber im Grunde genommen nicht ganz richtig. Die Zeiten, in denen man sich ein Ohrpiercing mittels Nadel und hinter das Ohrläppchen gehaltener Kartoffel hat stechen lassen, sind vorbei. Auch wenn das Wort Piercing vom englischen to pierce kommt, was ja durchstechen heißt, gibt es heute verschiedene Methoden sich den beliebten Ohrschmuck vernünftig anbringen zu lassen. Drei Verfahren sind dabei zu nennen. Die Löcher für einige Piercings können mittels eines Ohrlochstechsystems gemacht werden, wobei spezielle Ohrstecker per Muskelkraft vornehmlich durch das Ohrläppchen gedrückt werden. Eine Methode, die der oder dem einen oder anderen noch von Juwelieren beim ersten Ohrloch bekannt sein dürfte. Für viele andere Ohrlöcher eignet sich dieses aber nicht und man verwendet hier das Piercen. Dabei werden durch einem peripheren Venenkatheter beziehungsweise mittels einer sterilen, medizinischen Hohlnadel ein Loch gestochen. Das ist vor allem hygienischer, weil immer nur einmal diese Nadel verwendet wird. Bei den Materialien handelt es sich zumeist um Titan oder chirurgischen Stahl. Wenn es dann aber in Bereiche des Ohres geht, bei denen Knorpel durchstochen werden muss, nutzt man den Dermal Punch. Dabei wird das Loch gestanzt. Letztlich haben alle Varianten etwas für sich und sind in ihren Bereichen anwendbar. Eine gute Beratung bei einem Ohrpiercing sollte jedoch immer ein ganz wichtiger Bestandteil sein.

 

Welches Ohrpiercing setzt derzeit den Trend?

Eine ganz klare Festlegung kann hierzu gar nicht gemacht werden. Was sich feststellen lässt, ist, dass einen klaren Trend zu mindestens einem zweiten Ohrpiercing gibt. Gerade aus weiblicher Sicht beginnt das Ohrpiercing ja mit dem klassischen Ohrloch, dem heute Lobe genannten Piercing. Das ist traditionell und für längere Zeit auch wohl das einzige Piercing. Aufbauend darauf zeigt sich aber der Trend zu mindestens einem Ohrpiercing mehr. Sehr beliebt ist als Ergänzung die Helix. Gerade am oberen Teil des Ohres bildet sie eine tolle Ergänzung und einen zusätzlichen Hingucker. Natürlich sind der Lust und Laune nach Ergänzungen kaum Grenzen gesetzt, höchstens anatomische. Ein weiterer Trend ist dann in der Dehnung des klassischen Ohrlochs zu sehen. Dieses Ohrpiercing sieht man immer häufiger. Hier kommen auch vor allem die männlichen Träger eines Ohrpiercings mit zum Vorschein.

 

Was gibt es zu beachten?

Viele Dinge sollte man beachten, wenn man sich für ein Piercing entscheidet. Wichtig ist, dass man sich einen guten Piercer aussucht. Persönlich gemachte Erfahrungen aus dem Freundeskreis können dabei natürlich sehr hilfreich sein. Denn viel hängt von einer guten Beratung ab. Wichtig ist vor allem die Hygiene beim piercen selbst. Aber auch die Nachsorge ist ein ganz wichtiger Punkt. Wenn man hier sehr genau aufpasst, hat man eine Menge Spaß an seinem Ohrpiercing und wenig Schmerzen. Aber auch hier kommt es natürlich auf den eigenen Typ an. Bei manchem verheilt solch ein Ohrpiercing einfach schneller als bei anderen. Wie gesagt, Information vorab und eine gute Nachsorge helfen, damit man schnell und lange Freude an seinem Ohrpiercing hat.

 

Zeichnen sich neue Trends bei Ohrpiercings ab?

Mit den bereits beschriebenen Piercingmöglichkeiten am Ohr sind derzeit wohl so ziemlich alles gängigen Ohrpiercings beschrieben. Mehr Stellen, an denen man sich noch ein Ohrpiercing machen lassen kann, sind wohl kaum möglich. Aber, man soll niemals nie sagen. Irgendwie findet vielleicht doch noch jemand eine weitere Form, wie man andere und mehr Ohrpiercings anbringen kann. Trendy ist auf jeden Fall, wie auch schon angeklungen, die Kombination verschiedener Ohrpiercings. Da kann man nicht falsch liegen und wie es irgendwo anders mal hieß, mehr ist immer besser. Man kann hier einfach seinen Vorlieben freien Lauf lassen. Ob  der Trend auch noch zu weiteren, größeren Lobes geht? Man wird sehen. Beziehungsweise sind dieses größeren Lobes immer häufiger zu sehen. Aber dies ist natürlich auch eine Typfrage und es muss zum Alltag eines jeden selbst passen. Sind wir doch mal ehrlich, nicht in jedem Beruf kann man mit einem extrem geweiteten Ohrläppchen auftauchen. Für gewisse Sachen sind einfach gesellschaftliche Grenzen gesetzt. Aber man wird sehen, wie sich auch dies weiterentwickelt. So einige Piercings wären vor zwanzig Jahren noch nicht mal ansatzweise denkbar gewesen, gerade in beruflicher Hinsicht, und heute trägt man sie ganz selbstverständlich. Es hat sicherlich viel damit zu tun, wie präsent so manche Ohrpiercings oder Piercings allgemein in der Öffentlichkeit sein werden. Je mehr wir sie sehen, desto weniger stört man sich an ihnen. Mit Piercings zu provozieren, wie einst vielleicht Punker, ist heute gar nicht mehr so einfach.

Das Barbell – ein besonderes Piercing

Wenn man sich Piercings so anschaut und darüber spricht, gibt es ein Piercing, das in seiner Vielseitigkeit besonderer gut einzusetzen ist. Wir sprechen hier über ein Barbell. Aufgrund seiner Form und Beschaffenheit eignet sich dieses Piercings ganz besonders gut für viele Piercings an allen möglichen Körperpartien. Vom Ohr über viele Stellen im Gesicht, über die Brust bis in den Intimbereich. Das Barbell ist vielseitig einsetzbar und verdient es, dass man mal einen besonderen Blick auf seine Herkunft, seine Einsatzmöglichkeiten, eben alles was mit diesem besonderen Piercing zusammenhängt, wirft. Im folgenden Artikel wollen wir dies mal tun.

Barbell – was bedeutet es eigentlich?

Das Barbell verdankt seinen Namen seinem Aussehen und der damit verbundenen englischen Bezeichnung für selbiges. Das Barbell, mit seinem Steg in der Mitte und den beiden Kugeln an den jeweiligen Enden, sieht nämlich aus wie eine Hantel. Der Name für eine Hantel lautet dann im Englischen auch schlicht und einfach Barbell. Somit wäre dem Namen dieses Piercings schonmal kurz und knapp auf den Grund gegangen und die Herkunft der Bezeichnung geklärt. Das Barbell ist so aufgebaut, dass an den beiden Enden des Mittelstegs Gewinde angebracht sind, auf die die Kugeln oder andere Aufsätze geschraubt werden können. Die Erfindung dieses Piercings geht auf eine deutsch-amerikanische Co-Produktion in den 1970er Jahren zurück. So heißt es, dass der amerikanische Piercer Jim Ward in Texas auf den deutschen Horst Heinrich Streckenbach traf. Streckenbach hatte auf Basis seiner Mechanikerausbildung einen Metallstift mit aufschraubbaren Kugeln kreiert, den er in seinem Laden in Frankfurt vertrieb. Ward, der bereits seit Jahren mit Piercings experimentierte, erkannte das Potenzial und das Barbell war geboren. So, oder so ungefähr, soll es sich rund um das Barbell als Piercing abgespielt haben, wobei das hier jetzt keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Auf jeden Fall war das Barbell als Piercing irgendwann da und ist heute in seinen verschiedenen Ausformungen und Anwendungsgebieten eines der am meisten verwendeten Piercings.

 

Wo wird das Barbell eingesetzt?

Widmen wir uns nun der Frage, wo das Barbell als Piercing so alles eingesetzt wird. Angeklungen sind die groben Bereiche ja bereits, nämlich Ohr, Gesicht, Brust und Intimbereich. Schauen wir dann mal auf das Ohr. Hier ist das Barbell auch unter einem eigenen Namen bekannt, nämlich als Industrial Piercing. Hierbei wird das Barbell durch zwei als Helix gestochene Piercings geführt und verbindet diese. Aber natürlich kann man ein Barbell auch am Ohr ganz einfach durch ein gestochenes Loch führen, zum Beispiel im Ohrläppchen. Im Gesicht findet man das Barbell häufig auch als Augenbrauenpiercing. Doch auch hier sind die wildesten Varianten möglich. Einer der am häufigsten genutzten Bereiche für das Barbell ist jedoch das Zungenpiercing. Das Piercing kennt wahrscheinlich so ziemlich jeder. Durch ein Loch in der Zunge wird der Steg geführt und an beiden Enden mit Kugeln versehen. Eine Form des Barbell-Piercings, die wohl am verbreitesten ist. Wenn wir dann etwas tiefer gehen am Körper, kommen wir mit den Brustwarzen zu einem weiteren Einsatzgebiet des Barbells. Dieses bei Frauen und Männern beliebte Piercing ist ohne das Barbell wohl kaum denkbar. Noch etwas tiefer, am Bauchnabel, kommen wir zu einer Stelle, an der das Barbell auch zum Einsatz kommt. Hier jedoch häufig als Version des Curved Barbells, worauf wir später nochmals zu sprechen kommen. In seiner Funktion als Barbell oder Curved Barbell kommt unser Piercing auch im Intimbereich zum Einsatz. Auch hier schwören Männer wie Frauen auf dieses Piercing in diesem Einsatzbereich. Wir sehen also schon anhand dieses kurzen Abrisses, dass es sich beim Barbell um ein sehr vielseitiges Piercing handelt.

Der Aufbau des Barbells

Den Aufbau im Stile einer Hantel haben wir ja oben bereits einmal besprochen. Auch, dass das Barbell aus einem Steg mit zwei Gewinden am Ende besteht, an denen Kugeln befestigt werden können, wurde bereits erwähnt. Einige weitere Aspekte sollen aber im Zusammenhang mit dem Barbell nochmals erwähnt werden. Meist besteht unser Barbell aus Titan oder Stahl, vornehmlich chirurgischer Stahl, wobei es auch schon Barbells aus PTFE gibt. Dieser zuletzt genannten Sonderform wollen wir aber später nochmal etwas gesondert nachgehen. Der Stab des Barbells kann in verschiedenen Stärken verwendet werden. Die Stärken variieren in einer Skala von bei 1,0; 1,2; 1,6; 2,0; 2,4; 3,2; 4; 5; 6; 8 bis 10 Millimetern. Die aufschraubbaren Kugeln müssen natürlich dem Durchmesser des Stabes (Steges) angepasst sein, zumindest was die Fassung betrifft. An dieser Stelle sei dann aber auch erwähnt, dass die Abschlüsse des Barbells nicht zwangsläufig Kugeln sein müssen. Entscheidend ist letztlich nur, dass ein entsprechendes Gewinde angebracht werden kann. Wenn dies möglich ist, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, was die Enden des Barbells betrifft. Von Kugeln, Halbkugeln, Kegeln, Platten oder Schmucksteinen ist alles erlaubt, was gefällt und das Material hergibt.

 

Das Barbell in seinen Sonderformen

Auch, wenn sich das Barbell von dem Aussehen einer Hantel ableitet, was ja im Grunde nur einen geraden Steg zulässt, haben sich davon etwas abgewandelte Barbells entwickelt. Diese sind zum Teil den anatomischen Gegebenheiten geschuldet. Bereits angesprochen wurde in diesem Zusammenhang ja bereits das Curved Barbell. Dieses hat, wie sich vielleicht aus dem Namen schon ableiten lässt, einen gebogenen Stab. Die Krümmung kann dabei variieren. Oft wird diese Form des Barbells bei Bauchnabelpiercings eingesetzt. Wie gesagt, anatomische Voraussetzungen spielen hier eine Rolle. Bei diesen Bauchnabelpiercings finden sich dann an den Enden des Curved Barbells auch oft unterschiedliche Enden. So ist hier häufiger das eine Ende größer oder verzierter als das andere und fungiert als Eyecatcher.

Der Circular Barbell als nächste Sonderform ähnelt einem Hufeisen. Wie dieses Beschreibung schon vermuten lässt, ist bei dieser Form des Barbells der Stab sehr stark gebogen, quasi in Form eines U’s oder eben eine Hufeisens. Die Endstücke sind hier dann natürlich auch abhängig von der Öffnung, die das U noch zulässt. Die Einsatzgebiete dieser Form variieren stark, eben je nach Lust und Laune, beziehungsweise je nachdem wo es hinpasst.

Eine letzte Sonderform, die den Namen Barbell gar nicht mehr in sich trägt, aber sich trotzdem vom Barbell ableiten lässt, ist ein Surface Bar. Bei dieser Variante werden die Enden des Stabes in einem 45 oder 90 Grad Winkel abgeklappt und dann die Endstücke montiert. Einsatzgebiete sind hier vor allem Oberflächenpiercings. Man spricht bei diesen Piercings auch von „Heftklammer“-Piercings, wieder angelehnt an das Aussehen.

 

Barbells aus PTFE

Wie oben bereits angekündigt soll nochmals kurz ein Blick auf die Barbells aus PTFE als Sonderform in puncto Material geworfen werden. PTFE, was auch als Teflon bekannt ist, wird bei Barbells verwendet, wenn diese beweglich sein sollen. Bestes Beispiel hierfür ist ein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft. Der Bauch und damit der Bauchnabel dehnen sich und ein Bauchnabelpiercing aus PTFE kann dann quasi mitwachsen. Vorteilhaft an Teflon ist, dass es sich mit Dampf sterilisieren lässt und somit ein hygienisches Material darstellt. Die Beweglichkeit wurde als Vorteil auch bereits genannt. Da das Material ja weich ist, besitzen hier die aufschraubbaren Verschlüsse ein Gewinde, dass sich dabei in das Material des Stabes einschneidet und dann auch festsitzt. Das Gute an Barbells aus PTFE ist die individuelle Anpassbarkeit und, dass sie sich an verschiedene körperlich Gegebenheiten anpassen können. Eine Alternative ist es damit auf jeden Fall.

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Das Barbell – ein variantenreiches Piercing

Wenn man nun nochmals zurückschaut, kann man das Barbell wohl als eines des vielseitigsten Piercings bezeichnen. Sein Aufbau bietet eine Einsetzbarkeit, die ihres Gleichen sucht. Wenn man sich also ein Piercing irgendwo am Körper machen lassen möchte, könnte das Barbell demnach die richtige Wahl sein. Von Kopf bis Intimbereich sind seine Einsatzbereiche gegeben und es ist eigentlich immer ein echter Eyecatcher. Allein in seiner Grundausführung ist es dies, aber vor allem durch die diversen Gestaltungsmöglichkeiten wird es zu einem. Also, lasst euch beraten und zieht für das nächste Piercing mal ein Barbell in Erwägung. Und wenn ihr schon ein Barbell als Piercing habt, wird es vielleicht Zeit für ein weiteres an einer anderen Stelle. Die Möglichkeiten es einzusetzen sind ja mannigfaltig und es findet sich noch bestimmt eine schöne Stelle für ein neues Barbell.

Piercings im Sommer – was ist zu beachten?

Wenn der Sommer naht, stellen sich dem einen oder anderen ja mitunter Fragen zu seinen bereits vorhandenen Piercings oder zu denen, die da noch kommen sollen. So fragt man sich vielleicht, ob Hitze, so sie denn bei uns zu erwarten ist, oder Sommer, Sonne, Strand und Schweiß irgendwie negative Auswirkungen auf die eigenen Piercings haben könnten. Vielleicht möchte man sich auch neue Piercings stechen lassen und weiß nicht so genau, ob diese Faktoren Auswirkungen auf die Ausheilung haben könnten. Da der Sommer nun bevorsteht, wollen wir uns mit diesen Fragen einmal etwas beschäftigen und wollen versuchen Klärung herbeizuführen.

 

Das bereits vorhandene Piercing

Betrachten wir erstmal das Szenario rund um ein bereits vorhandenes Piercing. Die Stellen für ein Piercing sind ja von Kopf bis Fuß so zahlreich gesät, dass nicht auf jede einzelne eingegangen werden soll. Und auch nicht jede Stelle, an der ein Piercing getragen wird, ist der Sonne direkt ausgesetzt, außer natürlich man hält es mit FKK. Ansonsten kann man wohl festhalten, dass man mit Piercings, die man schon längere Zeit hat und deren Stichkanal vollkommen ausgeheilt ist, keine Probleme im Sommer haben sollte. Das Problem, dass sich Piercings in der Sonne stark aufheizen und man sich daran verbrennen kann, ist eher ins Reich der Mythen abzuschieben, Dies aus folgendem Grund: Piercings liegen zumeist sehr eng am Körper an und leiten allein schon aus diesem Grund die Hitze, die zum Beispiel Metall in der Sonne aufnehmen kann, direkt ab über die Haut. Da besteht also keine Gefahr. Etwas anders sieht es mit Piercings aus, die weit vom Körper weg getragen werden, also nur einen kleinen Berührungspunkt mit der Haut haben. Hier kommen zum Beispiel große Kreolen in Betracht. Wenn diese Piercings aus Metall sind und lange in der Sonne aufheizen können, kann es natürlich passieren, dass diese, wenn sie dann plötzlich mit der Haut in Berührung kommen, einen kleinen Hitzestich oder eine minimale Verbrennung auf der Haut verursachen können. Wobei es sich bei diesem Szenario auch um ein Extrembeispiel handelt. Aber richtig ist trotzdem, dass sich metallene Piercings, die nur mit einem ganz kleinen Teil mit der Haut in Berührung sind, schon stark erhitzen können. Deshalb im Sommer vielleicht auf kleinere Piercings zurückgreifen oder eine größere Auflagefläche an der Haut schaffen, so dass Wärem abgeleitet werden kann.

Besondere Pflege für vorhandene Piercings im Sommer?

Im Sommer ist die Wahrscheinlichkeit natürlich höher, dass man seinen Körper und damit auch die Piercings anderen unsauberen Quellen aussetzt als im Winter. So dürfte man häufiger nackte Körperpartien und damit auch seine Piercings Sand und/oder Wasser, wobei jetzt nicht das Wasser aus dem Hahn gemeint ist, aussetzen. Beides birgt natürlich immer etwas das Risiko, dass Dreck oder Keime so an den Körper kommen. Wenn man hier jedoch die normale Körperhygiene berücksichtigt und vielleicht ein kleines Augenmerk mehr auf sein Piercing legt, dann gibt es auch in dieser Hinsicht überhaupt keine Bedenken im Zusammenhang mit Piercings, Sommer und den dazugehörigen Unternehmungen. Ein klein Wenig anders sieht es in diesem Zusammenhang dann doch mit einem frisch gestochenen Piercing aus. Darauf werden wir aber später noch genauer eingehen.

 

Neues Piercing und Sommer

Wenn wir betrachten, dass es mit älteren Piercings eigentlich vollkommen unbedenklich ist, den Sommer und seine Mitbringsel zu genießen, dann verdient natürlich die Frage Beachtung, wie es sich mit neu gestochenen Piercings verhält? Ist die Sonne ein Problem für ein frisch gestochenes Piercing? Mal davon abgesehen, dass ein Piercing, wenn es frisch gestochen wurde einer besonderen Pflege bedarf, also sowieso schon etwas anders behandelt wird, ist die reine Sonne wohl gar nicht mal so das Problem. Es ist vielmehr das, was sie Sonne so mit sich bringt, nämlich Hitze und Schweiß. Das Problem mit dem Schweiß ist, dass er das Wachstum von Bakterien fördert und Bakterien sind ja, was bekannt sein sollte, nicht gerade die Freunde der Wundheilung. Es kann also sein, wenn man sein frisch gestochenes Piercing zu sehr in die Sonne hält und dabei ins Schwitzen kommt, dass dies dem Heilungsprozess nicht gerade zuträglich ist. Aber auch hier gibt es natürlich kein generelles ja oder nein. Vieles hängt wie immer von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Dies sind die Person selbst, die sich piercen lässt, der Piercer mit seinen Geräten und natürlich auch die Stelle und Art des Piercings. Kleinere Stichkanäle bieten weniger Angriffsfläche, größere bieten mehr. Welches Gewebe wird durchstochen und so weiter, und so fort. Dennoch bleibt eines sicherlich festzuhalten, ein frisch gestochenes Piercing bedarf der Pflege und der Sauberkeit. Inwieweit das bei starkem Schwitzen gegeben ist, bleibt auch immer einem selbst überlassen.

Neues Piercing und das Wasser…

Ist die eine Frage zum frischen Piercing im Sommer bezüglich Hitze beantwortet, bleibt natürlich noch die Frage wie es sich mit dem abkühlenden Element Wasser verhält. Denn, wenn es mit der Hitze und dem Schweiß eventuell Probleme geben könnte, sollte doch das Wasser etwas Gutes sein. Aber auch hier ist etwas Vorsicht geboten, denn Wasser, das im Sommer unsere Körper benetzt, hat in seinen ganz unterschiedlichen Ausformungen auch eventuell das eine oder andere Risiko dabei. Bakterien finden sich überall im Wasser, in einem See oder Meer natürlich noch mehr als im gechlorten Schwimmbad, aber auch hier besteht natürlich ein Risiko bei frischen Wunden. Vor allem ein längerer Aufenthalt im Wasser ist natürlich nicht sonderlich förderlich für frische Wunden und deren Heilungsprozess. Das gilt ganz unabhängig von Piercings. Doch auch hier gilt natürlich, dass viele Faktoren eine Rolle spielen. Die körperliche Verfassung ist wichtig, wie der Körper generell bei der Wundheilung reagiert und natürlich das Piercing und das Stechen selbst.

 

Materialien für das Sommerpiercing

Ein Blick lohnt sich natürlich auch nochmal auf die Materialien zu werfen, die man für ein Piercing so nutzen kann und ob es da etwas gibt, was im Sommer besser nicht genutzt werden sollte. Ganz prinzipiell sollte man besonders vorsichtig sein, wenn Piercings billig erscheinen. Die Art und Weise, gerade bei Metallen oder Legierungen, ist schon ein Faktor, der ausschlaggebend sein kann. Abgesehen von den ganz persönlichen Allergien, die man auf jeden Fall abklären lassen sollte, bevor man sich ein Piercing stechen lässt. Hochwertige Materialien bergen wesentlich weniger Risiken, wenn es denn ein metallenes Piercing sein soll. Ein Piercing aus PTFE ist ja durchaus auch eine tolle Variante und ein sehr verträgliches Material, was wenig Risiken mit sich bringt. Und wenn man sich nicht sicher ist, berät einen ein guter Piercer diesbezüglich auch und Ärzte geben dazu auch Auskunft. Und letztlich ist es wie mit vielen anderen Produkten, was nix kostet ist auch nix wert! Gerade wenn man sich etwas sehr nah an den Körper steckt, sollte einem das auch immer etwas wert sein. Und von einem guten Piercing hat man nun auch einfach mal länger etwas.

 

Piercing im Sommer – wie war das noch?

Wie bei so vielen Sachen ist es auch mit einem Piercing im Sommer, pauschal lässt sich das weder mit gut noch mit schlecht bewerten. Es gibt auf der einen Seite sicherlich Jahreszeiten, die was die Wundheilung betrifft, besser geeignet sind. Aber wirklich schlecht ist es nun auch nicht, wenn man sich im Sommer ein Piercing machen lässt und dieses gut pflegt. Im Sommer ist vielleicht sogar das eine oder andere Kleidungsstück nicht da, was im Winter das Piercing stört. Man sollte aber auf jeden Fall das eine oder andere abklären, bevor man sich bei größter Hitze ein Piercing stechen lässt und ein zwei Wochen dauernder Strandurlaub ansteht. Es gibt sicherlich bessere Umstände für ein neues Piercing aber genauso gibt es schlechtere. Eine umfangreiche Beratung sollte man sich sowieso zu Gemüte führen und die Pflege eines neuen Piercings sollte auch nicht außer Acht gelassen werden. Wenn man dies alles so beachtet, sollte man auch an einem frischen Piercing im Sommer seine Freude haben können. Letztlich ist das ja auch die Zeit, in der man seine Piercings schön präsentieren kann. Wenn nicht jetzt, wann dann!

Das Bananenpiercing oder der Curved Barbell

Piercings gibt es in den verschiedensten Varianten. Je nach Geschmack und Einsatzort kommen spezielle Formen eines Piercings zum Einsatz. Eine Sonderform des Piercings ist das Bananenpiercing, welches auch unter dem Namen Curved Barbell bekannt ist. Auf das Bananenpiercing als Sonderform des Piercings soll hier einmal ein besonderes Augenmerk gewidmet werden. Ohne schon zu viel vorweg nehmen zu wollen, kann vorab konstatiert werden, dass das Bananenpiercing seinen Namen der Form verdankt. Dazu aber später mehr.

Vom Barbell zum Bananenpiercing

Dem Bananenpiercing kann man sich eigentlich nur über eine andere Form des Piercings nähern, nämlich dem Barbell. Ein Barbell ist an sich schon eine eigene Form des Piercings, von der das Bananenpiercing nochmal eine ganz eigene ist. Barbell leitet sich vom englischen Wort für Hantel ab. Wenn man sich mal ein Barbell-Piercing anschaut, so ist der Vergleich zu einer handelsüblichen Hantel auch gar nicht weit hergeholt. Wenn wir dann schonmal einen Ausblick auf unser Bananenpiercing werfen, welches ja nun auch schon als Curved Barbell bezeichnet wurde, hat man also mit einem Bananenpiercing schlicht eine gebogene Hantel.

Zurück aber nochmal zu einem gewöhnlichen Barbell-Piercing. Dies findet sich am häufigsten als Zungenpiercing. Allein schon der Aufbau eines Barbell eignet sich dafür perfekt. So reden wir hier über einen, in der Regel, geraden Stift, Ausnahmen sind zum Beispiel Bananenpiercings, der zwei Gewindeenden hat, welche man mit Schraubkugeln verschließt. Das Prinzip ist auch beim Bananenpiercing gleich. Die Materialien aus denen der Stift hergestellt ist, sind meistens Titan oder Stahl. Dies gilt zumindest für das normale Barbell. Gerade bei einem Bananenpiercing handelt es sich meist um andere Materialien, worauf aber später noch eingegangen werden soll. Übliche Stärken des Stabes bei einem Barbell schwanken zwischen 1,0 und 10 Millimeter. Die Größe der Kugeln, die man an beiden Enden befestigt, passt sich in der Regel dem Durchmesser des Stabes an. Da sind aber Varianten durchaus möglich. Die Enden eines Barbells, oder auch eines Bananenpiercings, müssen aber nicht zwangsläufig mit Kugeln versehen werden. Möglichkeiten die Enden individuell zu gestalten gibt es viele. Wir reden dabei über Zylinder, Platten, Halbkugeln, Kegel und vieles mehr.

 

Barbells mit Außen- oder Innengewinde

Ein Blick, hinsichtlich des Aufbaus eines Barbells, sollte noch auf die Gewinde geworfen werden. Es gibt dabei zwei verschiedene Möglichkeiten, auch beim Bananenpiercing. Abhängig ist das Gewinde am Stab maßgeblich von der Stärke des Stabes. Haben die Stäbe eines Barbells das Gewinde außen, so wird eine Kugel oder andere Verschlussform aufgeschraubt. Diese Form des Gewindes wird bei Stäben mit geringem Durchmesser verwendet. Die Gefahr eines solchen Stabes mit Außengewinde ist, dass beim Herausnehmen und Durchstecken das Gewebe verletzt werden kann, da natürlich ein Gewinde geriffelt ist. Deshalb verwendet man bei einem Barbell und/oder Bananenpiercing eher ein Innengewinde. Dabei hat die Verschlussform einen kleinen Stift und wird in den Stab hineingeschraubt. Der Stab ist daher glatt und kann die oben genannten Verletzungen so nicht herbeiführen. Wie bereits erwähnt, hängt die Lage des Gewindes natürlich von der Stärke des Stabes eines Barbells oder Bananenpiercings ab.

 

Das Bananenpiercing als Sonderform

Kommen wir dann nun zum Bananenpiercing als Sonderform des Barbells. Wie oben erwähnt, ist das Bananenpiercing auch als Curved Barbell bekannt. Wenn wir den Aufbau eines Barbells wieder in Erinnerung rufen, dürfte man schon vermuten, warum dieses Barbell Bananenpiercing heißt. Es verdankt seinen Namen natürlich dem gebogenen Stab. Dies ist auch der wesentliche Unterschied von einem Bananenpiercing zu einem normalen Barbell. Hauptsächlich wird das Bananenpiercing als Bauchnabelpiercing eingesetzt. Wenn man sich ein klassisches Bauchnabelpiercing vor Augen führt, kann man sicherlich auch sofort nachvollziehen, warum das Bananenpiercing dort sein Haupteinsatzgebiet hat. Auch, wenn die Auswahl an Bauchnabelpiercings sehr groß ist, wie bei vielen anderen Piercingvarianten, bietet das Bananenpiercing natürlich einige schöne Besonderheiten und kann seine Beliebtheit an dieser Stelle sicherlich leicht begründen. Allein durch seine geschwungene Form kommt das Bananenpiercing am Bauchnabel sehr gut zur Geltung, beziehungsweise ist für den Einsatz an dieser Stelle quasi prädestiniert. Schauen wir nämlich nochmal zurück auf die Beschaffenheit eines Barbells und somit auch die des Bananenpiercings, haben wir ja an beiden Enden die Möglichkeit etwas Schmückendes anzubringen. So bietet es sich bei einem Bananenpiercing am Bauchnabel natürlich an, zwei unterschiedlich große Enden zu verwenden. So kann eines der beiden Enden zum Beispiel schön mit einem Kristall oder anderem schmückenden Stück versehen werden. Von einem Eyecatcher kann da wohl gesprochen werden.

 

PTFE als Material für das Bananenpiercing

Kommen wir nun zu einem weiteren, oben bereits angesprochenen Aspekt beim Bananenpiercing, nämlich dem Material. Stahl und Titan sind natürlich auch bei einem Bananenpiercing gängige Materialien. Allerdings, gerade wenn wir das Bananenpiercing als Bauchnabelpiercing betrachten, verdient ein anderes Material besondere Betrachtung. Es geht hierbei um das Material PTFE. Piercingschmuck aus PTFE, besser bekannt auch als Teflon, findet zunehmend Anwendung, gerade aufgrund seiner Verträglichkeit. Sprechen wir von Bananenpiercings aus PTFE, so kommen die Eigenschaften des Materials zum tragen. PTFE zeichnet sich durch mehrere Besonderheiten aus. Das Material ist nämlich weich und beweglich. Zudem ist PTFE auch allergieneutral. Ein klarer Vorteil gegenüber Bananenpiercings aus Titan oder Stahl. PTFE ist sehr reaktionsträge. Säuren und andere aggressive Stoffe können dem Material nichts anhaben. Auch hat PTFE einen sehr geringen Reibungskoeffizienten. Es existieren nahezu keine Materielien, die an diesem Stoff, also PTFE haften bleiben. Weiterhin ist ein Bananenpiercing aus PTFE auch super für den Ersteinsatz geeignet, da es sich, wie man von Teflon vielleicht weiß, gut erhitzen lässt und damit sterilisieren. So kann man ein solches Bananenpiercing in einem Autoklaven bei 130 Grad dampfsterilisieren. Durch die Flexibilität eines solchen Bananenpiercings als Bauchnabelpiercing ist auch der Einsatz in einer Schwangerschaft möglich. 20 Millimeter lange Stecker aus PTFE werden da empfohlen.

 

Bananenpiercing als Bauchnabelpiercing

Werfen wir im weiteren Verlauf nochmal einen genaueren Blick auf das Bananenpiercing als Bauchnabelpiercing. Das Bauchnabelpiercing ist ja aufgrund anatomischer Besonderheiten nicht bei jedem möglich. Diejenigen, die sich für ein Bauchnabelpiercing entscheiden, entscheiden sich oft auch für das Bananenpiercing. Aber auch viele andere Formen des Bauchnabelpiercings sind möglich und gern genommen. Meistens wird ein Bauchnabelpiercing vertikal an der oberen Falte des Bauchnabels gestochen. Da kann man dann auch wunderbar ein Bananenpiercing anbringen. Auch an der unteren Falte des Bauchnabels kann man sich ein Bauchnabelpiercing stechen lassen. Die Seiten des Bauchnabels können auch gestochen werden. Ein Bananenpiercing eignet sich gerade bei den ersten beiden Varianten. Beim Stechen der Seiten werden gerne zwei gegenüberliegende Piercings verwendet. Das Bauchnabelpiercing ist ein Piercing, das im Verhältnis zu anderen Piercings recht umständlich heilt. Gründe dafür sind Reizungen, denen das Piercing durch Kleidung, Laufen oder Bücken ausgesetzt ist. Intensive Pflege des Piercings sind daher Grundvoraussetzung für einen guten Abheilprozess. Auch das Material kann dabei helfen. So kann der Prozess durch beispielsweise ein Erstpiercing als Bananenpiercing aus PTFE verkürzt werden. Durch die Flexibilität des Materials kann es zu weniger Störungen kommen, als beim Einsatz von Stahl oder Titan. Das liegt aber letztlich bei jedem Einzelnen und den körperlichen Beschaffenheiten. Letztlich ist es ja ganz individuell, wie man es handhabt, ob nun Bananenpiercing oder eine andere Form, ob nun PTFE oder Titan.

 

Bananenpiercing ist ein Hingucker

Wo man nun letztlich ein Bananenpiercing oder Curved Barbell einsetzt ist ja sowieso jedem selbst überlassen. Auch, wenn der klassische Einsatzbereich am Bauchnabel zu verorten ist, kann man andere Bereiche genauso mit diesem wunderschönen Hingucker verzieren. Der Aufbau eines Bananenpiercings macht es ja durchaus möglich, dass man es auch im Ohr trägt. Schmücken kann man das Bananenpiercing ja durch die ganz verschiedenen Aufsätze wunderbar individuell. Der erotische Hingucker kann es natürlich am Bauchnabel sein, aber auch an intimeren Stellen. Selbstverständlich kann man ein Bananenpiercing auch wunderbar durch die Lippen tragen. Auf jeden Fall sind die Möglichkeiten ein Bananenpiercing einzusetzen sehr mannigfaltig. Es bietet schöne Möglichkeiten es aufzupeppen, allein schon durch die Materialien, die man einsetzen kann. So kann ein Bananenpiercing aus PTFE ja schon sehr bunt gestaltet sein. Hinzu kommen dann noch die Enden, die sehr kreativ gestaltet werden können. Hier können echte Eyecatcher dem Bananenpiercing hinzugefügt werden.

 

Piercings – Kultur und Mode

Piercings sind aus dem öffentlichen Leben heutzutage kaum mehr wegzudenken. Als Schmuck haben sich Piercings bei uns längst etabliert. Auch, wenn die gesellschaftliche Akzeptanz die Piercings als individuelle Ausformung des Selbst noch nicht zu hundert Prozent Einzug gehalten hat, ist diese Schmuckform auf dem Vormarsch. Piercings jedoch als simple modische Erfindung unserer Zeit zu sehen, ist zu kurz gedacht. Diesem heute teilweise als modischem Accessoire abgestempelten Schmuckstück liegt zum Teil eine lange Geschichte zugrunde. Der Bedeutung des Piercings, seinen Ausformungen, der historischen und kulturellen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft soll sich im folgenden gewidmet werden.

 

Piercings – Herkunft und Geschichte

 Das Wort Piercing leitet sich aus dem englischen Wort für durchstechen, also to pierce, ab. Generell geht es beim Piercing erst einmal darum, dass man bestimmte Stellen am Körper durchsticht und mit Schmuck in verschiedenen Ausformungen versieht. Ringe und Stäbe sind beim Piercing die gängigen Verschönerungen. Im Grunde lässt sich Piercing auch mit einer Körpermodifikation beschreiben. Der Begriff Piercing für diese Art der Körpermodifikation etablierte sich erst so richtig ab den 1990er Jahren. Ohne den Begriff Piercing kennt man diese Formen des Körperschmucks jedoch schon sehr lange in der Menschheitsgeschichte, hunderte, wenn nicht gar tausende Jahre lang. 

 

Piercings in der Vergangenheit

 

https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/
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Das Durchstehen der Lippen und Ohren lässt sich wohl als die älteste überlieferte Form des Piercings bezeichnen. Frühe Belege dieser Form des Körperschmucks lassen sich mittels Zeichnungen und Schmucks auf über 7000 Jahre zurückdatieren. Die Bedeutung dieser Piercings hat ganz verschiedene Hintergründe. Schon damals kann man den Piercings rein schmückende Aspekte zuschreiben. Weiterhin dienten sie bei spirituellen Ritualen aber auch bei der symbolischen Zurschaustellung eines bestimmten Reife- oder Entwicklungsgrades. Der Gesichtspunkt der Abgrenzung zu anderen Stämmen der Piercings ist ja auch heute nicht ganz von der Hand zu weisen. Eine gewisse Individualität und Abgrenzung zu anderen Menschen möchte der eine oder andere mit seinem Piercing ja auch zum Ausdruck bringen. Verbreitet waren oder sind die traditionellen Piercings bei Ureinwohnern Amerikas, Asiens und Afrikas. Neben Piercings der Lippen, Ohren und Nasen, sind auch bei diesen traditionellen Piercings auch schon die Genitalien betroffen. Der Schmuck, den diese Völker für ihre Piercings verwendeten, bestand aus ganz verschiedenen Materialien. Quarz, Holz, Perlmutt, einfache Metalle, Ton, Knochen oder Horn wurden für diese frühen Piercings genutzt. Unter heutigen medizinischen und sterilen Aspekten sind viele dieser Materialien kaum mehr denkbar. Mit die bekanntesten traditionellen Piercings dürften wohl die Tellerlippen und geweiteten Ohrlöcher der Mursi in Äthiopien sein. Aber auch das ritualisierte Durchstechen verschiedener Körperregionen bei Festen der Hindus in Indien ist vielen Menschen ein Begriff, beziehungsweise gibt ein Bild des traditionellen Piercings.

 

Das moderne Piercing

 

Wenn man über Piercings in unserer modernen, westlichen Welt spricht, darf man dies nicht einfach nur so als neuzeitliche Modeerscheinung abtun. Nimmt man zum Beispiel das Ohrloch bei Frauen, sprechen wir hier über eine bereits sehr lange bestehende Akzeptanz und Nutzung des Piercings als Schmuck. Bis Anfang der 1970er Jahre war dieses Piercing in unseren Breitengraden eigentlich ausschließlich bei Frauen akzeptiert. Lediglich den Zimmerleuten, die sich traditionell auf der Walz ein Ohr mit einem Nagel durchstießen, gewährte man die gesellschaftliche Akzeptanz eines Ohrlochs. In der Schwulenszene fand das Piercing im Ohr dann in den 1970er Jahren eine erste männliche Verbreitung. Aber erst mit den 1980er Jahren begann der Siegeszug des Piercings von Kalifornien aus quer durch die Geschlechter und Körperregionen, wobei man bis Anfang der 90er Jahre noch eher von einem Nischenprodukt sprechen kann. Mit der starken gesellschaftlichen Verbreitung des Punk und später des Techno, deren Subkulturen dem Piercing sehr zugetan waren, fand dann auch das Piercing eine entsprechende Aufmerksamkeit und wurde mit dem Tattoo zu einem sich stark verbreitenden Körperschmuck. In einer Studie aus dem Jahr 2008 gaben etwa neun Prozent der Befragten an ein Piercing zu haben. Das traditionelle Ohrloch wurde dabei nicht berücksichtigt. Ausgehend von den traditionellen Piercings, entwickelt sich diese Form des Körperschmucks stetig weiter. Aber auch hier sind Trends und Moden für bestimmte Formen des Piercings wichtig und prägend. Und wenn man glaubt, dass es im Bereich des Piercings schon alles gibt, kann man sich sicher sein, dass dem nicht so ist und eine neue Form bereits darauf wartet gestochen zu werden.

 

Das Stechen eines Piercings

 

https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/
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Und wenn wir schon von stechen reden, dann soll dieser elementare Bereich des Piercings auch noch etwas genauer betrachtet werden. Denn für viele Menschen, die sich ein Piercing stechen lassen, ist ja nicht nur der schmückende Aspekt, der eine Rolle spielt, sondern auch das Stechen an sich. Ohne Stechen gibt es natürlich kein Piercing, doch was für den einen ein notwendiges Übel ist, ist für den anderen ein freudig, schmerzhaftes Ereignis.

Allen unterschiedlichen Methoden des Stechens eines Piercings ist gleich, dass vorher die zu durchstechende Stelle desinfiziert wird. Damit wird Infektionen vorgebeugt. Weiterhin ist es dann üblich, dass man Ein- und Austrittsstelle des Stichkanals mit einem Stift markiert und dann mit einer Piercing-Zange fixiert. Das Stechen des Piercings mit einem peripheren Venenkatheter ist in Europa weit verbreitet. Die Nadel ist bei diesem Verfahren mit einem Plastik- oder Teflonüberzug geschützt, der dann im Stichkanal verbleibt, während die Nadel nach dem Stechen des Piercings entfernt wird. Der Schmuck wird dann mittels des beschriebenen Überzugs durch den Kanal gezogen.

Bei dem häufig in den USA verwendetem System, wird das Piercing durch eine aus Chirurgenstahl bestehende Nadel mit einem Hohlraum gestochen. Der Schmuck wird dabei direkt in die Nadel eingesetzt und beim Durchschieben in das Bindegewebe eingesetzt.

Die traditionelle Ohrlochpistole, die man von Juwelieren vom Stechen des Ohrlochs kennt, wird bei Piercings weitestgehend abgelehnt. Die Gefahr, dass Gewebe an bestimmten Stellen einreißt oder splittert ist Vielen zu groß. Hinzu kommt, dass die Pistole nicht vollständig desinfizierbar ist.

Eine letzte Methode, die hier erwähnt werden soll, ein Piercing zu setzen, gerade ein größeres, ist der Dermal Punch. Man stanzt bei dieser Methode Gewebeteile bis zu einem Durchmesser von acht Millimetern mittels einer Hohlnadel heraus. Gerade bei Piercings, die in einem Knorpelgewebe gestochen werden sollen, wird diese Methode angewendet. Die Abheilprozesse können bei dieser Methode des Piercings deutlich verkürzt werden.

 

Stellen für ein Piercing

 

Gehen wir der Frage nach, wo am Körper man ein Piercing stechen lassen kann, werden wir hier zu keiner vollends abschließenden Antwort kommen. Einige Stellen am Körper, an denen man sich ein Piercing stechen lassen kann, wurden ja bereits angerissen. Doch selbst, wenn man das Ohr als Stelle für ein Piercing nennt, gibt es dort ganz unterschiedliche Möglichkeiten. So haben wir am Ohr das klassische Piercing, das Lobe, die Helix, ein Piercing durch die Oberkante des Ohres, den Tragus, ein Piercing durch den Knorpelfortsatz am Eingang des Gehörkanals, die Conch, ein Piercing durch die Ohrmuschel und noch einige andere Piercings mehr. Bleibt man im Gesicht, kommen einem als nächste Varianten für ein Piercing die Augenbrauen und die Nase in den Sinn. Auch an diesen beiden Stellen gibt es verschiedene Varianten für ein Piercing. Die Lippen wären dann der nächste Punkt für ein Piercing. Lippenbändchen und Zunge sind dann als nächstes für innen liegende Piercings zu nennen. Geht man dann am Körper weiter abwärts, kommt man zu den Brustwarzen. Hier erfreuen sich Piercings bei beiden Geschlechtern großer Beliebtheit. Dies gilt ebenso für die Intimpiercings, als nächste Stelle auf unserem Weg am Körper abwärts.

Auch, wenn diese Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, so kann damit eine Liste der wohl gängigsten Stellen für ein Piercing abgeschlossen werden.

 

Probleme und Gefahren bei Piercings

 

Da es sich bei Piercings mittlerweile um ein weit verbreitetes Schmuckstück handelt, ist man in puncto Sicherheit und Vermeidung von gesundheitlichen Risiken ein großes Stück weitergekommen. Denn, wenn wir heute über Piercings sprechen, reden wir in der Regel über professionell durchgeführte Vorgänge. Pflegt man dazu noch sein Piercing, stellt dieser Eingriff eigentlich keine Gefahr dar. Doch letztlich handelt es sich bei einem Piercing erstmal um eine Verletzung, die dem Körper zugeführt wird, beziehungsweise ist ein Piercing ein Eingriff in die körperliche Integrität. So sollte beim Stechen eines Piercings, wie bei jedem Eingriff, bei dem Blut im Spiel ist, aufgepasst werden, was man vorher so konsumiert hat. Koffein, Alkohol, Drogen oder blutverdünnende Mittel können Einfluss auf die Blutgerinnung oder der Kreislauf haben. Blutungen und Schwellungen bei einem Piercing sind fast schon obligatorisch, klingen aber in der Regel, bei gut gestochenen Piercings, schnell wieder ab. Wenn Knorpelgewebe bei einem Piercing betroffen ist, dauert der Abheilprozess mitunter etwas länger. Sollte sich trotz aller Maßnahmen am gestochenen Piercing etwas entzünden, so sollte man einen Arzt aufsuchen. Auch, wenn man den Piercer seines Vertrauens hat, ist dieser kein Mediziner. Sorgen, dass einen der Arzt schief anschaut, weil man ein Piercing hat, auch an intimen Stellen, sollten dabei keine Rolle spielen. Es handelt sich ja heutzutage bei einem Piercing auch nicht mehr um etwas ganz besonderes oder peinliches. Im Zweifelsfall hat der Arzt schon ganz andere Sachen gesehen. Um jedoch gar nicht in diese Situation zu kommen, ist es daher wichtig, dass man sich für sein Piercing einen guten Piercer aussucht, hilfreich sind immer gute Erfahrungen von Freunden und Bekannten, und nach dem Stechen das Piercing ordentlich pflegt. Beachtet man dies, steht einem schönen Schmuckstück nichts im Wege.

Ohrpiercing – der beliebte Körperschmuck

Beim Ohrpiercing sprechen wir wohl über den wohl am weitesten verbreiteten und beliebtesten Körperschmuck. Denn sprechen wir vom Ohrpiercing, darf man das im Verhältnis zu den vielen modernen Varianten etwas altbacken anmutende schlichte Ohrloch nicht vergessen. Denn im Prinzip bildet das simple Ohrloch die Basis für alle Varianten des Ohrpiercings. Dieser Entwicklung soll hier etwas Rechnung getragen werden und bei der Beleuchtung des Ohrpiercings dem Ohrloch ein gewisser Platz eingeräumt werden. Die vielen Varianten des Ohrpiercings sollen dabei jedoch selbstverständlich nicht zu kurz kommen und entsprechend thematisiert werden.

 

Ohrloch, das klassische Ohrpiercing

 

er kennt es nicht, das klassische Ohrloch? Hierunter ist zumeist das Piercing des Ohrläppchens zu verstehen, also schon ein Ohrpiercing. Bei der klassischen Variante des Ohrpiercings denken wir bei Frauen an den Perlohrstecker oder den Ohrring im Ohrläppchen. Neben Ketten und Ringen ist dies wohl der am häufigsten getragene Schmuck bei Mädchen, beziehungsweise Frauen. Aber auch Männer nutzen dieses Ohrpiercing gerne als schmückendes Accessoire. Man spricht bei diesem Ohrpiercing auch von einem Lobe, das klassische Piercing durch das Ohrläppchen.

 

Das Stechen des Ohrpiercings

 Bevor hier auf weitere Varianten des Ohrpiercings eingegangen wird, soll ein Blick auf die möglichen Formen des Stechens geworfen werden. Grundsätzlich kann man Ohrlöcher auf zwei verschiedene Arten stechen, nämlich mit einer Nadel oder einem Ohrlochstechsystem.

Bei modernen Ohrlochstechsystemen handelt es sich um Instrumente, in die man eine Kartusche einsetzt, welche mit einem medizinischen Ohrstecker und einem Ohrsteckerverschluss versehen ist. Mittels Muskelkraft drückt man dann den Ohrstecker sanft und schonend durch das Ohrläppchen. Bei dieser Form des Ohrpiercings verwendet man in der Regel einen 0,8 mm dünnen Stift, der am Ende spitz ist. Die Stifte bestehen aus Gold, Titan oder Chirurgenstahl und müssen gemäß einer EU-Richtlinie nickelabgabefrei sein. Das Instrument selbst kommt mit dem Ohr dabei nicht in Berührung. Bei dieser Form des Ohrpiercings wird das Ohr nur vom sterilen Ohrstecker und dem dazugehörigen Verschluss berührt. Hauptsächlich verwenden diese Form von Systemen Juweliere, Ärzte oder Kosmetikstudios.

Das Piercen eines Ohrpiercings ist eine andere Variante des Stechens. Das Loch wird dabei mit einem peripheren Venenkatheter oder einer sterilen Hohlnadel gestochen. Hier kann man dann auch wirklich von Ohrpiercing sprechen, da diese Form des Stechens für alle Varianten des Ohrpiercings geeignet ist.

Ein kurzer Blick soll auch noch auf die alte Art des Ohrpiercings geworfen werden, das Stechen mit einer Nadel. Früher hat man nämlich ein Ohrloch nach Betäubung des Ohrläppchens mit einer handelsüblichen Nadel gestochen. Gerne wurden bei dieser Art des Ohrpiercings ein Stück Apfel oder eine Kartoffel als Gegenstück hinter das Ohrläppchen gehalten. Die Sterilisation der Nadel fand meist mittels Abbrennen oder Alkohol statt. Nach heutigen Erkenntnissen kann man sich jedoch vorstellen, dass diese Art und Weise ein Ohrpiercing anzufertigen nicht wirklich geeignet ist und auch nicht wirklich steril ist.

 

Arten des Ohrpiercings

Neben dem oben bereits thematisierten klassischen Ohrloch im Ohrläppchen, also dem Lobe, gibt es natürlich noch viele andere Varianten des Ohrpiercings. Neben dem Lobe können als Ohrpiercing auch die Helix, das Industrial Piercing, ein Rook, Daith, Tragus, Snug, Conch oder Anti-Tragus gestochen werden.

Helix – Ohrpiercing

 Bei der Helix handelt es sich um ein Ohrpiercing an der Helix, der wulstartigen Umrandung der Ohrmuschel. Die Ohrmuschel besteht hier aus Knorpelgewebe. In unseren Breitengraden trägt man das Helix-Piercing aus modischen Aspekten. Diese Form des Ohrpiercings hat jedoch in anderen Volksgruppen auch traditionelle Hintergründe. So kennt man diese traditionelle Form des Ohrpiercings in Afrika, Südostasien und Nordamerika bei den dort einheimischen Bevölkerungen.

Da das Helix-Ohrpiercing an einer Stelle gestochen wird, die aus Knorpelgewebe besteht, kann dies mitunter etwas schmerzhafter sein als an anderen Stellen. Da der Knorpel nicht durchblutet wird, der Knorpel gehört zu den bradytrophen Geweben, kann die Heilung dieses Ohrpiercings wesentlich länger dauern als andere Ohrpiercings. Drei bis sechs Monate kann die Heilung dieser Form des Ohrpiercings dauern. Verkürzen kann man diese Heilungszeit dadurch, dass man beim Helix-Ohrpiercing das sogenannte punchen als Version des Stechens verwendet. Hier kann die Abheilzeit auf zwei bis vier Wochen  verkürzt werden.

 

Tragus – Ohrpiercing

 Als Tragus bezeichnet man den kleinen und dickeren Teil des Knorpels am Eingang des Gehörkanals in der Ohrmuschel. Dem Tragus – Ohrpiercing werden keine besonderen kulturellen Eigenschaften zugeschrieben. Dieses Ohrpiercing hat wohl rein modische Aspekte. Am häufigsten findet man beim Tragus – Ohrpiercing einen Ball Closure Ring oder einen Labret-Stecker vor. Aber auch das vertikale Oberflächenpiercing durch den Tragus kennt man. Hier sind ein Curved Barbell oder ein Surface-Bar geeignet.

Beim Durchstechen für dieses Ohrpiercings kommt in der Regel eine gerade oder gebogene Venenverweilkanüle zum Einsatz. Alternativ kann auch der besser heilende Dermal-Punch für dieses Ohrpiercing verwendet werden. Die Heilung des Tragus – Ohrpiercings kann relativ lange dauern, nämlich zwischen zwei Monaten und einem Jahr.

Conch – Ohrpiercing

 

Das Conch – Ohrpiercing ist ein Piercing durch die Ohrmuschel, wovon sich im Prinzip auch sein Name ableitet. Conch ist die englische Bezeichnung für eine Muschel. Shell-Piercing ist ein anderer, seltener genutzter Begriff für dieses Ohrpiercing. Dieser Version des Ohrpiercings werden auch traditionelle Bedeutungen zugeschrieben. So findet man dieses Ohrpiercing in alten Überlieferungen, beziehungsweise auf Bildern aus dem Südpazifik, dem Kongo oder Indien.

Beim Conch – Ohrpiercing unterscheidet man zwischen Inner- und Outer-Conchpiercing. Das innere Conch-Piercing befindet sich in der Mulde in der Mitte der Ohrmuschel. Das äußere Conch-Piercing lokalisiert man oberhalb dieser Mulde. Das Knorpelgewebe an dieser Stelle ist etwas dicker als bei bereits genannten Ohrpiercings in Knorpelgewebe. Deswegen verläuft die Heilung eines solchen Ohrpiercings relativ schnell. Als Schmuck für dieses Ohrpiercing werden in der Regel  ein Barbell, ein Ball Closure Ring oder ein Labret-Stecker verwendet.

 

Rook – Ohrpiercing

 Auch das Rook – Ohrpiercing befindet sich an der Ohrmuschel. Es ist senkrecht in der Antihelix, dem Knorpelsteg, zu verorten. Im Vergleich zu den bereits genannten Ohrpiercings ist das Rook-Piercing eine eher seltenere Variante. Seinen Namen verdankt dieses Ohrpiercing dem Piercer Erik „Rook“ Dakota, durch den dieses Ohrpiercing bekannt geworden sein soll. Auch bei diesem Ohrpiercing handelt es sich um ein Piercing durch Knorpelgewebe. Die Heilungszeit wird hier mit etwa drei bis vier Monaten verortet. Als Schmuck kommt bei diesem Ohrpiercing eine besondere Form des Barbell am besten zum Einsatz, der sogenannte Micro Curved Barbell. Dieses Schmuckstück übt aufgrund seiner gebogenen Form weniger Druck auf das Gewebe aus.

Industrial – Ohrpiercing

 

Von einem Industrial – Ohrpiercing, oder einfach auch nur kurz Industrial, beziehungsweise Scaffold-Piercing genannt, spricht man, wenn ein langer Barbell durch zwei Löcher am äußeren Rand der Ohrmuschel getragen werden kann. Bei diesem Ohrpiercing wird der obere Rand der Ohrmuschel einmal auf der Seite nahe am Kopf und gegenüberliegend am unteren Rand durchstochen. Dieses Ohrpiercing ist stark von der jeweiligen Anatomie abhängig und kann daher nicht von jedem getragen werden. Die Heilungszeit beträgt bei dieser Form des Ohrpiercings zwischen sechs und zwölf Monate, also recht lange, wenn man das Piercing sticht. Bei der bereits erwähnten Punch-Version lässt sich die Abheilzeit auf zwei bis vier Wochen verkürzen.

 

Daith – Ohrpiercing

 Von einem Daith bei einem Ohrpiercing spricht man, wenn sich das Piercing in der waagerechten Brücke und innersten Auswölbung der Ohrmuschel befindet. Diese Form des Ohrpiercings führt man auch auf den bereits erwähnten Piercer Dakota zurück. Wie bereits bei anderen Ohrpiercings, die durch Knorpelgewebe gehen, erwähnt, ist diese Form des Ohrpiercings etwas schmerhafter und mit einer längeren Abheildauer versehen. Auch hier lässt sich die Dauer des Abheilens durch die Punch-Variante verkürzen. Aussagen, dass dieses Ohrpiercing gegen Kopfschmerzen, beziehungsweise Migräne helfen würde, sind wohl eher in den Bereich der Legenden zu verfrachten, vielleicht noch dem Placebo-Effekt zuzuschreiben.

 

Snug – Ohrpiercing

 Auch das Snug ist ein Ohrpiercing durch den Ohrknorpel. Zu verorten ist dieses Ohrpiercing in der inneren Knorpelauswölbung parallel zur Ohrkante. Auch dieses Ohrpiercing ist abhängig von der Anatomie eines Menschen. Ist dieser Bereich nicht genug ausgeprägt, lässt sich dieses Ohrpiercing nicht stechen. Die Bedeutung dieses Ohrpiercings ist wohl unter rein modischen Aspekten zu sehen. Ein traditioneller oder ritueller Hintergrund ist für dieses Ohrpiercing nicht bekannt. Bezüglich der Heilung spricht man bei dieser Version des Ohrpiercings von drei bis acht Monaten. Das Punchen zur Verkürzung der Abheilzeit ist bei dieser Variante des Ohrpiercings eher unüblich.

 

Durchmesservergrößerung des Ohrpiercings

 Beim Thema Ohrpiercing darf natürlich auch ein Blick auf die geweiteten Ohrpiercings nicht fehlen. Meistens wendet man eine Durchmesservergrößerung oder auch Stretching beim gepiercten Ohrläppchen an. Aber auch andere Ohrpiercings können geweitet werden, wobei dies bei Ohrpiercings im Knorpelgewebe schwieriger ist. Dem Dehnen eines Ohrpiercings kann man getrost eine lange Tradition nachweisen. Bereits im alten Ägypten war diese Form des Schmucks verbreitet. In Asien, Afrika und Amerika ist diese Form des Ohrpiercings bei den indigenen Völkern nachgewiesen. Die Mittel, eine Dehnung hinzubekommen sind dabei unterschiedlich. Hilfsmittel sind hierbei Dehnungsstifte, Gewichte oder auch Bondage-Tape.

Das einfache Dehnen eines Stichkanals wird in der Regel schrittweise durchgeführt. Dabei bewegt man sich bei dieser Form des Ohrpiercings im schrittweisen Millimeterbereich. Der Abstand zum Einsatz größerer Formen in das Loch beträgt dabei mehrere Wochen. Das Dermal Punching ist eine andere Variante ein Ohrpiercing mit einem großen Loch zu erhalten. Ein Stichkanal wird dabei nicht vergrößert, sondern es wird ein großes Loch, in der Regel in der Ohrmuschel, gestanzt.

 

 

Das Augenbrauenpiercing

Wenn man an Piercings im Allgemeinen denkt, kommen einem viele Assoziationen in den Sinn. Neben kultischen und rituellen Aspekten, denkt man auch sehr oft an erotische Aspekte. Wenn man jedoch das Augenmerk im Bereich Piercing auf das Augenbrauenpiercing legt, treten diese genannten Aspekte in den Hintergrund. Das Augenbrauenpiercing hat fast ausschließlich einen rein ästhetischen Hintergrund. Mit den Aspekten hinter dem Augenbrauenpiercing soll sich hier näher auseinandergesetzt werden. Nicht nur der ästhetische Hintergrund soll beleuchtet werden, sondern die Art und Weise des Stechens, der verschiedenen Varianten und was es sonst noch so im Zusammenhang mit einem Augenbrauenpiercing zu beachten gilt soll thematisiert werden.

 

Kultur und Geschichte des Augenbrauenpiercings

 

Auch, wenn, wie bereits angesprochen, dem Augenbrauenpiercing keine großen kultischen, religiösen oder rituellen Aspekte zuzuordnen sind, gibt es doch die eine oder andere zu betrachtende Geschichte zum Augenbrauenpiercing. Als Modeschmuck kam das Augenbrauenpiercing bei uns zu Beginn der 1980er Jahre auf.  Zu Beginn seiner Geschichte als Schmuck, kann man das Augenbrauenpiercing ruhig als eher männliches Phänomen bezeichnen. Heutzutage ist das Augenbrauenpiercing jedoch bei beiden Geschlechtern gleich beliebt.

Als Bestandteil eines spirituellen Rituals ist das Augenbrauenpiercing aus Thailand bekannt. Beim Fest der neun Kaisergötter kann man das Augenbrauenpiercing als temporäres Piercing bewundern. Dort setzen sich in Trance gefallene Mönche Augenbrauenpiercings mit verschiedenen Nadeln. Diese temporären Piercings werden dort nicht nur als Augenbrauenpiercings durchgeführt, sondern auch an verschiedenen anderen Stellen des Körpers. Letztlich ist das Augenbrauenpiercing in unseren Breitengraden jedoch wohl ausschließlich als ästhetisches, schmückendes Piercing zu sehen.

 

Das Stechen des Augenbrauenpiercings

 

Betrachten wir nun den wohl wichtigsten Punkt, wenn wir über Augenbrauenpiercings sprechen: das Stechen. Beim Augenbrauenpiercing wird zumeist ein Curved Barbell oder Ball Closure Ring vertikal durch die Augenbraue gestochen. Man spricht beim Augenbrauenpiercing auch von einem Oberflächenpiercing. Das aus dem Grund, da sich bei einem Augenbrauenpiercing der Einstich- und der Austrittskanal auf einer Ebene befinden. Hierbei ist der Stichkanal von relativ wenig Gewebe umgeben, da die Stichführung ganz eng unter der Haut verläuft. In den meisten Fällen wird das Augenbrauenpiercing am äußeren Rand der Braue gestochen. Das Stechen kann vertikal und auch horizontal stattfinden. Die vertikale Variante ist beim Augenbrauenpiercing jedoch diejenige, die favorisiert wird.

Das Stechen des Augenbrauenpiercings verläuft, wie bei anderen Piercings auch. Zunächst wird die entsprechende Hautpartie desinfiziert. Die jeweiligen Ein- und Austrittspunkte werden auf der Haut markiert und mittels einer Klemmzange fixiert. Das anschließende Durchstechen erfolgt mittels einer speziellen Nadel, in der Regel mit einem sogenannten peripheren Venenkatheter. Dabei ist die Nadel mit einem Überzug versehen. Dieser Überzug bleibt beim Stechen des Augenbrauenpiercings im Stichkanal zurück, damit danach das jeweilige Schmuckstück eingesetzt werden kann. Im Grunde wird beim Augenbrauenpiercing also ein Verfahren verwendet, welches auch bei anderen Piercings genutzt wird.

 

Varianten des Augenbrauenpiercings

 

Wie oben bereits angeklungen, gibt es beim Augenbrauenpiercing Variationen. Meistens wird das Augenbrauenpiercing am äußeren Rand der Braue gestochen. Dies erfolgt zumeist in einem Winkel, wodurch dann die obere Einstichstelle etwas weiter außen liegt als die innere Einstichstelle. Damit passt sich das Augenbrauenpiercing etwa dem bogenförmigen Verlauf der Augenbraue an. Eher seltener sind die vertikalen Augenbrauenpiercings, die wirklich exakt vertikal gestochen werden, oder die, welche im inneren Bereich direkt neben dem Nasenrücken angesetzt werden. Wie gesagt, die vertikale Variante des Augenbrauenpiercings ist die wohl am häufigsten gestochene Variation. Natürlich gibt es aber auch noch andere Varianten beim Augenbrauenpiercing.

 

Die horizontale Variante des Augenbrauenpiercings

 

Eine weitere, auch bereits kurz erwähnte Variante des Augenbrauenpiercings, ist die horizontale Variante. Beim horizontalen Augenbrauenpiercing wird die Augenbraue waagerecht durchstochen. Hier kann man sowohl direkt über der erhöhten Kante der Braue stechen, aber auch unmittelbar darunter. Die Variante, in der das Augenbrauenpiercing über der erhöhten Kante gestochen wird, ist beim horizontalen Augenbrauenpiercing jedoch die häufiger genutzte. Setzt man das horizontale Augenbrauenpiercing in Vergleich zum vertikalen Augenbrauenpiercing, liegen die Ein- und Ausstichstelle beim horizontalen genauer auf einer Ebene. Aus diesem Grund setzt man beim horizontalen Augenbrauenpiercing in der Regel ein Surface Bar ein, womit man der Gefahr des Herauswachsens entgegen wirken möchte.

 

Eine Variante!? – Das Anti- Augenbrauenpiercing

 

Auch, wenn es sich beim Anti-Augenbrauenpiercing nicht wirklich um ein Augenbrauenpiercing handelt, soll es hier ruhig einmal als Variante Erwähnung finden. Das Anti-Augenbrauenpiercing ist schon deshalb kein Augenbrauenpiercing, weil es gar nicht an  der Augenbraue sitzt. Es handelt sich um ein Oberflächenpiercing, welches im Bereich des Jochbeins zu finden ist. Das Anti-Augenbrauenpiercing befindet sich also im oberen Wangenbereich unterhalb des Auges. Die englische Bezeichnung dieser Variante des Augenbrauenpiercings lautet teardrop-piercing, weil das Anti-Augenbrauenpiercing an Tränen erinnert. Da es sich hierbei eigentlich nicht wirklich um ein Augenbrauenpiercing handelt, soll es auch nur kurz Erwähnung finden.

 

Material und Schmuckstück beim Augenbrauenpiercing

 

Wie bei jedem Piercing ist natürlich das Material und das Schmuckstück des Augenbrauenpiercings von großer Bedeutung. Generell ist natürlich wichtig, dass man sich ein gutes Tattoo- und/oder Piercingstudio für sein Augenbrauenpiercing aussucht. Freunde oder Bekannte,  die sich bereits ein Augenbrauenpiercing stechen lassen haben und gute Erfahrungen gemacht haben, könne dabei sicherlich hilfreich beim eigenen Augenbrauenpiercing sein. Wenn das Augenbrauenpiercing nicht das erste Piercing ist, stellt sich diese Frage ja wahrscheinlich auch gar nicht.

Worauf aber selbstverständlich euer Augenmerk gerichtet sein sollte, ist das Material, welches ihr für euer Augenbrauenpiercing verwendet. Gerade Materialien, die Blei, Cadmium oder Nickel enthalten, können bei einem Augenbrauenpiercing zu allergischen Reaktionen führen. Kontaktiert im Zweifelsfall lieber vorher einen Arzt, wenn ihr Bedenken wegen einer Allergie habt, gerade wenn ein Augenbrauenpiercing euer erstes Piercing sein sollte. Mit Titan als Material sollte man allerdings nicht viel falsch machen können.

 

Das Schmuckstück

Für das Augenbrauenpiercing gibt es verschiedene Schmuckstücke, zwischen denen man sich entscheiden kann. So gibt es für ein Augenbrauenpiercing zum Beispiel ein sogenanntes Barbell, das aussieht wie ein Hufeisen. Ein Barbell kann an beiden Enden verschiedene Formen haben, wie beispielsweise ein Kegel, eine Perle, eine Kugel oder einen Totenkopf. Schöne Schmucksteine können bei diesem Augenbrauenpiercing auch mit eingearbeitet sein.

Ein Klemmkugelring ist ein anderes Schmuckstück als Augenbrauenpiercing. Der Klemmkugelring sieht aus wie ein Ring und hat unter anderem eine bunte Perle oder Kugel, durch die er hindurchgeht. Natürlich gibt es diese Augenbrauenpiercings in verschiedenen Größen und Materialien. Der Phantasie kann da freier Lauf gelassen werden.

Probleme und Risiken des Augenbrauenpiercings

 

Auch, wenn das Augenbrauenpiercing nun bereits über 30 Jahre bei uns bekannt ist und man wirklich nicht von einem neuen Schmuck, der gerade in der Erprobung ist, sprechen kann, birgt natürlich auch diese Form des Piercings das eine oder andere Risiko, welches hier nicht unerwähnt bleiben soll. Gerade das piercen der inneren zwei Drittel der Augenbraue kann riskant sein. Ein solches Augenbrauenpiercing kann die Gefahr einer Verletzung von Gesichtsnerven mit sich bringen. Im schlimmsten Fall kann solch ein Augenbrauenpiercing zu einer dauerhaften Gesichtslähmung führen. Es können bei einem Augenbrauenpiercing an diesen Stellen der Braue nämlich Ausläufer des Trigeminusnervs getroffen werden.

Natürlich besteht auch bei einem Augenbrauenpiercing die Gefahr einer Infektion. Es handelt sich ja nunmal bei einem Augenbrauenpiercing auch um eine Verletzung, beziehungsweise eine Wunde. Wird diese verunreinigt, kann sich die Wunde oder der Stich natürlich entzünden. Deshalb ist es natürlich wichtig, dass man sich für sein Augenbrauenpiercing einen guten Piercer sucht, unter den Aspekten, die oben schon genannt wurden. Der Preis sollte bei einem Augenbrauenpiercing nicht allein die Musik machen. Hygiene, Sauberkeit und Vertrauen sind bei einem Augenbrauenpiercing sehr wichtige Bausteine.

Auch eine Schwellung oder besser gesagt ein blaues Auge ist bei einem Augenbrauenpiercing möglich. Dieses Hämatom verschwindet aber, sofern es überhaupt auftritt, ziemlich schnell wieder. Ein Anschwellen der Augenbraue, in die das Augenbrauenpiercing gestochen wurde, findet allerdings so gut wie immer statt.

Generell lässt sich zu Augenbrauenpiercings noch sagen, dass diesen für Piercings eigentlich recht gut und schnell abheilen. Meistens ist dies bei Augenbrauenpiercings in vier bis acht Wochen geschehen. Bei Augenbrauenpiercings ist jedoch, gerade aufgrund der Lokalität, darauf zu achten, dass in der Abheilphase kein Haarspray, keine Schminke, Reinigungsmilch oder vergleichbare Substanzen an den Stichkanal gelangen.

 

Pflege des Augenbrauenpiercings

 

Rufen wir uns in Erinnerung, dass ein Augenbrauenpiercing eine Verletzung, beziehungsweise eine Wunde ist. Da ist es natürlich klar, dass man diesen Eingriff in die körperliche Integrität auch zu pflegen hat, damit keines der oben genannten Probleme auftritt. Schließlich will man ja auch lange Freude an seinem Augenbrauenpiercing haben, wenn man sich schon zu diesem tollen Schmuckstück entschließt. So ist es dann notwendig, dass man den Stichkanal nach dem Piercing gut versorgt und täglich reinigt und desinfiziert. So beugt man Entzündungen vor und hat viel Spaß an seinem Augenbrauenpiercing. In der Regel tritt aus dem Stichkanal in der ersten Zeit ein Sekret aus. Das ist aber vollkommen normal. Hierfür bekommt man normalerweise schon von seinem Piercer ein Desinfektionsmittel, welches man täglich anwendet, also auf die Wunde auftupft. Es gibt natürlich Gels und Salben, welche die Wundheilung beschleunigen, beziehungsweise unterstützen.

Zum Schutz seines neuen Augenbrauenpiercings sollten Saunagänge oder Besuche des Schwimmbades erstmal unterlassen werden. Schutz für das Augenbrauenpiercing erlangt man durch aufbringen eines Pflasters, vor allem im Schlaf und beim Sport. Wenn man alle diese Aspekte beachtet, erlangt man ein sicheres und schönes Schmuckstück, welches individuell und kreativ ist. Mit der entsprechenden Pflege und Umsicht erlangt man mit einem Augenbrauenpiercing ein tolles Produkt. Vor allem ein bleibendes schmückendes Produkt!

Das Brustwarzenpiercing: Alles was Du wissen musst

Das Brustwarzenpiercing gehört mittlerweile zu den beliebtesten Piercing-Varianten. Trotzdem wird ziemlich wenig darüber gesprochen oder geschrieben. Offen ist auch noch die Frage, ob das Brustwarzenpiercing zu den Intim Piercings gezählt werden kann, oder nicht. Die Antworten findet Ihr im folgenden Artikel.

Brustwarzenpiercing: Viele Begriffe für ein und dasselbe?

Neben der gängigen Bezeichnung Brustwarzenpiercing, sind im Sprachgebrauch auch Begriffe wie Nipple-Piercing, Nippel-Piercing, Brustpiercing oder seltener Busen-Piercing geläufig. Grundsätzlich geht es aber um ein- und dasselbe, selbst wenn das Brustwarzenpiercing in unterschiedlichen Variationen gestochen und mit ganz unterschiedlichem Schmuck getragen werden kann.

Brustwarzenpiercing für Mann und Frau

Beim Brustwarzenpiercing handelt es sich um ein Piercing, dass grundsätzlich von beiden Geschlechtern getragen werden kann und getragen wird. Erstaunlicherweise kann man bisher auch nicht festmachen, ob das Brustwarzenpiercing eher von Frauen oder von Männern getragen wird. Laut Studien aus den USA tragen ca. 5% der Studentinnen ein Brustwarzenpiercing , während eine Studie aus Großbritannien besagt, dass das Brustwarzenpiercing mittlerweile das häufigste von Männern getragene Piercing ist.

https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/
https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/

Welche Arten Brustwarzenpiercings gibt es?

Das Brustwarzenpiercing wird, wie der Name schon sagt, direkt durch die Brustwarze oder den Warzenhof gestochen. Man kann selbst entscheiden, ob das Piercing vertikal oder horizontal gestochen wird, beides ist gleichsam möglich.

Warum entscheidet man sich für ein Brustwarzenpiercing?

Die Motivation, sich ein Brustwarzenpiercing stechen zu lassen liegt hauptsächlich in der Ästhetik, also in dem Ziel, seinen Körper, respektive die Brust zu verschönern oder zu verzieren. Neben dem ästhetischen Aspekt sollen Brustwarzenpiercings allerdings auch die Empfindlichkeit der Brustwarze erhöhen, ein Umstand der somit auch einen sexuellen Aspekt mit hineinfließen lässt.

Das Brustwarzenpiercing wird allerdings auch deswegen sehr geschätzt, da der oder die Trägerin selbst entscheiden kann, wann und wem das Piercing gezeigt wird, da es sich mit entsprechender Kleidung natürlich perfekt verdecken lässt.

Ist das Brustwarzenpiercing in Intimpiercing?

An dieser Frage scheiden sich die Geister., für die einen gehört das Brustwarzenpiercing zu den Intimpiercings, für andere nicht. Die Bewertung liegt aber wohl bei jedem selber und hat natürlich etwas mit der Intention der Trägerin zu tun: Wird das Brustwarzenpiercing hauptsächlich aus dem Zweck des sexuellen Stimulus (des eigenen oder des Partners) getragen, dann könnte man wohl problemlos von einem Intimpiercings sprechen. Ist das Brustwarzenpiercing aber nur zur Verschönerung des eigenes Körpers bestimmt und die Brust wird dabei nicht als besonders intim wahrgenommen, dann würde es nicht in die Kategorie der Intimpiercings passen.

Worauf man achten sollte, wenn man sich ein Brustwarzenpiercing stechen lässt!

Hat man sich entschieden, sich ein Brustwarzenpiercing stechen zu lassen, sollte man zuallererst ein seriöses, erfahrendes Piercing-Studio aufsuchen. Hier nur auf den Preis zu achten würde bedeuten, am falschen Ende gespart zu haben, denn es kann natürlich wie bei allen Piercings zu Komplikationen führen, wobei die Brustwarze sicher eine besonders sensible Körperstelle ist.

Zuallererst muss die Stelle an der das Piercing gestochen wird gründlich vom Piercer desinfiziert werden um möglichen Infektionen vorzubeugen. Achtet auch darauf, dass die Piercing Nadel aus einer sterilen Verpackung entnommen wird.

Nach der Desinfektion werden die Ein- und Ausstichstelle markiert und die Brustwarze dann mit einer Piercing-Klemme fixiert. Das Piercen, also das Legen des Piercingkanals erfolgt dann mit einem Hohlnagel. Da es sich bei der Brustwarze um eine sensible Körperstelle handelt, kann der Stich durchaus als schmerzhaft empfunden werden. Ist der Piercingkanal gelegt, wird dann der Schmuck eingeführt.

https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/
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Wie schnell heilt ein Brustwarzenpiercing ab?

Man sollte mit einer Abheilphase von einem bis sechs Monaten rechnen, wobei normalerweise nach vier- bis sechs Wochen das Brustwarzenpiercing vollständig ausgeheilt ist. In dieser Phase gilt es die folgenden Regeln zu beachten:

  1. Keine enge Kleidung tragen

Solange sich das Brustwarzenpiercing in der Abheilungsphase befindet, sollte man enganliegende Oberbekleidung vermeiden, da die ständige Reibung an der gepiercten Brust natürlich das Verheilen verzögert.

  1. Das Brustwarzenpiercing nicht auswechseln

Auch sollte in dieser Zeit der eingesetzte Piercing Schmuck nach Möglichkeit nicht ausgewechselt werden, da auch hier aufgrund von Reibung das Gewebe belastet wird und somit langsamer verheilt.

  1. Keine Ringe als Erstschmuck

Nach Möglichkeit sollte man Ringe als Erstschmuck für sein Brustwarzenpiercing vermeiden, da Ringe sich leichter drehen und somit für entsprechende Reibung am Piercingkanal des Brustwarzenpiercings sorgen.

Brustwarzenpiercing Ringe
  1. Verkrustung/Schorf vermeiden

Bildet sich um den frisch gestochenen Piercingkanal eine Verkrustung (Schorf), kann auch hierdurch der Heilungsprozess verzögert werden. Man sollte hier mit Cremes, z.B. Vaseline oder Bepanthen, vorbeugen. Angeraten ist, nach dem Auftragen der Creme ein Pflaster zu tragen, das den gesamten Piercingkanal umschließt. Natürlich muss man dann darauf achten, dass Pflaster regelmäßig zu wechseln und die betreffende Stelle davor immer wieder einzucremen. Auf keinen Fall sollte man das Pflaster tragelang weitertragen, da sich hieraus ein Entzündungsrisiko ergeben kann. Auch muss das Pflaster mit genügend Abstand zum Brustwarzenpiercing angelegt werden, da beim Abziehen sonst der Kanal selbst gereizt werden kann.

  1. Welcher Erstschmuck eignet sich für ein Brustwarzenpiercing besonders gut eignet

Am besten eignet sich eine Barbell mit Kugeln an beiden Enden aus Kunststoff zum Beispiel Bioplast als Erstschmuck für ein frisch gestochenes Brustwarzenpiercing.

Brustwarzenpiercing Barbell
Brustwarzenpiercing Barbell
  1. Gesund Leben und gewisse Dinge vermeiden

Den Heilungsprozess des Brustwarzenpiercings kann man natürlich auch durch eine gesunde Lebensweise verkürzen. Hier sind zu nennen: Schlaf und Ernährung. Sport nur dann, wenn es nicht zur Reibung des frischen Brustwarzenpiercings kommt und da bleibt einem sportlicherseits nicht viel übrig, was man machen könnte. Während der Abheilungsphase sollte man auch Sauna und Schwimmbad vermeiden, sowie langes Sonnenbaden an der frischen Luft.

Welcher Piercing-Schmuck eignet sich für ein Brustwarzenpiercing?

Brustwarzenpiercings werden meistens mit Ball Closure Ringen oder Barbells getragen. Damit diese nicht wieder aus der Brustwarze herauswachsen sollte eine Materialstärke von mindestens 1.6mm gegen sein. Auch sollte man darauf achten, dass die Ball Closure Ringe keinen Durchmesser kleiner als einen Zentimeter aufweisen, da diese aufgrund der starken Krümmung einen starken Reiz auf die Brustwarze ausüben und dementsprechend Entzündungen hervorrufen können.

Eine weitere Schmuckvariante die gerne als Brustwarzenpiercing getragen wird ist das Nippleshield.

Was ist ein Nippelshield?

Das Nippelshield erfreut sich im Bereich der Brustwarzenpiercings immer größerer Beliebtheit. Es handelt sich dabei um unterschiedlich ausgeprägte Schmuckvarianten, die oftmals Schildförmig die Brustwarze weiträumig umschließen und von einem Barbell in der Brustwarze gehalten werden. Nippelshields wurden besonders durch den s.g. Nippelgate-Skandal im Jahr 2004 bekannt. Bei ihrem Auftritt während des Super Bowls riss Justin Timberlake ein Stück Kleidung von Janet Jacksons rechter Brust und entblößte Ihre Brust, an der sie ein Nippelshield Brustwarzenpiercing trug. Dieser Vorfall wurde in den USA, wo Brüste eigentlich nicht im Fernsehen gezeigt werden, sehr heftig diskutiert, führte aber in der Folge zu einem wahren Nippelshield Trend.

Kann man mit einem Brustwarzenpiercing noch Stillen?

Frauen können auch als Trägerinnen eines Brustwarzenpiercings ihre Kinder stillen. Die Annahme, dass sei dann anatomisch nicht mehr möglich, ist in den allermeisten Fällen falsch.

Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass das Brustwarzenpiercing, respektive der Piercingkanal immer sehr gründlich gepflegt werden um Infektionen zu vermeiden. Auch sollte man das Brustwarzenpiercing während dem Stillvorgang unbedingt immer herausnehmen, damit die Säuglinge dieses nicht aus Versehen verschlucken, sollte es sich ablösen.

Während der Schwangerschaft und der Stillphase sollte man sich aber kein neues Brustwarzenpiercing stechen lassen. Zum einen bedeutet der schmerzhafte Piercingvorgang Stress für den Köper, den man während der Schwangerschaft vermeiden sollte, zum anderen würde ein frisch gestochenes Brustwarzenpiercing während der Stillphase besonderer Reibung aber schlimmer noch, Infektionsgefahr für die Mutter und das Kind bedeuten.

Inwieweit vertagen sich Brustwarzenpiercings mit Silikonimplantaten?

Man kann Brustwarzenpiercing ohne weiteres auch tragen, wenn man Silikonimplantate hat. Nur während Operationen an der Brust, z.B. beim Einlegen der Silikonimplantate, muss das Brustwarzenpiercing herausgenommen werden.

Welche Risiken bestehen bei Brustwarzenpiercings?

Beim Brustwarzenpiercing handelt es sich wie bereits gesagt um eines der schmerzhaftesten Piercings. Wer besonders schmerzempfindlich ist oder Kreislaufprobleme hat, sollte sich daher vor dem Stechen des Brustwarzenpiercings unbedingt mit einem Arzt besprechen.

Werden alle hygienischen Maßnahmen und Standards eingehalten, ist das Risiko bei Brustwarzenpiercings allerdings nicht höher als bei anderen Piercing Formen.

  1. Mastitis

Bei fehlender oder unzureichender Hygiene kann es in selten Fällen zu Mastitis, einer bakteriellen Entzündungen der Brustdrüse (oder Milchdrüse) kommen. Das Risiko von Frauen ist hierbei höher. In dem Fall einer Mastitis muss diese mit Antibiotika behandelt und das Piercing entfernt werden. Weitere Infos zum Thema Masitis findest Du hier.

  1. Brustabszesse

Ebenfalls auf mangelnde Hygiene sind Brustabszesse zurückzuführen

  1. Narbenbildung durch Brustwarzenpiercings

Bei zu geringer Materialstärke kann, wie etwas weiter oben schon beschrieben, das Brustwarzenpiercing wieder herauswachsen. Eine mögliche Folge ist eine hässliche Narbenbildung.

  1. Brustwarzenpiercing und enge Kleidung

Oft wird angenommen, dass Brustwarzenpiercings unter der Kleidung nicht sichtbar sind. Liegt diese aber eng an und wir kein BH getragen, sind die Umrisse des Brustwarzenpiercings aber durchaus zu erkennen. Oftmals wird dieser Effekt sogar erwünscht, aber in sozial kritischen Situation, z.B. beim Arbeitsplatz, sollte sich der/oder die Trägerin eines Brustwarzenpiercings vorher genau im Spiegel anschauen, wenn sie nicht möchte, dass die Umwelt bemerkt, dass ein Brustwarzenpiercing getragen wird.

Mit Brustwarzenpiercing in die Sauna oder im Schwimmbad

Normalerweise ist es unproblematisch, sich mit dem Brustwarzenpiercing öffentlich in der Sauna oder am Strand zu zeigen, man sollte sich aber darauf einstellen, dass man mit einem Brustwarzenpiercing oftmals die Blicke der anderen Besucher auf sich zieht und als Frau ist man vielleicht auch Kommentaren mit sexueller Konnotation ausgesetzt. Ist man beim Badeurlaub in einem konservativen Land, kann es sein, dass man zum Bedecken der Brüste aufgefordert wird. Auch in Familienbädern mit Kindern ist Oben-Ohne mit Brustwarzenpiercing nicht unbedingt immer angebracht.

Hat man mit einem Brustwarzenpiercing Probleme bei der Flughafen Kontrolle?

Der bekannteste Fall diesbezüglich ereignete sich Nicole Richie, bei der das Nippleshield einen Alarm bei der Sicherheitskontrolle auslöste. Sie musste in einen separaten Raum gehen und dort ihr Nippleshield vorzeigen.

Grundsätzlich gilt zu sagen, dass die Größe und das Material des Brustwarzenpiercings hier eine wichtige Rolle spielt. Ein großes Nippleshield aus Metall wird natürlich eher einen Alarm auslösen als ein kleines Barbell. Am besten sagt man vor der Kontrolle dem Sicherheitspersonal Bescheid. Wollen diese das Brustwarzenpiercing sehen, dann lasse Dich in einen separaten Raum führen und von einem Angehörigen desselben Geschlechts kontrollieren.

Wie lange gibt es eigentlich schon Brustwarzenpiercings?

https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/
https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/

Historisch gesicherte Fakten gibt es diesbezüglich nicht, aber es wird kolportiert, dass bereits im Mittelalter, als die Dekolletés immer tiefer wurden, sich adelige Frauen die Brustwarzen mit besonderem Schmuck verschönert hätten. Auch bei den Männern des Karankawa Stammes, der 1858 bereits ausgestorben ist, sollen die Männer Brustwarzenpiercings getragen haben.

Gesichert dagegen ist, dass die ersten Brustwarzenpiercings im Los Angeles der 70er Jahre zuerst in der Piercing-Szene aufgekommen sind. Später haben dann bekannte Stars aus dem Show Biz, wie Rihanna, Lenny Kravitz oder Birtney Spears für weitere Verbreitung gesorgt.

Brustwarzenpiercings online im Piercing-Store bestellen

Auch in unserem online Shop findet ihr eine breite Auswahl an Brustwarzenpiercings. Seien es nun Barbells, Ball Closure Ringe oder Nippleshields mit den unterschiedlichsten Ausprägungen, Materialien oder Farben, bei uns ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wir achten darauf, dass wir immer neue Angebote haben, damit Euch nicht langweilig wird.

Natürlich achten wir bei all unseren Brust Piercing Modellen darauf, dass nur die besten und sichersten Materialien zum Einsatz kommen und die Verarbeitung des Brustwarzen-Piercings immer top ist.

Natürlich ist auch beim Thema Brustwarzen-Piercing für jeden Geldbeutel etwas dabei: vom Barbell 18karat Echtgold Gelbgold Barbell zu aktuell 149,99€ bis zum Bar Closure Ring aus Chirurgenstahl zu 1,99€.

Wer also nach einem Brustwarzen-Piercing oder Nippleshield online sucht, der ist in unserem Shop sicher an der richtigen Adresse.

Fake Piercings werden immer beliebter

Um ein ausgefallenes Piercing zu tragen muss man erstmal Schmerzen im Piercing-Studio ertragen? Nicht unbedingt, denn mittlerweile wird der Fake-Piercing Trend immer stärker. Was es damit auf sich hat, welche Vor- und Nachteile Fake Piercing haben und was man alles rund um das Thema wissen sollte, könnt Ihr im folgenden Artikel lesen. 

Foto: Flickr

 

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Was bedeutet Fake-Piercing?

Schon der Name Piercing, vom Englischen „ to pierce = durchbohren“ sagt ja, worum es beim Piercing geht, nämlich dem Durchstechen der Haut an einer speziell dafür vorgesehenen Stelle. Durch den so entstandenen Piercing-Kanal wird dann das Piercing eingeführt, welches dann permanent getragen wird.

Beim Fake Piercing, vom Englischen „fake = Schwindel“ geht es nun darum, ein echtes Piercing nachzuahmen, ohne aber dass es zum Durchstich des Piercing-Kanals kommt. Fake Piercings versuchen dabei, täuschend echt auszusehen und somit dem Umfeld den Eindruck zu geben, dass der Träger tatsächlich gepierced ist. Nur in den wenigsten Fällen kommunizieren die Träger eines Fake-Piercings, dass es sich nicht um ein echtes Piercing handelt.

Welche Gründe sprechen für das Tragen von Fake-Piercings?

Erst einmal ausprobieren

Eine sehr häufig anzutreffende Erklärung, warum Fake Piercings getragen werden lautet so, dass der Träger oder die Trägerin erst einmal ausprobieren möchten, ob ihnen das Piercing überhaupt stehen würde. Passt das ausgewählte Piercing optisch zu den Erwartungen, die man sich mit dem Piercing gemacht hat, dann kann man im Nachhinein immer noch auf ein echtes Piercing umsteigen.

Die Angst vor Schmerzen

Viele Menschen haben eine extrem hohe Schmerzempfindlichkeit. Bekanntermaßen gibt es Piercing-Varianten, die beim Stechen durchaus weh tun. Wer nun Angst vor den Schmerzen hat, der kann sich den Gang zum Piercing-Studio und die beim Stechen erwartete Schmerzen natürlich mit einem Fake-Piercing sparen.

Die Angst vor Infektionen und Entzündungen

Natürlich kann es, allerdings selten, beim Piercen zu Infektionen kommen, wenn der Piercing-Kanal sich entzündet. Dies geschieht meistens, wenn Bakterien in den noch nicht abgeheilten Piercingkanal gelangen. Diese sind oftmals schmerzhaft und können tatsächlich in Extremfällen auch zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. Da es bei Fake-Piercings keinen Piercing-Kanal gibt, ist das Risiko einer Entzündung somit nur minimal.

Allergien

Einige Menschen reagieren allergisch auf diverse Materialien, aus denen Piercing Stifte gemacht sind. Fake-Piercings, die nur an Kunststoffclips an einer kleinen Stelle der Außenhaut aufliegen, können für Allergiker besser geeignet sein.

Zu lange Abheilungsphase

Es gibt Piercing-Varianten, bei denen die völlige Abheilung des Piercing-Kanals sehr lange dauern kann, zum Teil mehrere Monate. In dieser Zeit besteht das Risiko der Entzündung und der Piercing-Kanal muss besonders geschützt und gepflegt werden. Von Aktivitäten wie Sport, Schwimmen oder Sauna wird dabei meistens abgeraten. Mit einem Fake-Piercing umgeht man diesen Zeitraum einfach.

Sozialer Druck

Immer noch gibt es gelegentlich sozialen Druck auf gepiercte Menschen, wenn das Umfeld den Körperschmuck nicht goutiert. Sei es in der Ausbildung, am Arbeitsplatz oder in der Familie, es gibt Situationen an denen ein Piercing einfach nicht akzeptiert wird. Wer ein Fake-Piercing trägt, der kann dieses leicht wieder entfernen und genauso leicht wieder anlegen.

Foto: Flickr

Einwilligung der Eltern

Viele Teenager, deren Eltern mit dem Tragen, bzw. dem Stechen echter Piercings nicht einverstanden sind, tragen stattdessen (mit oder ohne Wissen der Eltern) ein Fake-Piercing.

Verletzungsgefahr

Bei manchen besteht die begründete oder unbegründete Angst, dass sie mit ihrem Piercing irgendwo hängenbleiben und dies herausreißen. Das kann mit einem Fake-Piercing natürlich kaum passieren, da dies ja meist nicht fest am Körper sitzt, wie ein echtes Piercing.

Narbenbildung

Es gibt natürlich einige Piercing Arten, bei denen eine Narbenbildung vorkommen kann oder der Piercing Kanal nicht mehr ganz zuwächst. Auch das ist oftmals der Antrieb, nicht ein echtes sondern ein Fake-Piercing anzulegen.

Spaß und Fun

Gerne werden Fake Piercings auch einmalig von Leuten getragen, die sich auf einer Party oder sonst einer Gelegenheit einfach mal einen Spaß machen wollen und so tun, als hätten sie sich ein Piercing stechen lassen.

Foto: Flickr

 

Welche Gründe sprechen gegen ein Fake-Piercing

Unangenehmes Trageempfinden

Fakepiercings werden in den meisten Fällen geklemmt gehalten, seltener mit einem Saugnapf. Die Klemmen können zwar den Eindruck entstehen lassen, dass es sich tatsächlich um ein echtes Piercing handelt, allerdings merkt der Träger bzw. die Trägerin oftmals den permanenten Druck. Will man vermeiden, dass das Fake-Piercing nicht schon bei leichten Bewegungen abfällt, muss der Druck entsprechend hoch sein. An der Stelle an der die Klemme auf der Haut hält, kann eine Abrundung der Auflage den Druckmoment verteilen, wenn diese ringförmig ist, aber dann sieht man natürlich auch leichter, dass es sich nicht um ein echtes Piercing handelt. Es gibt Fake-Piercing, von denen sagen ihre Träger, dass die den Druck überhaupt nicht als unangenehm empfinden. Andere wieder, die diesen nicht gewohnt sind, nehmen Fake-Piercings manchmal schon nach kurzer Zeit wieder ab. Meistens hat es mit der Art des Piercings, der Körperstelle und dem individuellem Empfinden zu tun, wie angenehm das Trageempfinden des Fake-Piercings eingeschätzt wird.

Normale Piercings werden durch den Piercing-Kanal gehalten, daher ist hier kein Druck wie bei den Klemmen der Fake-Piercings.

Leicht zu verlieren

Fake-Piercings gehen natürlich viel leichter verloren, als echte. Oftmals bemerkt man nicht mal, dass das Piercing verloren ist, bis man nach Hause kommt. Das ist natürlich ärgerlich, weil man sich dann ein neues Fake-Piercing bestellen muss.

Plötzliches fällt es ab oder verrutscht

Besonders peinlich kann es sein, wenn das Fake-Piercing in aller Öffentlichkeit herunterfällt und die Umgebung das bemerkt. Auch unangenehm ist es, wenn das Fake-Piercing seine Position verändert, ohne dass man das selbst bemerkt hat. Gerade wenn man mit Leuten zusammen ist, die echte Piercings tragen, ist das Gelächter dann meistens ziemlich groß. 

Nicht alle Piercing-Varianten eignen sich für ein Fake-Piercing

Es gibt eben auch Körperstellen, an denen das Anlegen eines Fake-Piercings einfach nicht funktioniert, bzw. es einfach zu eindeutig als Fake erkennbar ist, so zum Beispiel das Lippenbändchenpiercing! 

Was gibt es eigentlich für Fake-Piercing?

Fake-Piercings gibt es meistens für Ohrenpiercings, Nasenpiercings, Lippenpiercings, Augenbrauenpiercing und Bauchnabelpiercings. Ziemlich in dieser Reihenfolge werden Fake-Piercings meistens auch genutzt.

Fake Plug-Piercing

Bei einem Plug Piercing handelt es sich um ein scheibenförmiges oder eckiges Piercing, der Durchmesser kann dabei variieren, das meistens im Ohr getragen wird. Um ein Plug Piercing zu tragen, muss der Piercing Kanal soweit gedehnt werden, dass das Plug vollständig davon aufgenommen werden kann.

Das Fake-Plug-Piercing hat meistens ein Stabgewinde der durch ein normales Ohrloch getragen wird. Somit ist es nicht notwendig, sein Ohrläppchen zu weiten. Schaut man nicht zu genau hin, kann man bei vielen Fake Modellen oft keinen Unterschied zu einem echten Plug erkennen. Alternativ können Fake Plugs auch mit Magneten zusammengehalten werden.  

Fake Nasenpiercing

Ein Fake-Nasenpiercing kann man gut mit einem Fake Ball- Closure Ring, darstellen. Der Ball Closure Ring hat dabei einen Befestigungsclip und daher ist auch kein Stichkanal notwendig. Man kann den Ring dabei so anbringen, dass der Clip in der inneren Nasenscheidewand aufliegt und somit nicht sichtbar ist.

 

Fake-Augenbrauenpiercing

Auch bei Fake Augenbrauenpiercing arbeitet man prinzipiell mit einem Fake Ball- Closure Ring. Da ist allerdings der Befestigungsclip besser zu sehen.

Fake Bauchnabelpiercing

Der Fake Ball- Closure Ring eignet sich auch dafür, ihn als Fake Bauchnabelpiercing zu tragen. Das macht aber nur Sinn, wenn man die ganze Zeit etwas bauchfreies trägt, denn sonst kann das Fake Bauchnabelpiercing aufgrund der Reibung schnell wieder abfallen.

 

Fake Ohrenpiercing

Der Fake Ball- Closure Ring kann natürlich auch am Ohr befestigt werden, z.B. als Fake Helix. Befestigt man den Befestigungsclip an der Innenseite des Ohrs, ist es kaum sichtbar, dass es sich um ein Fake-Piercing handelt.

 

Fake Lippenpiercing

Auch für ein Fake Lippenpiercing eignet sich der Fake Ball- Closure Ring mit Befestigungsclip.

Fake Septum Piercing

Das Septum Piercing lässt sich als Fake-Septum Piercings sehr gut darstellen. Hier wird auch mit einem Befestigungsclip gearbeitet. Normalerweise ist es kaum erkennbar, dass es sich nicht um ein echtes, sondern ein Fake-Piercing handelt, da ja das Septum in der Naseninnenwand befestigt wird. Der Druck auf diese ist aber ziemlich ungewohnt und für einige darum unangenehm.

Fake Piercings mit Magneten

Es gibt auch Fake-Piercings, die werden nicht über Befestigungsclips oder Stäbe gehalten, sondern mit Hilfe von Magneten. Magnet Fake-Piercings sind vor allem als Plug Piercing oder Dehnungsspiralen zu finden. Hier ist das Risiko, dass das Fake-Piercing abfällt allerdings am höchsten. Fake Dehnungsspiralen und Plugs können allerdings auch über Stäbe im Ohrloch gehalten werden. 

 

Fake Brustpiercings?

Natürlich wäre es prinzipiell möglich, ein Fake Brustwarzenpiercing mit einem Fake Ball- Closure Ring zu tragen. Da aber die Brustwarze sehr sensibel ist, und das Piercing sofort als Fake erkannt werden würde, kommt diese Variante nur sehr selten vor.

Fake Intimpiercings?

Intimpiercings werden nur äußerst selten als Fake getragen, meistens für Fotoshootings. Im Privatgebrauch ist es ja so, dass die Genitalien sehr sensibel sind und der permanente Druck als besonders unangenehm empfunden werden würde. Auch würde man das Fake Intimpiercing ja nicht unbedingt tragen, wenn man alleine ist, sondern für den Fall dass es noch jemand anderes sieht. Käme es dann aber zum Geschlechtsverkehr, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das intime Fake-Piercing aufgrund der Reibung abfallen würde.

Fake-Zungenpiercing?

Es gibt tatsächlich Angebote für Fake Zungenpiercings im Internet. Es handelt sich dabei um eine metallene Halbkugel, die am unteren Ende an der Zunge ansaugen soll. Berichte darüber waren aber in der großen Mehrheit negativ und wir würden Euch auch davon abraten. Offensichtlich besteht ja auch das Risiko, dass man es einfach verschluckt, wenn es sich löst.

Fake Piercings in unserem Online Piercing Store

In unserem Piercing-Store online Shop gibt es natürlich auch eine reichhaltige Auswahl an Fake-Piercing Modellen, die ihr ganz einfach bestellen könnt. Einfach auf unserem Shop die Kategorie „Fake-Piercing“ auswählen und schon erscheinen Euch alle Fake Piercing Modelle die wir im Angebot haben.

Besonders beliebt bei unseren Kunden sind die Fake Plugs und Dehnungsstifte mit Stabgewinde oder Magnet, Fake Septums in vielfacher Ausführung, Ohrklemme, Fake Augenbrauenpiercing, Fake Ohrenpiercing oder Fake Nasenpiercing.

Natürlich achten wir auch bei den Fake-Piercing Modellen, die wir im Shop haben darauf, dass nur die besten Materialien verarbeitet werden und unseren Kunden das bestmögliche Trageerlebnis mit festem Halt sichergestellt wird.

Das Bauchnabelpiercing: Infos und Fakten

Das Bauchnabelpiercing ist eine der beliebtesten Piercing-Varianten, wird von allen am häufigsten getragen und ist auch in der Pop- und Filmwelt stark vertreten. Im folgenden Artikel findest Du alles, was Du zum Thema Bauchnabelpiercing wissen solltest.

 

Warum ist das Bauchnabelpiercing so beliebt?

Das Bauchnabelpiercing hat einen hohen ästhetischen Reiz und zieht Aufmerksamkeit auf sich wenn man etwas bauchfreies trägt oder am Strand unterwegs ist. Das Tragegefühl ist dabei meistens sehr angenehm und auch das Stechen ist meistens schmerzfrei und problemlos möglich. Dabei entscheidet die Trägerin selbst, ob sie das Bauchnabelpiercing ihrer Umgebung zeigen möchte oder nicht.

Der Bauchnabelpiercing Boom durch die Medien

An dem Boom den das Bauchnabelpiercing genommen hat, hatten die Medien und die Unterhaltungsindustrie einen sehr großen Anteil. Christy Turlington, weithin als eine der TOP 5 Supermodells bezeichnet, trug als erste bekannte Trägerin ein Bauchnabelpiercing während einer Modenschau in London und erzeugte damit sehr viel Aufmerksamkeit. Aber die vielleicht größte Wirkung für die frühe Verbreitung des Bauchnabelpiercings hatte sicher das Musikvideo Cryin‘ von Aerosmith. Hier lässt sich (die Schauspielerin) Alicia Silverstone ein Bauchnabelpiercing (Ball Closure Ring) stechen und ist sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis. Seit das Video 1993 veröffentlicht und zum Hit wurde, ist auch das Interesse nach Bauchnabelpiercings zum Trend geworden. Neben Christy Turlington und Alicia Silverstone gibt es auch viele weitere sehr bekannte Größen aus dem Showbizz die sich zu ihrem Bauchnabelpiercing bekennen. Zu nennen sind hier unter anderen: Britney Spears, Beyoncé Knowles, Miley Cyrus, Naomi Campbell, Nicole Richie, Paris Hilton, Lindsay Lohan, Daniela Katzenberger, Jeanette Biedermann, Sarah Engels, Leona Lewis, Jessica Alba und Keira Knightley.

Bauchnabelpiercing für Männer und Frauen?

Bei dem Bauchnabelpiercing handelt es sich um ein typisches Frauen-Piercings, denn selbst wenn es natürlich auch Männer gibt, die ein solches tragen, ist der Anteil weiblicher Trägerinnen um ein vielfaches größer. Anatomisch gesehen können sich aber auch Männer genauso leicht ein Bauchnabelpiercing stechen lassen.

Welche Bauchnabelpiercing Variationen gibt es?

Die häufigste Variante des Bauchnabelpiercing ist vertikal in der oberen Hautfalte. Gar nicht so selten wird das Bauchnabelpiercing allerdings auch in die untere Hautfalte, also unter dem Bauchnabel gestochen. Auch zwei parallel zueinander liegende Piercings in den seitlichen Hautfalten ist möglich. Eine besondere Form ist auch das Bauchnabelpiercing das als Oberflächenpiercing in die Bauchdecke über den Nabel gestochen wird. Diese kann allerdings häufiger zu Komplikationen führen.

Wie wird ein Bauchnabelpiercing gestochen?

In den allermeisten Fällen wird das Bauchnabelpiercing im Liegen gestochen. Das macht zum einen dem Piercer die Arbeit leichter, da er meistens vor dem „Patienten“ sitzen oder stehen und dann den Stichkanal mit größter Genauigkeit vornehmen kann.

In einem ersten Schritt wird dabei erst einmal die Hautgegend um den Bauchnabel desinfiziert um Infektionen vorzubeugen. Danach markiert der Piercer die Eintritts- und Austrittsstelle des Piercing Kanals. Diese fixiert er dann mit einer Piercing-Klemme und führt den Durchstich dann mit einem Peripheren Venenkatheter durch.

Was ist eine Piercing-Klemme? Bei der Piercing-Klemme handelt es sich grob beschrieben um eine feine Zange, mit der sensible Haut-, Knorpel- oder Zungensegmente fixiert werden können um einen fehlerfreien Piercing-Kanal zu legen. Man unterscheidet hierbei zwischen Pennington-Klemme, Förster-Klemme und Septum-Klemme. Für Bauchnabelpiercings kommt meistens die Försterklemme zum Einsatz, manchmal wird diese abweichend auch Gaze- oder Sponge-Klemme genannt. Die Förster-Klemme hat ein markant-ovales Fassteil an seinem Kopf.

Was ist ein Peripherer Venenkatheter? Der Periphere Venenkatheter ist meistens aus der Medizin bekannt, wo er in der Vene eines Patienten angelegt wird. Er hat dabei eine Kanüle aus Stahl die von einem Kunststoffkatheter umgeben ist. Während aber der Periphere Venenkatheter im Medizinbereich für eine längere Applikation von Medikamenten in die Vene des Patienten gebraucht wird, geht es beim Bauchnabelpiercing nur um den kurzen Durchstich des Piercing-Kanals. Ist der Durchstich erfolgt, dann wird die Stahlkanüle entnommen und der Piercingschmuck durch das Ende der Kunststoffhülle in den Piercingkanal eingeführt und dann mit deren Herausschieben durch die Haut gezogen.

Wie Verheilt ein Bauchnabelpiercing?

Leider handelt es sich beim Bauchnabelpiercing um eine der Piercingvarianten, die am umständlichsten wieder abheilen. Das hat zum einen damit zu tun, dass das frisch gestochene Bauchnabelpiercing sehr vielen Reizen ausgesetzt ist. Fast jede körperliche Bewegung führt zu Reibung im Nabelbereich. Oftmals kommt hierzu, dass das Bauchnabelpiercing unter der Kleidung getragen wird und daher wenig Luft an die frische Wunde kommt.

Normalerweise heilt ein Bauchnabelpiercing in 4-6 Monaten ab, aber dieser Zeitraum kann sich in Extremfällen auch bis zu einem Jahr oder sogar darüber hinaus ausdehnen. Wichtig ist, dass ein noch nicht abgeheiltes Bauchnabelpiercing ganz besonders intensiv gepflegt wird. Auch der Schmuck sollte in dieser Zeit nach Möglichkeit nicht ausgewechselt werden.

Kann jeder ein Bauchnabelpiercing tragen?

Die allermeisten können problemlos ein Bauchnabelpiercing tragen, allerdings gibt es auch anatomische Besonderheiten, bei denen ein normales Bauchnabelpiercing unter Umständen Probleme bereitet.

Bauchnabelpiercing bei Bauchansatz: Bei einem Bauchansatz kann das Bauchnabelpiercing unter Umständen als unangenehm empfunden werden, da die Reibung an der Kleidung deutlich stärker ist. Das kann auch das Abheilen des Piercingkanals nochmal verzögern.

Bei einem sehr tiefen Nabel sollte man darauf achten, dass nicht bis in das Ende des Nabels gestochen wird, da ein langer Stichkanal schwerer, bzw. langsamer abheilt und der Piercingschmuck eventuell im Nabel verschwinden kann, also nicht mehr sichtbar ist.

Bei zu wenig Gewebe besteht das Risiko, dass eine zu hohe Spannung auf das Piercing wirkt und es darum wieder herauswächst.

Bei zu viel Gewebe verhindert der Druck das Abheilen des Piercingkanals, dass ständig gereizt bleibt.

Ein nach außen gewölbte Bauchnabel kann dann nicht durch die obere- untere- oder seitliche Hautfalte gestochen werden, sondern nur durch den Bauchnabel an sich. 

 

Bauchnabelpiercing während der Schwangerschaft?

Oft stellt sich den Trägerinnen eines Bauchnabelpiercings während der Schwangerschaft die Frage, ob sie ihr Piercings drin lassen können oder es besser wäre das Piercing zu entfernen. Tatsächlich wächst ja während der Schwangerschaft bekannter Maßen der Bauchumfang in einer relativ kurzen Zeit deutlich an. Es kann daher durchaus dazu kommen, dass das Piercing quasi herausgeschoben wird, ein unangenehmes Tragegefühl entsteht oder am schlimmsten, dass sich Infektionen einstellen. Wird das Bauchnabelpiercing aber für mehrere Monate herausgenommen, kann es durchaus sein, dass der Piercingkanal teilweise wieder zuwächst und dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder nachgestochen werden muss. Eine Alternative hierzu können Bauchnabelpiercings aus Bioplastik sein. Diese reduzieren das Risiko von Infektionen auch deshalb, weil sie sehr dehnbar sind. Nach der Schwangerschaft kann dann meistens wieder ein Bauchnabelpiercing aus Metall eingelegt werden.

 

Welchen Schmuck gibt es für Bauchnabelpiercings?

Es gibt fast unbegrenzte Varianten beim Bauchnabelpiercing-Schmuck und die Kunden haben die Auswahl zwischen einfachen Modellen bis zu sehr aufwändig gestaltetem Schmuck. 

In den meisten Fällen wird ein Curved Barbell als Bauchnabelpiercing getragen. Das Curved Barbell, im Deutschen auch manchmal „Bananenpiercing“ genannt, ist ein gebogener Metallstift mit zwei Verschlusskugeln. Typischerweise ist beim Bauchnabelpiercing eine der Kugeln, nämlich die die außen, bzw. oben getragen wird größer und entsprechend verziert. In den meisten Fällen besteht die „Verzierung“ der größeren Kugel aus einem Stein oder Kristall, es ist allerdings auch möglich, einen Anhänger zu befestigen, der dann über oder knapp unter dem Bauchnabel hängt. 

Eine nicht ganz so häufige Variante des Bauchnabelpiercings ist der Ball Closure Ring. Dieser wird nicht so häufig verwendet, da das Risiko von Infektionen hier höher ist. 

Bauchnabelpiercings online bestellen

In allen gut sortierten Online-Piercing-Shops kann man Bauchnabelpiercings sehr einfach bestellen. Eine sehr große Auswahl an Bauchnabelpiercings könnt Ihr übrigens natürlich auch in unserem Piercing Online Shop finden! Hier geht es direkt zu unseren Angeboten für Bauchnabelpiercings! Wir achten natürlich immer darauf, dass unsere Piercings nur mit den besten Materialien verarbeitet sind. Auch Schwangerschafts- Bauchnabelpiercings haben wir für Euch im Angebot.

Bauchnabelpiercing Legenden

Ziemlich hartnäckig hält sich die Legende, dass schon im Alten Ägypten Bauchnabelpiercings nachzuweisen wären. Das ist allerdings nicht richtig, Bauchnabelpiercing Schmuck wurde auf keinen altertümlichen Bildern oder Aufzeichnungen gefunden.

Ein Schauermärchen, dass man manchmal zu hören bekommt lautet, dass Bauchnabelpiercings nach innen wandern und irgendwann in den Magen einwachsen. Sowas ist anatomisch gesehen völliger Quatsch. Wächst ein Bauchnabelpiercing heraus, dann nur nach außen, nicht in den Magen.

Auch wenn von Unfällen durch Bauchnabelpiercings die Rede ist, sollte man sehr vorsichtig sein, meistens sind das nur böse Geschichten. Gesichert ist nur ein einziger Fall aus Wales, GB bekannt, bei dem einer Frau während eines Autounfalls durch den Auto Gurt das Bauchnabelpiercing in den Bauchraum gedrückt wurde.

Mit dem Bauchnabelpiercing durch die Sicherheitskontrolle?

Es ist durchaus möglich, dass ein Metalldetektor am Flughafen wegen einem Bauchnabelpiercing ausschlägt. Ist ein größerer Anhänger damit verbunden, wird das Signal natürlich auch stärker. Am besten sagt man dem Sicherheitspersonal im Vorfeld Bescheid, dass man ein Bauchnabelpiercing trägt. Wenn diese das Bauchnabelpiercing sehen wollen und es einem unangenehm ist, dies einfach so frei zu zeigen, hat man als Frau das Recht, mit einer weiblichen Sicherheitsmitarbeiterin in einen separaten Raum geführt zu werden. Für Männer ist diese Regel natürlich auch umgekehrt gültig. Alternativ kann man für die Reise aber auch einfach ein Bauchnabelpiercing aus Kunststoff anlegen, das dann keinen Alarm auslösen sollte.