Zieh dir einen Ring durch die Nase – das Septum-Piercing

Piercings an der Nase sind überaus beliebt und häufig zu sehen – sogar bei Personen, die sonst kaum oder gar keine Piercings haben. Hierbei handelt es sich meistens um Nostril-Piercings, also Schmuck, der meistens als kleiner Stecker, gelegentlich auch als Ring in den Nasenflügel eingesetzt wird. Anders sieht es da mit dem Septum-Piercing aus. Obwohl es sich besonders attraktiv präsentiert, so ist es doch ein eher selten gestochenes Piercing. Ja, es bedarf schon einer gewissen Portion Mut, um sich dieses Piercing stechen zu lassen. Während ein Nostril eher dezent erscheint, ist das Septum-Piercing nicht zu übersehen. Da sich aber immer mehr Prominente dieses Piercing stechen lassen, geht der Trend für das Septum-Piercing eindeutig aufwärts. Till Lindemann von Rammstein, Stefanie Heinzmann und auch Bill Kaulitz tragen ihre Septum-Piercings dauerhaft. Dann gibt es da noch Stars, die das Septum-Piercing nur gelegentlich zur Schau stellen – darunter beispielsweise Cara Delevingne und Jessica Biel. Kaum ein Piercing polarisiert so sehr wie das Septum. Dabei zählt genau dieses Piercing zu den älteresten Körpermodifikationen und hat eine sehr lange Tradition.

Septum-Piercing: Kultureller Hintergrund

Es ist bereits erwiesen, dass schon Menschen in der Jungsteinzeit sich die Nasen verzierten. Sogar der berühmte Mann aus dem Eis „Ötzi“ trug ein Nasenpiercing. In vielen Regionen dieser Welt hat das Septum-Piercing eine lange Tradition – es war und ist in Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien gleichermaßen verbreitet. Das Septum-Piercing war in vielen Stämmen ein Symbol für den Rang innerhalb der Gemeinschaft und wurde in feierlichen Zeremonien und Initiationsriten gestochen. Es war eine Ehre, ein solches Piercing tragen zu dürfen. Bei den Urvölkern wurden natürlich keine Zierschmuckstücke aus Edelmetallen eingesetzt. Viel mehr dienten je nach Region Knochen, Korallen oder kleine Hölzer als Schmuck. Doch bereits bei den Ureinwohnern Amerikas, bei den Azteken, Mayas und Inkas wurden Schmuckstücke aus Gold, verziert mit kostbaren Edelsteinen als Septum-Piercings verwendet. Es ist also ein Schmuck, der eine längere Historie vorzuweisen hat, als die meisten anderen Piercings.

Septum-Piercing in der heitigen Gesellschaft

In unserer Gesellschaft taucht das Septum-Piercing nur gelegentlich auf. Woran liegt das? Ein Faktor ist sicherlich, dass das Piercing unterhalb der Nasenscheidewand mitten im Gesicht platziert ist. Es ist also für jeden, der dir ins Gesicht schaut, sofort zu sehen. Während Helix oder Tragus durch die Haare verdeckt werden können, ist das Septum immer sichtbar. Wenn du dir ein Septum-Piercing stechen lassen möchtest, solltest du dich unbedingt an einen Piercer wenden, der es bereits mehrfach gestochen hat, denn diese Stelle ist nicht ganz ungefährlich. Die Nasenscheidewand ist bei jedem Menschen unterschiedlich ausgebildet. Häufig sind Unebenheiten in der Struktur. Dein Piercer muss über so viel anatomisches Wissen verfügen, dass er so etwas erkennt und weiß, wie er Unregelmäßigkeiten ausgleichen kann, sonst sitzt dein Septum-Piercing eventuell schief. Gerade an dieser Stelle wäre das sehr auffällig. Gerade bei diesem Piercing kommt es also darauf an, das es schön akkurat und perfekt sitzt.

Ein falsch platziertes Septum-Piercing würde deinen kompletten Gesichtsausdruck verändern – das soll natürlich nicht sein. Für das Stechen dieses Piercings wird dein Piercer eine spezielle Septumzange verwenden. Mit dieser kann er den späteren Stichkanal genau bestimmen. Erst wenn die Zange richtig sitzt, wird er die Nadel durch die Zylinder stechen und so das Piercing setzen. Je nach deiner Anatomie wird ein geschulter und versierter Piercer den Schmuck nicht direkt durch die knorpelige Nasenscheidewand, sondern durch das weiche Gewebe direkt darunter einsetzen. Bleibt die Nasenscheidewand unberührt, ist das Stechen deutlich weniger schmerzhaft.

Wie schmerzhaft ist das Stechen eines Septum-Piercings?

Ein Septum-Piercing ist nicht ganz risikolos, denn es ist eine sehr empfindliche Stelle, die aufgrund von Absonderungen besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Wird die knorpelige Nasenscheidewand durchstochen, ist das schon recht schmerzhaft. Es besteht ein erhöhtes Entzündungsrisiko und der Heilverlauf ist deutlich verlangsamt. Im schlimmsten Fall kann sich sogar ein Abszess bilden, der behandelt werden muss. Genau aus diesem Grund solltest du dich an einen erfahrenen Piercer wenden, der deine Nase genau betrachtet und ermittelt, wie und wo dein Septum-Piercing platziert werden kann. Falls es deine Anatomie nicht zulässt, der Piercing unterhalb der Nasenscheidewand zu stechen, überlege dir gut, ob du das Risiko wirklich eingehen willst. Wichtig ist auf jeden Fall eine akribische Pflege, denn durch die Nasenflüssigkeiten und -absonderungen ist der Wundkanal häufig gereizt.

Heilungsprozess des Septum-Piercings

Es dauert bei optimalem Verlauf zwischen zwei und vier Monate, bis der Stichkanal des Septum-Piercings komplett ausgeheilt ist. Dein Piercer wird sicherlich darauf achten, dir einen sehr leichten Schmuck einzusetzen, damit der Stichkanal nicht übermäßig gereizt wird. Es ist also Geduld gefordert, bis du deinen Traumschmuck einsetzen kannst. Die tatsächliche Heilungsdauer ist jedoch von vielen Faktoren abhängig. Wie oben schon erwähnt spielt es eine entscheidende Rolle, an welcher Stelle das Septum-Piercing sitzt. Ferner ist auch dein persönlicher Lebenswandel entscheidend mit dafür verantwortlich, wie die Heilung verläuft. Wichtig ist, dass du auf eine tadellose Hygiene achtest. Reinige und desinfiziere dein Septum-Piercing regelmäßig und berühre den Schmuck so wenig wie möglich. Solltest Du während der Heilungsphase einen Schnupfen bekommen, ist besondere Vorsicht geboten. Dann ist eine intensive Pflege umso wichtiger. Pflege bedeutet in diesem Fall nicht, dass du möglichst oft am Piercing hantieren solltest, sondern, dass du dein Piercing gezielt und akribisch reinigst und dann in Ruhe lässt. Ein Desinfektionsspray wie Octenisept reicht vollkommen aus, um dein frisch gestochenes Piercing angemessen zu pflegen. Solltest du mit den Fingern direkt an die Wunde greifen müssen, wasche dir unbedingt vorher die Hände. Es reichen schon kleinste Verunreinigungen aus, um an dieser empfindlichen Stelle eine Entzündung auszulösen.

Schwimmbad, Sauna und Solarium solltest du während der Heilung meiden. Achte auf eine gesunde Ernährung, und verzichte möglichst auf Zigaretten, Alkohol und Drogen. All dies kann die Zeit, die dein Körper zur Heilung benötigt, verlängern. Für die Reinigung denes Gesichts im Rahmen der normalen Körperpflege solltest du ein pH-neutrales und unparfümiertes Produkt verwenden.

Der perfekte Erstschmuck für das Septum-Piercing

Welcher Schmuck am besten für dein Septum-Piercing geeignet ist, kann dir am besten dein Piercer verraten. Wichtig ist, dass am Septum ein hochwertiges Material eingesetzt werden sollte. Am besten bist du mit Schmuck aus Platin, Gold oder Titan bedient, da hier Allergien ausgeschlossen werden können. Ist erst einmal alles ausgeheilt und schmerzfrei, kannst du deinen Wunschschmuck einsetzen. Hier kannst du zu schicken Ringen oder stylischen Hufeisen greifen. Die Auswahl an Septumschmuck ist riesig – von dezent und filigran bis auffällig und mit Steinen verziert ist alles möglich.

Fake Septum-Piercings – eine gelungene Alternative

Falls du dich nicht traust, dir ein Septum-Piercing stechen zu lassen, oder du es nur gelegentlich tragen möchtest, gibt es überaus attraktive Fake-Piercings, die du alternativ tragen kannst. Dieser Schmuck ist wie ein Hufeisen geformt und wird einfach an die Nasenscheidewand bzw. in das Gewebe darunter geklemmt – vollkommen schmerzfrei und für dein gegenüber nicht als Fake zu identifizieren. Dieser Schmuck lässt sich jederzeit wieder problemlos entfernen. In unserem Shop findest du eine große Auswahl an Septum-Schmuck und Fake-Piercings mit denen du deine Nase verzieren und verschönern kannst. Am besten schaust du dich mal ganz in Ruhe um und lässt dich inspirieren. Wenn du dich entscheiden hast, beliefern wir dich schnell, unkompliziert und zuverlässig. Dann kannst du deinen neuen Schmuck schon in nächsten Tagen in Empfang nehmen.

Piercingschmuck aus Titan – das Hightech-Metall aus der Raumfahrt

Piercingschmuck kann ja bekanntlich aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen. Neben Chirurgenstahl, Silber und Gold ist Titan eins der beliebtesten und verbreitesten Metalle, das zur Herstellung von Piercingschmuck verwendet wird. Doch was macht dieses Metall so besonders, und warum eignet es sich so hervorragend für den Körperschmuck?

Eigenschaften von Piercings aus Titan

Titanschmuck gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Das Metall schimmert und glänzt zunächst wie Chrom, kann aber durch entsprechende Behandlung in alle gewünschten Farben abgewandelt werden. Besonders beliebt sind hier Schwarz und bläulich irisierend wie ein Regenbogen. Das Material ist so hart und robust wie Stahl, aber deutlich leichter. Titan lässt sich hervorragend verarbeiten und läuft auch bei ständigem Hautkontakt nicht an wie Silber. Es ist ein vielseitig verwendbares Material ohne Nebenwirkungen. Aufgrund seiner extrem glatten Oberfläche, die auch bei langem Tragen des Piercings nicht spröde wird, können sich keine Keime, Viren oder Bakterien daran festhalten. Es ist somit besonders hygienisch und auch für Allergiker bestens geeignet. Titan ist einfach ein universell einsetzbares Metall, das sich bereits vor langer Zeit im Bereich der Medizin und der Raumfahrt fest etabliert hat. Auch im Bereich des dekorativen Schmucks ist Titan mittlerweile dabei, in der Beliebtheit zu Gold, Platin und Silber aufzuschließen. Es ist leicht zu reinigen und bestens verträglich. Trotz der überzeugenden Eigenschaften hat es eine Weile gedauert, bis sich Titanschmuck bei den Designern für Piercingschmuck durchgesetzt hat. Heute ist es jedoch nicht mehr wegzudenken, und nahezu jeder Piercer hat eine Auswahl an Schmuckstücken aus Titan in seiner Schublade.

Eignet sich Titanschmuck als Erstschmuck?

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, beim Erstschmuck auf PTFE zurückzugreifen. Doch nicht an allen Stellen ist das möglich. Bei Augenbrauen-, Bauchnabel- oder Septum-Piercings – also alle Stellen, die einen gebogenen Schmuck erfordern – kann Titanschmuck auch als Erstschmuck eingesetzt werden. Hier ist Titan die beste Wahl. Die Wundheilung wird durch das Metall nicht gestört. Auch bei Fleshtunnels sind Plugs aus Titan überaus beliebt. Wenn du planst, dir ein neues Piercing stechen zu lassen, kannst du deinen Piercer einfach mal darauf ansprechen, welchen Piercingschmuck aus Titan er im Sortiment hat. Er kann dich beraten, ob bei deinem Wunschpiercing auch ein Erstschmuck aus Titan denkbar wäre. Titanschmuck ist aufgrund seiner Wertigkeit etwas teurer als Schmuck aus PTFE oder Chirurgenstahl. Es ist ein sehr hochwertiges Metall, dass durch seine Beständigkeit und seine Optik punktet. Da sich Titan für jede Körperstelle eignet, ist der Schmuck auch jeden Cent wert. Der finanzielle Unterschied ist gerade bei so kleinen Schmuckstücken fast schon nebensächlich, da Metalle am Markt nach Gewicht gehandelt werden. Da Titan deutlich leichter ist als Stahl, relativiert sich die kleine preisliche Differenz. Titan kann übrigens auch als Legierung auf anderen Metallen aufgebracht werden. Der Schmuck wirkt also wie reines Titan, ist aber etwas günstiger aufgrund des preiswerteren Grundmaterials. Die meisten im Netz oder bei den Piercern im Studio erhältlichen Schmuckstücke bestehen aber komplett aus Titan. Frage einfach nach, wenn du dir unsicher bist und es genau wissen möchtest.

Welche Stellen eignen sich für Titan-Piercings

Hier gibt es nur eine Antwort: Alle! Piercingschmuck aus Titan können ausnahmslos an allen Körperstellen eingesetzt werden. Es liegt also ganz bei dir, wo du ihn einsetzen möchtest. Durch den wunderschön schimmernden Glanz eigenen sich Titan-Piercings natürlich besonders gut als Helix, Tragus oder auch an der Augenbraue. Doch auch als Zungenpiercing oder im und um den Mund herum kannst du zu Schmuck aus Titan greifen. Ebenso ist dieses Metall für Intimpiercings hervorragend geeignet. Aufgrund seiner positiven Eigenschaften ist der Einsatz in sensiblen Bereichen absolut problemlos – dies gilt sowohl für Männer als auch Frauen. Du möchtest ein Brustwarzenpiercing aus Titan? Kein Problem, denn auch an dieser Stelle kannst du Schmuck aus Titan einsetzen. Der große Vorteil: Das Metall reagiert auch nicht im Zusammenhang mit Körperflüssigkeiten und bleibt immer sauber und attraktiv. Besonders beliebt sind Titan-Piercings übrigens für den Bauchnabel. Da diese Stelle im Sommer gerne zur Schau gestellt wird, macht sich hier natürlich auch das reizvolle Funkeln bemerkbar. Da der Schmuck sehr leicht ist, hängen sich die Stichkanäle nicht aus, der Schmuck sitzt immer perfekt, drückt nicht und bleibt an Ort und Stelle. Gerade bei Personen, die auch vielfach gepierct sind, haben sich Schmuckstücke aus Titan bewährt. Da sie nicht korrodieren und mit nicht mit anderen Stoffen reagieren bleibt der Schmuck immer in dem Zustand, in dem du ihn gekauft hast. Jedes Piercing ist also ein Schmuck für die Ewigkeit.

So solltest du deinen Titanschmuck pflegen

Da Piercings aus Titan sehr pflegeleicht sind, gibt es hier kaum etwas zu beachten. Am besten reinigst du es gelegentlich, um Schmutz, Hautpartikel und andere Ablagerungen zu entfernen. Da an diesem Metall nichts haften bleibt, ist die Reinigung schnell erledigt. Wenn du Titanschmuck als Erstschmuck eingesetzt bekommen hast, kannst du dein Piercing ganz normal reinigen und desinfizieren. Hier gibt es keinen Unterschied zu Erstschmuck aus PTFE. Die Heildauer ist in diesem Fall nicht abhängig vom Material, sondern lediglich von deiner Pflege und deinem individuellen Lebensstil.

Wissenswertes über Titan

Es lohnt sich, das Metall, das vom Namen her an die Götter der griechischen Mythologie erinnert, damit aber nichts zu tun hat, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Achtung, jetzt wird es chemisch! Titan ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 22 im Periodensystem und dem Elementsymbol Ti. Es wird zu den Leichtmetallen gezählt und gehört zu den zehn häufigsten Elementen in der Erdkruste. Das Metall wird hauptsächlich in Australien, Skandinavien, Malaysia, dem Ural und in Nordamerika gewonnen. Doch auch in Meteoriten kann das Element Titan enthalten sein, und auch auf unserem Mond wurde Titan bereits nachgewiesen. Das Metall verändert sich auch nicht bei unterschiedlichen Temperaturen und reagiert nicht auf andere Metalle.

So findest du das perfekten Titan-Piercing

Die Auswahl an Piercings aus Titan ist schier unerschöpflich. Kleine Stecker, Barbells, Segmentringe, Creolen und alle weiteren Schmuckstücke, mit denen du deinen Körper verzieren kannst, gibt es auch aus Titan. Du hast also die Qual der Wahl. Da sich Titan besonder gut verarbeiten lässt, gibt es den Schmuck mit Kügelchen, Charms oder funkelnden Schmucksteinen – ganz so wie du es dir wünschst. Natürlich findest du auch in unserem Shop eine Vielzahl an attraktiven Schmuckstücken aus Titan. Am besten stöberst du mal durch unser Sortiment, um dir einen Eindruck zu verschaffen. Lasse dich inspirieren, und überlege dir, welcher Schmuck an welcher Stelle bei dir besonders gut zur Geltung kommen würde. Vielleicht besitzt du ja bereits einen Ring oder eine Kette aus Titan und suchst nun den passenden Piercingschmuck dazu. Aufgrund der Farbvielfalt kannst du dir überlegen, ob deine Piercings im gleichen Farbton sein sollten oder ob du mit deinem Körperschmuck harmonische Kontraste setzen möchtest. Lass deiner Fantasie einfach freien Lauf. Selbstverständlich kannst du Titan-Schmuck auch mit Piercings aus anderen Materialien und Metallen kombinieren.

Du hast bei uns den passenden Schmuck gefunden? Nach deiner Bestellung beliefern dich schnell und unkompliziert. So kannst du deinen neuen Piercingschmuck schon in den nächsten Tagen in den Händen halten. Solltest du noch weitere Fragen zum Thema Piercingschmuck aus Titan haben, kannst du dich auch gerne mit unserem Kundenservice in Verbindung setzen. Unser versiertes Team wird dich kompetent beraten und dir bei der Auswahl deines persönlichen Schmucks gerne behilflich sein. Du erreichst uns am besten direkt über das Kontaktformular.

Süße Grübchen – das Wangenpiercing

Piercings im Gesicht sind nicht selten. Tagtäglich begegnen dir Menschen auf der Straße, die ein Piercing an der Lippe, den Augenbrauchen oder in der Nase haben. Seltener sind hingegen Piercings in der Wange zu sehen, dabei sind gerade sie so attraktiv und reizvoll, weil sie jedem Lächeln einen besonderen Zauber verleihen. Vielleicht hast du ja selbst schon mal überlegt, ob du dir ein Piercing in die Wange stechen lassen solltest. Hier erfährst du alles, was du über dieses niedliche Piercing auf Höhe deiner Grübchen wissen solltest.

Das Wangenpiercing ist voll im Trend

Das Wagenpiercing (Cheek- oder auch Dimple-Piercing genannt) gehört zu den Gesichtspiercings. In den meisten Fällen wird es als symmetrisches Paar gestochen, da dies die Optik und Wirkung geschickt betont. Ein einzelnes Wangenpiercing weckt schnell den Gedanken, dass da doch etwas fehlen würde. Das Wangenpiercing wird genau an die Stellen gesetzt, an denen sich deine Grübchen beim Lächeln bemerkbar machen. Selbst wenn du keine ausgeprägten Grübchen hast, sind Wangenpiercings überaus charmant, denn sie unterstreichen jedes Lachen. Wenn dieses Piercing für dich interessant sein sollte, lass dich von deinem versierten Piercer ausführlich beraten. Es gibt hierbei vieles zu beachten, denn ganz so unkompliziert, wie es zunächst scheint, ist es nicht. Da in der Wange viele Nerven und Blutgefäße verlaufen, ist es wichtig, dass du dich nur in erfahrene Hänge begibst. Zudem wird dein Piercer genau darauf achten, die beiden Stecker präzise gegenüberliegend zu platzieren. Werden sie beiden Piercings nicht korrekt gesetzt, entsteht der Eindruck, dein Gesicht wäre schief. Symmetrie ist hier als von entscheidender Bedeutung.

Der Ursprung des Wangenpiercings

Wangenpiercings haben wie fast alle Piercings eine lange Tradition. In Ägypten, einigen asiatischen Regionen und bei afrikanischen Stämmen werden Wangenpiercings meist bei rituellen Festen gestochen. Sowohl Männer als auch Frauen tragen unterschiedliche Schmuckstücke, Hölzer oder andere Gegenstände in den Wangen und tanzen – teilweise in Ekstase – durch die Straßen. Für diese Kulturkreise sind das feierliche Spektakel. Diese Wangenpiercings werden allerdings meist nur temporär getragen und dienen weniger der Schönheit, sondern sind ein Symbol für den Glauben, die Zugehörigkeit in der Gemeinschaft und die Demut. In Malaysia sind es vorwiegend wie Mönche, die sich in Trance die Wangen durchstechen.

Mittlerweile ist das Wangenpiercing aber auch in unserer Gesellschaft angekommen, dennoch ist es noch kein Massenpiercing wie z. B. ein Nostril oder Helix. Es wird Zeit, dem Wangenpiercing etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Gefahren beim Stechen von Wangenpiercings

Die Wange ist ein sehr weiches Gewebe, hier Piercings zu setzen, ist auf den ersten Blick sehr einfach – doch weit gefehlt. Da in der Wange viele Nervenbahnen und Arterien verlaufen, ist es wichtig, dass dein Piercer genau weiß, was er tut. Hier sind weiterführende anatomische Kenntnisse von großer Bedeutung. Wird ein Piercing in der Wange falsch gestochen, kann es zu Blutungen, Entzündungen und sogar zu Taubheitsgefühlen und Lähmungen kommen. Es ist also wichtig, dass du dir einen Piercer suchst, der im Stechen von Wangenpiercings bewandert ist. Er wird dich ausführlich informieren und deine Wange entsprechend untersuchen. Im Regelfall wird er deine Wangen vor dem Stechen gründlich durchleuchten und wichtige Punkte markieren, damit er dich nicht nachhaltig verletzt. Deine Wangenpiercings sollen schließlich deinen Gesichtsausdruck schmücken und nicht deine Mimik beeinträchtigen. Ferner können auch korrekt gesetzte Wangenpiercings Schäden an den Zähnen oder dem Zahnfleisch verursachen, falls du versehentlich auf den Schmuck beißt oder der Schmuck ständig an deinen Zähnen reibt. All dies solltest du bedenken, bevor du dich für deine Cheek Piercings entscheidest.

Cheek Piercing oder Dermal Anchor

Es gibt unterschiedliche Techniken, mit denen du deine Wangen piercen lassen kannst. Bei einem typischen Cheek Piercing wird die Wange komplett durchstochen und ein Labret-Stecker eingesetzt. Es gibt aber noch eine weitere Alternative: den Dermal Anchor. Bei diesem wird eine kleine Platte mit kleinem Stab und Schraubgewinde unter die Außenhaut gesetzt. Die Wange wird hier also nicht komplett durchstochen. Die Schmucksteinchen oder Kugeln werden dann einfach auf das Gewinde aufgeschraubt. Dermal Anchors haben Vor- und Nachteile. Der Eingriff betrifft nicht das gesamte Gewebe, sondern nur die ersten Hautschichten. Der Heilungsprozess verläuft relativ unkompliziert und schnell. Allerdings sitzen Dermal Anchors nicht so fest wie ein gestochenes Piercing, gelegentlich werden sie sogar von der Haut abgestoßen. Das Dermal Anchor ist somit eine gute Alternative, wenn du diesen Look erst einmal testen möchtest. Du kannst dich später dann immer noch dafür entscheiden, die Wangen durchstechen zu lassen.

Der richtige Schmuck für Deine Wangenpiercings

Als Wangenpiercing eignet sich vorzugsweise ein Labret-Stecker aus PTFE, wie er auch rund um den Mund verwendet wird. Lass dir zunächst einen Stecker mit längerem Stab als Erstschmuck einsetzen, denn die Wangen schwellen nach dem Stechen ordentlich an. Die Materialstärke sollte mindestens 1,6 mm bestragen. Natürlich kannst du den Schmuck nach dem Abschwellen und Ausheilen dann problemlos gegen deinen Wunschschmuck austauschen.

Heilung und Pflege von Wangenpiercings

Jeder empfindet den Schmerz des Piercens unterschiedlich. Was für den einen ein lockerer Spaziergang ist, ist für den anderen eine qualvolle Tortur. Auf die Frage, wie schmerzhaft ein Wangenpiercing ist, gibt es also keine ultimative Antwort. Zumindest gilt das Cheek Piercing als eins der schmerzhafteren Piercings, da eine relativ dicke Haut- und Gewebeschicht durchbohrt werden muss.

In der Regel heilt ein Wangenpiercing innerhalb von sechs bis acht Wochen vollständig aus. Wenn der Stichkanal vollkommen verheilt ist, kannst du deinen Schmuck mit einem kürzeren Stab einsetzen. Entscheidend für eine komplikationslose Heilung ist eine akribische Pflege. Gerade im Mundraum gibt es viele Faktoren, die den Heilungsprozess negativ beeinflussen können. Eine intensive Hygiene ist somit unabdingbar. Dein Piercer wird dir sicherlich ein Desinfektions- bzw. Pflegemittel empfehlen. Dieses solltest du regelmäßig zwei- bis dreimal täglich auftragen. Auf säure- oder milchhaltige Nahrungsmittel solltest du in der ersten Zeit verzichten. Ebenso auf Alkohol und Zigaretten. All dies sind Faktoren, die den Heilungsprozess stören und unnötig verlängern können. Durch die natürliche Mimik ist das Piercing eh immer in Bewegung – das lässt sich leider nicht vermeiden. Um das Piercing nicht noch zusätzlich zu reizen, solltest du auf keinen Fall mit den Finger daran spielen. Beim Zähneputzen mit einer möglichst milden Zahncreme musst du ebenfalls aufpassen, dass du nicht versehentlich an deinem Wangenpiercing hängen bleibst.

Wangenpiercings – eins nach dem anderen oder gleich beide zusammen?

Ziel ist es natürlich, zwei symmetrische Wangenpiercings im Gesicht zu tragen. Dennoch kann es empfehlenswert sein, wenn du dir erst eine Wange stechen und diese ausheilen lässt, bevor du dir die zweite Wange piercen lässt. Das wird dir das Essen und Sprechen sehr erleichtern. Natürlich steht es dir frei, dir auch gleich beide Piercings setzen zu lassen. Bedenke dann aber, dass du beim Essen erst einmal eine Weile beeinträchtigt bist. Am besten besprichst du dieses Thema mit deinem Piercer.

Was tun bei Komplikationen?

Wie bei allen Piercings kann es auch beim Wangenpiercing zu Heilungsstörungen, Entzündungen, Blutungen oder anderen Komplikationen kommen. Da hier dein empfindlicher Mundraum betroffen ist, sind diese Beschwerden besonders störend und belastend. Essen, sprechen, lachen können dann zur echt heiklen Aufgabe werden. Wenn du also bemerkst, dass die Heilung nicht so verläuft, wie es sein sollte, ist dein Piercer dein erster Ansprechpartner. Er wird dir mitteilen, was du beachten oder tun solltest, um die Heilung zu fördern. In einigen (wenigen) Fällen müssen die Piercings auch wieder entfernt werden – dies ist aber eher die Ausnahme. Hinweis: Wenn Du Wangenpiercings dauerhaft entfernst, werden sie im Laufe der Zeit vernarben. Ein kleines Grübchen wird somit immer zu sehen sein.

Piercingschmuck – Qualität muss nicht teuer sein

Piercingschmuck gibt es in allen Preislagen, doch es gibt entscheidende Unterschiede in der Qualität. Wenn du lange Freude an deine Piercings haben und deine Gesundheit nicht gefährden möchtest, solltest du nicht am falschen Ende sparen. Guter Schmuck ist langlebig und kann über Jahre hinweg getragen werden, doch es gibt leider viele Importe, die bei Weitem nicht halten, was sie versprechen. Woran also erkennst du, dass der Schmuck, der dir gefallt, auch die Qualität bietet, die du erwartest? Auf den ersten Blick ist das nicht zu erkennen und nicht jedes günstige Angebot ist automatisch schlecht. Leider tummeln sich gerade im Netz viele Billiganbieter, die Schmuck zu Centpreisen anbieten, deren Deklaration aber nicht den Tatsachen entspricht.

Wo Chirurgenstahl drauf steht, ist auch Chirurgenstahl drin? Nicht immer!

Leider gibt es viele Mogelpackungen, die mit falschen Materialangaben neue Käufer locken. Wenn du deinen Schmuck bei deinem Piercer deines Vertrauens oder in einem etablierten Online-Shop kaufst, kannst du so gut wie sicher sein, dass die gemachten Angaben auch der Wirklichkeit entsprechen. Bemerkst du Mängel oder entspricht die Qualität nicht den Erwartungen, hast du einen Ansprechpartner, mit dem du die Angelegenheit klären kannst. Bei Importartikeln sieht das meistens etwas anders.

Ein kurzer Erfahrungsbericht: Jemand hat Billigpiercingschmuck im Ausland bestellt. Deklariert waren die Ringe, Stecker und Bananen mit dem Material Chirurgenstahl. Die Lieferzeit war recht lang (wenn auch zu erwarten), doch der Schmuck kam schließlich vollständig an. Auf den ersten Blick sah der Schmuck sehr gut aus. Alles war sauber, blank und durchaus attraktiv. Die Person hat den Schmuck dann eingesetzt. Hier fiel zuerst auf, dass sich nicht alle Ringe einfach verschließen ließen. Es hakte, die Segmentringe rasteten nicht richtig ein, die Kugeln auf den Steckern ließen sich kaum festdrehen, teilweise sogar gar nicht fixieren. Mit etwas Mühe und Geduld gelang schließlich auch das. Einmal eingesetzt, sah das Ergebnis zunächst durchaus attraktiv aus – für genau zwei Tage! Durch den Kontakt mit der Haut löste sich die silberfarbene Legierung, die Chirurgenstahl vorgaukelte, und darunter kam blanker Kupfer zutage. Die Stellen, die in direktem Kontakt mit der Haut standen, färbten sich in kürzester Zeit schwarz. Hätte derjenige eine Allergie auf Kupfer gehabt, wäre sogar seine Gesundheit gefährdet gewesen. Im besagten Fall blieb ihm dies zum Glück erspart, dafür sah es natürlich absolut nicht schön aus. Wäre der Schmuck tatsächlich aus Chirurgenstahl gefertigt gewesen, hätte das nicht passieren können.

Vorsicht vor Mogelpackungen

Es ist sehr ärgerlich, wenn du lange auf deinen bestellten Schmuck wartest und er dann nicht einmal deinen Erwartungen entspricht. Da der Schmuck aber meist sehr billig angeboten wird, bringt eine Reklamation so gut wie gar nichts. Im besten Fall kriegst du dein Geld erstattet, in vielen Fällen nicht einmal das. Rechtlich gegen die falsche Deklaration vorzugehen, ist sicherlich möglich, allerdings werden solche Verfahren meistens eingestellt. Einerseits ist es sehr kostenaufwendig, gegen einen Verkäufer im Ausland zu klagen, andererseits ist der Warenwert so gering, dass sich der Aufwand kaum lohnt. Genau das spielt dubiosen Anbietern in die Karten, weil sich kaum jemand gegen sie wehrt bzw. wehren kann.

Augen auf beim Kauf von Piercing-Schmuck

Wer einmal auf solch einen minderwertigen Schmuck reingefallen ist, hat aus der Sache sicherlich gelernt. Letztendlich kostet es zwar wenig Geld, dafür aber reichlich Zeit und Nerven. Ob der Schmuck letztendlich überhaupt tragbar ist oder nach wenigen Tagen im Papierkorb landet, ist sicherlich verschieden. Fakt ist, wer am falschen Ende spart, zahl meistens doppelt. Am besten kaufst du deinen Schmuck nur dort, wo du sicher sein kannst, dass nicht nur der Preis, sondern auch die Qualität stimmt. Schau dir die Qualität genau an und teste, ob sich der Schmuck vernünftig öffnen und schließen lässt. Dein Piercer kann dich auch bezüglich Material und Style beraten und dir verschiedene Schmuckstücke zur Auswahl vorlegen. Natürlich kannst du alternativ auch im einem Onlineshop bestellen. Hier solltest du dich allerdings versichern, dass es eine Kontaktmöglichkeit (Kontaktformular, E-Mail-Adresse oder eine Support-Telefonnummer) gibt, damit du Rückfragen stellen kannst. Ein seriöser Shop wird dir gerne alle Fragen beantworten, bevor du dich zum Kauf entschließt.

Bewertungen und Zertifikate geben Sicherheit

Etablierte Onlineshops für Piercingschmuck haben meistens eine ganze Reihe positiver Bewertungen oder sind mit verschiedenen Sicherheits- und Qualitätszertifikaten ausgezeichnet. So kannst du schnell nachvollziehen, wie der Shop arbeitet und ob du dort in guten Händen bist. Zudem wird ein seriöser Shop dir Rückgabemöglichkeiten einräumen, falls ein Schmuckstück falsch geliefert wurde, Mängel aufweist oder defekt sein sollte.

Hinweis: Da es sich bei Piercingschmuck um Artikel handelt, die bestimmten Hygienestandards unterliegen, kann tadelloser Schmuck, der deiner Bestellung entspricht, nicht immer zurückgegeben werden. Wenn ein Shop für Piercingschmuck keine Rücknahmen wegen „Nichtgefallens“ akzeptieren, ist dies vollkommen in Ordnung. Bereits getragener Schmuck kann schließlich nicht weiterverkauft werden. Also überlege dir gut, was du bestellen möchtest, dann bleiben dir Enttäuschungen erspart.

Chirurgenstahl – das Material der meisten Piercings

Natürlich gibt es verschiedene Materialien, die sich für Piercingschmuck eignen – Gold, Silber, PTFE, Holz, Titan, usw. Für Erstschmuck eignet sich Schmuck aus PTFE, einem Kunststoff, der sich bewährt hat, weil er die Wunde nicht reizt. Später wird dann meisten zu Chirurgenstahl oder Titan gewechselt. Besonders edel ist natürlich Schmuck aus Echtgold. Wofür du dich auch entscheidest, der Schmuck sollte aus dem Material bestehen, der auch angegeben ist.

Warum ist Chirurgenstahl so beliebt? Chirurgenstahl zählt zu den Edelstählen. Dabei handelt es sich um Stahl, der auch für medizinische Instrumente verwendet wird. Um die Bezeichnung Chirurgenstahl tragen zu dürfen, sind besondere Materialeigenschaften erforderlich. Unter dem Begriff Chirurgenstahl wird hauptsächlich Stahl mit der Werkstoffnummer 1.4404 beschrieben. Alternativ kannst du auch auf die Bezeichnung 316L stoßen. Damit ist die amerikanische Bezeichnung des AISI American Iron ans Steel Institute gemeint. Bei beiden handelt es sich um rostfreien Edelstahl mit einer besonders hohen Korrosionsbeständigkeit. Er glänzt schön und ist gut verträglich. Achtung! Chirurgenstahl kann auch einen geringen Anteil Nickel enthalten. Trotzdem erfüllt der Stahl die Vorgaben, um sich Chirurgenstahl nennen zu dürfen. Da Nickel Allergien hervorrufen kann, war von 1994 bis 2004 Piercingschmuck aus Chirurgenstahl als Erstschmuck verboten. Dieses Gesetz wurde allerdings aufgehoben, da der Nickelanteil bei den Legierungen in gebundener Form vorliegt und somit nicht an die Haut abgegeben wird. Wenn du aber weißt, dass du eine Nickelallergie hast, ist es dennoch sinnvoller auf Schmuck aus PTFE oder Titan als Erstschmuck zuzugreifen.

Neue Piercings kaufen

Wie du siehst, ist der Kauf von neuem Piercingschmuck auch eine Sache des Vertrauens. Kaufe am besten dort, wo du dir sicher sein kannst, dass der Schmuck den Vorgaben entspricht und dir gesundheitlich nicht schaden kann. Wenn du gerade auf der Suche nach einem neuen Schmuckstück bist, mit dem du deinen Körper verzieren kannst, solltest du dich auch mal in unserem Shop umschauen. Bei uns kannst du dir sicher sein, dass du die Qualität bekommst, die auch angegeben ist. Wir legen großen Wert darauf, qualitativ hochwertigen Schmuck in vielen verschiedenen Varianten anzubieten. So hast du eine große Auswahl und kannst ganz in Ruhe entscheiden, was dir am besten gefällt. Wir deklarieren jedes einzelne Schmuckstück mit genau den Materialeigenschaften, aus dem es auch tatsächlich besteht. Am besten stöberst du dich einfach mal durch unser ganzes Sortiment.

So bist du auf der sicheren Seite, und dir bleiben unangenehme Erfahrungen erspart. Gerade beim Piercingschmuck bewahrheitet sich das Sprichwort „Wer billig kauft, kauft doppelt“ leider immer wieder. Natürlich hat nicht alles, was aus dem Ausland kommt, eine minderwertige Qualität. Es gibt durchaus auch seriöse Anbieter, die ihre Produkte in die ganze Welt verschicken. Die Qualität des Schmucks lässt sich nur nicht immer vorher genau ermitteln. Es ist also ein Glücksspiel. Kaufst du hingegen bei einem Händler, Piercer oder in einem Shop deines Vertrauens, dann weißt du, dass du immer einen kompetenten Ansprechpartner hast und der Schmuck den Angaben entspricht.

Piercing im Sommer – darauf solltest du achten

Die Temperaturen werden milder, nicht mehr lange, und der Sommer steht vor der Tür – Zeit, über deine neuen Piercings nachzudenken. Nach zwei langen Jahren der Pandemie mit vielen Einschränkungen scheint es nun doch langsam wieder aufwärtszugehen. Vielleicht bist du gerade dabei, deinen nächsten Sommerurlaub zu planen, oder hast ihn sogar schon gebucht. Endlich mal wieder mit anderen Menschen am Strand feiern, in den Bergen wandern oder bei einer Städtetour Land und Leute kennenlernen. Es gibt einiges nachzuholen. Im Sommer möchte natürlich jeder glänzen und sich von seiner besten Seite zeigen. Dazu gehören die passenden Outfits, die angesagteste Bademode und natürlich deine Piercings. Wenn du planst, dich im Sommer mit neuen Piercings zu präsentieren, solltest du jedoch einiges beachten.

Sommer, Sonne, Strand und Piercings

Wenn du bereits Piercings hast, solltest du sie gut auf den Sommer vorbereiten. Gerade bei heißen Temperaturen schadet nicht die Sonne den Piercings (wie häufig vermutet), es sind vielmehr der Schweiß, der sich auf deiner Haut bildet, und der Schmutz, der an diesem Schweiß kleben bleibt. Sicherlich möchtest du nicht mit einer entzündeten Ohrmuschel oder einem vereiterten Piercing am Mund in die Ferien starten. Das lässt sich vermeiden, wenn du deine Piercings gut pflegst. Je nachdem, an welchen Stellen du deine Piercings trägst, sind sie mehr oder weniger der Witterung ausgesetzt. Einzige Ausnahme: Du planst einen Urlaub am FKK-Strand. Dort wären tatsächlich alle Körperstellen betroffen. Sommerliche Wärme ist grundsätzlicher „schädlicher“ als die Kälte des Winters. Trägst du deine Piercings schon länger, und sind die Stichkanäle bereits komplett ausgeheilt, ist die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen natürlich geringer als bei frisch gestochenen Piercings, die sich noch in der Heilungsphase befinden.

Piercings und Hitze

Zunächst eine Entwarnung: Piercings, die der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, können sich zwar erwärmen, werden sich aber nicht so stark aufheizen, dass sie deine Haut verbrennen. Dieses Gerücht hält sich zwar hartnäckig, ist aber mehr als unwahrscheinlich. Extrem-Gepiercte mit zahlreichen Piercings müssten sonst jeden Sommer im Untergrund verschwinden, um nicht komplett zu verbrennen. Dieses Gerücht lässt sich aber dennoch durchaus nachvollziehen, denn größere Schmuckstücke, wie z. B. große Ohrringe oder auch größere Kettenanhänger können durchaus mehr Hitze speichern. Werden sie berührt, kann das durchaus unangenehm sein. Dennoch entstehen nicht gleich nennenswerte Verbrennungen. Trotzdem solltest du deinen Schmuck jeglicher Art bei heißen Temperaturen nicht unterschätzen. Es ist immer ratsam, etwas Vorsicht walten zu lassen. Kleine Stecker und Ringe können auch hohe Temperaturen gut vertragen, da sie nur wenig Kontakt mir der Haut haben und flächenmäßig nicht so viel Wärme speichern können. Diese Piercings werden dich also weder verletzten noch verbrennen.

Pflege und Hygiene deiner Piercings im Sommer

Grundsätzlich reicht deine normale und gewohnte Körperpflege vollkommen aus, um deine Piercings im Sommer vernünftig zu pflegen. Dennoch sind deine Piercings in der warmen Jahreszeit mehr Einflüssen ausgesetzt als im Winter. Gerade im Urlaub am Stand oder auch in öffentlichen Bädern kommen deine Piercings mit Salzwasser, Sand oder auch Chlor in Berührung. Schmutzpartikel bleiben schneller an dir, bzw. deinem Schweiß oder deiner Sonnencreme haften und auch andere Keime können sich am wenig bekleideten Körper leichter ausbreiten. Das kann, muss aber nicht zwingend zu Problemen mit bereits abgeheilten Piercings führen. Eine Dusche sorgt hier nicht nur für die perfekte Abkühlung und Hygiene, sie befreit dich und deine Piercings auch von Verunreinigungen jeglicher Art. Falls du bemerkst, dass eins deiner Piercings juckt, sich rötlich verfärbt oder gereizt ist, solltest du unbedingt eine kleine Flasche Desinfektionsspray (z. B. Octenisept) in Reichweite haben. Am besten packst du es mit in deinen Reisekoffer. So kannst du sofort reagieren, wenn du eine Veränderung feststellst. Weitere Vorsorgemaßnahmen sind bei bereits abgeheilten Piercings nicht nötig.

Übrigens: Wenn dich dein Urlaub ans nächste Meer führt, solltest du bedenken, dass in natürlichen Gewässern deutlich mehr Bakterien schwimmen als daheim in der Dusche oder in einem gechlorten Bad. Im Meer kommt auch noch das Salz hinzu. Im Normalfall kann dein Körper damit gut umgehen, deine Piercings könnten jedoch empfindlich reagieren. Wenn du also gerne im Meer schwimmst, solltest du dich danach erst abduschen, bevor du dich mit einem leckeren Cocktail zum Sonnenbaden unter die Palme legst.

Neue Piercingpläne für den Sommer

Falls du dir noch vor deinem verdienten Urlaub neue Piercings stechen lassen möchtest, bedenke bitte Folgendes: Deine Piercings braucht Zeit zum Abheilen. Je nach Körperstelle kann der Heilungsprozess wenige Wochen bis mehrere Monate dauern. Wenn du also im Sommer mit besonderem Schmuck die Blicke auf dich ziehen möchtest, solltest du noch im Frühling deine Piercings stechen lassen. Vielleicht ist der Erstschmuck, der dir beim Piercer zunächst eingesetzt wird, nicht unbedingt dein Wunsch-Schmuck. Dennoch solltest du genau diesen Schmuck so lange tragen, bis der Stichkanal wirklich vollkommen ausgeheilt ist. Hier ist Geduld gefordert, die sich mit deinen Urlaubsplänen vielleicht überschneiden könnte. Je früher du dir dein neues Piercing stechen lässt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du im Sommer keine Probleme bekommen wirst.

Worauf solltest du bei neuen Piercings noch achten

Es gibt noch einige Faktoren, mit denen du den Heilungsverlauf positiv beeinflussen kannst. Je besser du dein fische gestochenes Piercings pflegst, desto schneller kann es heilen. Dein Piercer wird dich sicherlich ausführlich beraten, wie du dein Piercing pflegen sollst. Gelegentliches Einsprühen mit einem Desinfektionsmittel sorgt dafür, dass der Stichkanal sauber bleibt, Beim Duschen solltest du darauf achten, dass keine parfümierte oder mit Zusätzen angereicherte Seife an die Wunde kommt. Nach deinem Pflegeprogramm sollte auch keine Bodylotion oder andere Creme im Bereich deiner neuen Piercings aufgetragen werden. Zudem solltest du auf Alkohol und Zigaretten verzichten. Je gesünder du lebst, desto kürzer wird die Heilungsdauer. Bedeutet im Umkehrschluss: Je nachlässiger und ungesünder dein Lebensstil, desto länger dauert der Heilungsprozess.

Bei Piercings am und im Mund solltest du dringend auf säurehaltige Lebensmittel verzichten, darunter auch frisches Obst. Diese reizen das empfindliche Gewebe und können starke Schwellungen und Entzündungen verursachen. Ebenso verhält es sich mit milchhaltigen Produkten. Bevor du also zu einem Milcheis greifst, tausche es besser gegen ein Wassereis. Ebenso ist in den ersten Wochen nach dem Stechen eines neuen Piercings von Besuchen in der Sauna oder im Solarium dringend abzuraten.

So steht deinem Urlaub nichts mehr im Wege

Wenn du also noch vor deinem Sommerurlaub ein neues Piercing stechen lassen möchtest, dann solltest du es schon sehr bald stechen lassen, damit es bis zum Reiseantritt verheilt ist. Warte mit dem Austausch deines Schmucks, bis der Stichkanal wirklich komplett ausgeheilt ist. Packe zur Sicherheit ein Desinfektionsmittel in deinen Koffer. Falls du allgemein zu Entzündungen oder Rötungen neigst, kann es auch nicht schaden, eine Tube Tyrusur mitzunehmen. Die Salbe kannst du auftragen, wenn es zu Komplikationen kommen sollte. Nimm immer ein Ersatzschmuckstück mit, am besten deinen Erstschmuck, sodass du im Notfall den Schmuck wieder austauschen kannst.

Noch ein Tipp: Passe beim Abtrocknen auf, dass sich deine Piercings nicht in den kleinen Schlaufen der Hotelhandtücher (oder auch deiner eigenen) verheddern. Das mag zunächst lächerlich klingen – wer aber einmal mit einem Handtuch fast ein Piercing aus Nase, Mund oder Ohr gerissen hat, wird diesen Hinweis durchaus zu schätzen wissen. Das kann eine ziemlich schmerzhafte Erfahrung sein, die du dir gut und gerne ersparen kannst. Ansonsten heißt es, Urlaubsziel bestimmen, buchen, Koffer packen und in Kürze ab in die Sonne. Da die Mundschutzverordnung endlich aufgehoben wurde, kannst du deine alten und neuen Piercings auch stolz und für jeden sichtbar tragen. Dann heißt es entspannen, genießen und einfach mal die Seele baumeln lassen. Nach mehr als zwei Jahren hast du dir diese Erholung mehr als verdient.

Piercings – was dein Schmuck über dich aussagt

Piercings sind schon sehr spezielle Schmuckstücke, und sie unterschieden sich deutlich von anderem Schmuck. Ein Piercing ist nicht nur ein attraktives Accessoire für deinen Körper, sondern ein Statement. Wenn du selbst ein Piercing trägst, weißt du genau, dass du dir viele Gedanken darum gemacht hast, welches Piercing an welcher Stelle deines Körpers platziert werden soll. Normale Halsketten und Armbänder werden einfach angelegt und abends wieder abgenommen. Ein Piercing ist in den meisten Fällen etwas gut Überlegtes und Bleibendes. In vielen Länder und den entsprechenden Kulturen haben Piercings eine besondere Bedeutung. So gelten sie als Symbol für die Männlichkeit oder werden gestochen, um die Fruchtbarkeit der Frauen zu steigern. Sie werden meistens in traditionellen Riten im Kreise der Familie gepierct. Ebenso sind sie ein Zeichen von Zugehörigkeit und stehen für die Rangordnung innerhalb einer Gemeinschaft. Piercings haben also eine weit tiefere Bedeutung als zunächst vermutet.

Ein moderner Schmuck mit langer Tradition

Doch was genau sagt denn ein Piercing über dich aus? In unseren modernen Zeiten sind Piercings zum Trend geworden. Der traditionelle, rituelle und gesellschaftliche Hintergrund ist verblasst bzw. gar nicht mehr existent. Theoretisch kannst du dir jetzt sofort an der nächsten Ecke ein Piercing stechen lassen. Dennoch verändert jedes Piercing deine Ausstrahlung. Du veränderst etwas an dir, das erkennt auch dein Umfeld. Du sendest also eine ganz klare Botschaft – ganz ohne Worte.

Ein Piercing ist etwas sehr Persönliches. Du kennst jeden Zentimeter deines Körpers und entscheidest dich für die eine oder andere Stelle, um sie mit einem Piercing zu verzieren. Obwohl heute sehr viele Menschen Piercings tragen (ca. 7 % der deutschen Bevölkerung), ist jedes Piercing ein individuelles Statement. Wenn du ein offener, extrovertierter Mensch bist, dann wirst du deine Piercings auch zur Schau stellen. Als introvertierter Mensch ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du deinen Schmuck eher verdeckt trägst. Klassische Ohrlöcher (Lobe) sind heute schon bei Kindern weit verbreitet, interessant werden Piercings an den Ohren erst, wenn du sie mit einem Helix, einem Tragus oder verwandten Piercings verzierst. Bei Männern sind auch heute noch „normale“ Ohrlöcher eher ungewöhnlich – es sei denn, sie sind aktiv in einer Szene unterwegs. Männer mit Piercings ziehen somit ganz automatisch mehr Blicke auf sich, denn sie fallen einfach schneller auf.

Sichtbare Piercings – rockig, stylisch und überaus sexy

Piercings an den Ohren oder der Nase gelten allgemein als rockig und rebellisch. Sofern nicht alle Piercings von Haaren verdeckt werden, ist der funkelnde Schmuck sofort und für jeden sichtbar. Kleine Steinchen, schicke Ringe oder auch Piercings mit Kettchen zeigen an, dass du mitten im Leben stehst und es genießt, Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen. Piercings polarisieren heute leider immer noch, doch indem du deine Piercings sichtbar trägst, setzt du dich über alle Vorurteile hinweg und machst dein eigenes Ding – richtig so! Je mehr, desto besser? Gut möglich, dass du nach diesem Prinzip lebst. Mit einem Helix gibst du dich nicht zufrieden, sondern schmückst dein Ohr gleich mit fünf oder mehr Ringen. So zeigst du deutlich an, dass du zu dir und deinem Handeln stehst. Es würde dich nicht wundern, wenn dich jemand auf deinen Schmuck anspricht, dir anerkennende oder auch kritische Blicke schenkt. Du kannst definitiv mit beidem umgehen, denn dein Selbstbewusstsein ist stark genug, um dich jederzeit zu behaupten und zu dir selbst zu stehen. Dennoch schmeicheln Komplimente natürlich dem Ego.

Piercings, die deinem Lächeln eine besonders liebevolle Note verleihen

Piercings im und um den Mund herum gelten als kess und überaus attraktiv. Da du mit deinem Mund tagtäglich kommunizierst, fallen Piercings in diesem Bereich natürlich sofort auf. An Stellen, an denen früher Schönheitsflecken aufgemalt wurden, sitzen heute glitzernde Steinchen oder glänzende Kugeln. Damit hat ein alter Trend ein fantastisches Make-over erfahren. Medusa, Monroe oder Spider Bites: Diese Piercings verleihen deinem Lächeln einen ganz besonderen Charme. Ein Zungenpiercing ist ein kleines Überraschungspiercing, denn es wird nur bedingt beim Sprechen und herzlichen Lachen sichtbar. Ein wundervoller Effekt mit reizvoller Wirkung.

Piercings am Bauchnabel haben einen ganz speziellen Reiz

Ein Bauchnabelpiercing ist ein sehr persönliches Piercing, denn es markiert den Beginn deines Lebens. Dein Bauchnabel ist einzigartig und so unverwechselbar wie dein Fingerabdruck. Ein schöner Gedanke, genau diesen Punkt deines Körpers mit einem Piercing zu schmücken. Ein Bauchnabelpiercing ist also eine Hommage an deine Geburt und dein Leben. Bei diesem Piercing kannst du immer wählen, ob du es zeigst oder lieber verdeckst. Bauchfreie Tops zur Jeans oder zur Shorts im Sommer setzen dein Bauchnabelpiercing perfekt in Szene. Möchtest du das nicht, dann ziehst du einfach ein längeres Shirt an – fertig! Ein Bauchnabelpiercing kommt übrigens auch in Dessous besonders zur Geltung. Seidige Stoffe, zarte Spitze kombiniert mit einem glitzernden Schmuckstück am Bauchnabel sind ein echter Augenschmaus für deinen Liebsten oder deine Liebste.

Geheimnisvolle Piercings im Intimbereich

Bist du ein eher zurückhaltender Mensch, wirst du deine Piercings nicht so direkt und öffentlich zur Schau stellen. Genau das macht für dich aber auch den Reiz aus. Vielleicht trifft ja auch das alte Sprichwort „Stille Wasser gründen tief“ auf dich zu. Piercings am Körper, die sich jederzeit verstecken lassen, zeigst du nur den Menschen, denen du von Herzen vertraust. Gerade Intimpiercings haben hier natürlich eine sehr erotische Wirkung. Sie sind sowohl für dich als auch deinen Partner oder deine Partnerin überaus sexy. Ansonsten ahnt niemand etwas von deinem prickelnden Schmuck. So wird dein Körper beim Liebesspiel zum Abenteuerspielplatz. Intimpiercings bringen definitiv frischen Wind in die Erotik und setzen ganz neue Maßstäbe. Kleine Ringe an besonders empfindlichen Stellen können das Lustempfinden immens steigern und aufwerten.

Der richtige Schmuck an der richtigen Stelle

Nicht nur die Körperstelle, auch die Art des Piercingschmucks sagt etwas über dich aus. Dezente kleine Stecker setzen raffinierte Akzente. Auffällige Ringe, große Kugeln oder Schmuckstücke mit Charms oder Kettchen stechen schneller ins Auge. Das Schöne an Piercings ist ja, dass du mit genau diesen Botschaften spielen kannst. Lernst du deine zukünftigen Schwiegereltern kennen, kann es durchaus sinnvoll sein, sich etwas unauffälliger zu verzieren. Gehst du hingegen zu einem Rock-Festival, auf dem du unter Gleichgesinnten bist, dann darf dein Schmuck auch schon von Weitem zu sehen sein. Passe deinen Schmuck also am besten immer deiner Lebenssituation an – nicht um dich unterzuordnen, sondern um dich selbst immer wieder neu zu erfinden. Es macht Spaß, den Look den jeweiligen Situationen anzupassen und den Schmuck entsprechend auszuwählen.

Dein Piercingschmuck reflektiert deinen Lifestyle

Kleiner Tipp: Nicht die Anzahl deiner Schmuckstücke ist entscheidend, sondern die Qualität deiner Piercings. Gerade, wenn du deinen Schmuck öfter austauschen möchtest, solltest du auf ein hochwertiges Material achten, die deine Piercings am wenigsten reizen. So kannst du mögliche Entzündungen nahezu ausschließen. Am besten schaust du dich mal ganz gemütlich in unserem Shop um und lässt dich inspirieren. Überlege dir, welcher Schmuck zu dir, deinem Kleidungsstil und deinem Wesen passt. Mache dir bewusst, dass jedes Piercing eine eigene Botschaft sendet und andere Menschen dich entsprechend wahrnehmen. Mit diesem Wissen kannst du spielen und die Reaktionen anderer auf dich beeinflussen. Möchtest du bewusst provozieren oder dich sexy präsentieren? Dann wähle deinen Schmuck entsprechend aus. Oder möchtest du deinen Lifestyle mit etwas Luxus zur Schau stellen? Das schaffst du schnell mit Piercingschmuck aus echtem Gold. Wie du siehst, ist nicht nur die Stelle, sondern auch die Art der Piercings dafür verantwortlich, welche Statements zu abgibst. Wenn du all diese Punkte berücksichtigst und dir der Bedeutung deiner Piercings bewusst bist, wird es dir viel Spaß bereiten, deinen Schmuck noch gezielter auszusuchen, einzusetzen und jederzeit auszutauschen.

Wildes Fleisch – Keloide nach Piercing richtig behandeln

Wer sich ein Piercing stechen lässt, verschönert und schmückt in erster Linie seinen Körper. Die Stäbe, Ringe, Bananen und Stecker sind ein Ausdruck der persönlichen Lebenseinstellung. Da bei einem Piercing sowohl die Haut als auch das Gewebe verletzt wird, birgt dieser Eingriff natürlich auch gewisse Gefahren. Neben Entzündungen, Vereiterungen und brennenden oder juckenden Rötungen kann sich auch ein Keloid – sogenanntes „wildes Fleisch“ – bilden. Besonders häufig entwickeln sich Keloide an den Ohren – sowohl am weichen Gewebe als auch am Knorpelgewebe. Keloide können auch an anderen gepiercten Körperstellen auftauchen, sind aber eher selten. Doch was ist genau ist ein Keloid?

Wenn die Narbe zu wuchern beginnt

Wie bei jeder Verletzung bildet sich auch beim Piercing Narbengewebe. Im Normalfall verschließt dieses Gewebe (hypertrophe Narbe) im Heilungsprozess die Wunde und fällt nicht weiter auf. In einigen Fällen jedoch beginnt das Narbengewebe unnatürlich zu wuchern. Zunächst können sich kleine feste Knubbel bilden, im weiteren Verlauf werden diese immer größer. Fachlich handelt es sich beim wilden Fleisch um Keloide. Es lohnt sich, diese Keloide mal etwas genauer zu betrachten. So bist du bestens gerüstet, falls sich auch an deinem Piercing unnatürliches Narbengewebe ausbreiteten sollte. Zunächst eine Entwarnung: Keloide sind keine Tumore und keine Form von Hautkrebs! Bei Keloiden handelt es sich lediglich um wild wachsendes, aber gutartiges Narbengewebe, das nicht mit einem tumorösen Wachstum vergleichbar ist. Dein Körper weiß einfach nicht, wann deine Wunde perfekt verheilt ist, und heilt somit immer weiter nach, indem es immer mehr und mehr Narbengewebe produziert. Grundsätzlich sind Keloide also nicht gefährlich, dennoch solltest du sie behandeln. Hierfür gibt es verschiedene Methoden.

Definition Narbenkeloid

Laut medizinischer Definition sind Keloide Narben, deren Gewebe übermäßig wächst. Das Zellwachstum bleibt dabei nicht auf die verletzte Stelle – der Stichkanal deines Piercings – beschränkt, sondern wächst unkontrolliert darüber hinaus. Dieser Wachstumsprozess kann sich über Jahre hinweg fortsetzen. In den meisten Fällen entsteht ein Keloid nach einer Entzündung. Der Körper wird in den Modus versetzt, eine Heilung einzuleiten und die verletzte Stelle zu verschließen und zu schützen. Wildes Fleisch entsteht immer dann, wenn der Körper nicht erkennt, dass die ursprünglich verletzte Haut nicht mehr gefährdet ist. Keloide können natürlich nicht nur bei Piercings entstehen, auch nach Operationen, entzündlichen Insektenstichen, Akne und anderen Minitraumata können sich Keloide bilden.

Ursachen für Keloide

Es wird vermutet, dass sie Neigung Keloide zu bilden genetisch veranlagt sein könnte. Wissenschaftlich bestätigt ist dies jedoch nicht. Allerdings ist es auffällig, dass Kinder, bei denen mindestens ein Elternteil zu Keloiden neigt, häufig später selbst welche entwickeln. Ferner ist erwiesen, dass Menschen mit dunklerer (stärker pigmentierter) Haut öfter Keloide entwickeln als Menschen mit heller Haut. Ebenso hat sich herausgestellt, dass jüngere Menschen eher zu Keloiden neigen als ältere.

So erkennst du ein Keloid

Häufig werden kleine Keloide mit Blasen oder Pickelchen verwechselt. Sollte sich also an deinem Piercing ein kleiner Knoten bilden, solltest du ihn begutachten lassen, um sicherzugehen, worum es sich handelt. Keloide sind meist rötlich gefärbt, können aber auch rosa oder noch heller auftreten. Die Form ist sehr unterschiedlich. Beim Piercing entstehen sie meist in einer runden Form. Bei länglichen Verletzungen (z. B. Schnitten) können sich Keloide aber auch plattenförmig entwickeln. Das wilde Fleisch setzt sich klar von der Haut ab und entwickelt ein Eigenleben. Im Normalfall tun Keloide nicht weh. Betroffene berichten eher selten von einem Stechen oder Brennen. Auch ein Juckreiz ist möglich. Je nach Größe des Keloids kann es irgendwann auch die Beweglichkeit einschränken, wenn es sich in der Nähe eines Gelenks bildet. So weit muss es aber gar nicht erst kommen. Die körperlichen Belastungen sind somit sehr überschaubar – viel mehr wird ein Keloid am Ohr als störend und ästethisch unschön betrachtet. Ein Knoten am Ohr zieht halt viele Blicke auf sich, da spielt dein Piercing dann nur noch eine untergeordnete Rolle – das muss nicht sein!

Das wilde Fleisch muss weg!

Je nach Ausprägung des Keloids gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden. Rein medizinisch betrachtet, beeinträchtigt ein Keloid in den meisten Fällen nicht die Gesundheit. Es ist also eher das vollkommen normale Schönheitsempfinden, dass einen Eingriff unumgänglich macht. Je kleiner ein Keloid ist, desto einfacher lässt es sich auch behandeln. Solltest du also bemerken, dass sich an einem deiner Piercings wildes Fleisch entwickelt, sollte dein erster Weg zum Piercer deines Vertrauens führen. Sollte er dir nicht helfen können, wäre ein Hautarzt der zweite Ansprechpartner. Welche Behandlungsmethode für sich infrage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wir groß ist das Keloid? An welcher Stelle hat es sich gebildet? Welcher Hauttyp bist du? Die gute Nachricht: Du musst dein Piercing nicht sofort entfernen. In den meisten Fällen lässt sich das wilde Fleisch unter Kontrolle bekommen, ohne dass du deinen Schmuck opfern musst.

Methoden der Entfernung von wildem Fleisch

Hier ein Überblick über die geläufigsten Methoden, um Keloide zu behandeln:

Anti-Wildfleisch -Disc

Im Piercingbereich sind Anti-Wildfleisch-Discs bei jedem Piercer in der Schublade zu finden. Dabei handelt e sich um kleine Plättchen, die mit dem Piercingschmuck an der Stelle des wilden Fleisches fixiert werden. Auf diese Weise wird Druck auf die betroffene Stelle ausgeübt. Die Disc sollte mindestens zwei Wochen getragen werden. Hat sich das wilde Fleisch in dieser Zeit nicht zurückgebildet, kann die Zeit auch verlängert werden.

Silikonbehandlung

Bei dieser Behandlungsmethode werden dünne Silikon-Pads oder Silikon-Gele auf das Keloid aufgebracht. Diese sollten das weitere Wachstum stoppen und einen eventuellen Juckreiz verhindern. Die Wirksamkeit dieser Silikonprodukte ist wissenschaftlich jedoch nicht belegt.

Spritzen mit synthetischen Glukokortikoide

Diese Behandlungsmethode ist Medizinern vorbehalten und wird bei Keloiden, die durch Piercings verursacht werden, eher selten angewandt. Die Glukokortikoid-Spritzen hemmen die Neubildung von Bindegewebe. Sie werden direkt in das wuchernde Narbengewebe injiziert. Diese Methode muss in Abständen wiederholt werden und kann trotz erwiesener Wirksamkeit ziemlich langwierig und unangenehm sein. Diese Behandlung lässt sich mit der Kryochirurgie kombinieren.

Vereisen / Kryochirurgie

Wildes Fleisch lässt sich auch mithilfe von Vereisen entfernen. Dabei wird flüssiger Stickstoff direkt in das Narbengewebe geleitet, das Gewebe erfriert im wörtlichen Sinne. Auch diese Behandlung muss in den meisten Fällen mehrfach in Abständen wiederholt werden.

Laserbehandlung

Bei Laserbehandlungen wird das wuchernde Gewebe mit einem Laserstrahl beschossen und so schichtweise abgetragen. Diese Methode kommt nur bei bestimmten Keloiden in Betracht und ist mit einem Facharzt abzuklären. Für Keloide an Piercings ist diese Behandlungsform eher unwahrscheinlich.

Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie werden ionisierende Strahlen auf das Keloid gelenkt. Dies soll die Neubildung der Zellen hemmen. Meistens wird diese Behandlung nur in Kombination mir anderen Behandlungsmethoden angewandt.
Zwiebelextrakt

Hier kommt eine Methode, die du auch in den eigenen Wänden praktizieren kannst, falls du die Bildung eines Keloids an deinem Piercing entgegenwirken möchtest. Zwiebelextrakt wirkt entzündungshemmend und keimtötend. Das Extrakt stört die Neubildung von Fibroblasten – diese wiederum sind verantwortlich für die Entwicklung neuer Bindegewebszellen. Die Behandlung erfordert etwas Disziplin, denn sie muss meistens über mehrere Wochen regelmäßig erfolgen. Zwiebelextrakt gibt es als fertige Creme zu kaufen, du brauchst also deine Küche nicht in einen Hexenkessel zu verwandeln.

Operation

Ab einer bestimmten Größe des Keloids ist eine Operation unumgänglich. Wann der Zeitpunkt für einen chirurgischen Eingriff empfehlenswert ist, hängt von der Größe und betroffenen Stelle ab. Hier kann dich ein Hautarzt ausführlich aufklären. Achtung! Natürlich ist ein operativer Eingriff auch wieder eine Verletzung der Haut, die wiederum die Neubildung von Keloiden begünstigen könnte. Aus diesem Grund wird eine Operation meistens im Zusammenhang mit anderen Behandlungen kombiniert (z. B. Strahlentherapie oder Druckbehandlung).

Kann man Keloiden vorbeugen?

Wer genetisch zu Keloiden neigt, kann das Risiko nicht komplett ausschließen. Jedes neue Piercing ist eine potenzielle Keloidstelle – es kann sich entwickeln, muss aber nicht. Grundsätzlich ist eine intensive Hygiene eine gute Voraussetzung, um Keloide zu verhindern. Ist das Piercingbesteck deines Piercers verschmutzt, der Piercingkanal entzündet oder die Wunde ständig gereizt, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass der Körper alles tut, um die Verletzung mit der Bildung von Narbengewebe zu heilen. Wichtig ist auch, dass du dein frisch gestochenes Piercing nicht der Sonne aussetzt. Auch auf den Gang ins Solarium oder die Sauna solltest du verzichten, bis es vollständig ausgeheilt ist. Je besser du also dich und deine Piercings pflegst, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich wildes Fleisch bildet. Komplett auszuschließen ist dies jedoch nie.

Piercer vor Gericht -ein Einblick in die Rechtslage von Stechern und Gestochenen

Das Gesetz definiert Piercings wie folgt:

Grundsätzlich ist ein Piercing rein rechtlich betrachtet eine Körperverletzung nach § 223 StGB. Der Körper wird mit einem spitzen, scharfen Gegenstand durchstochen und die Gesundheit damit beeinträchtigt. Durch eine schriftliche Einwilligung bzw. Einverständiserklärung willigt die Person ein, dass der Piercer sie bewusst verletzen darf. Beide Vertragsparteien sind sich also einig, den Eingriff eines Piercings durchzuführen bzw. durchführen zu lassen. Damit wird der § 223 StGB außer Kraft gesetzt. Klingt so einfach, ist es aber nicht! Dreh- und Angelpunkt ist ein ausführliches Aufklärungsgespräch, das auch auf die Risiken und mögliche gesundheitliche Folgen hinweist. Erfolgt dieses Gespräch nicht oder nur unzureichend, und kommt es zu Komplikationen nach dem Piercen, kann die Einverständniserklärung vor Gericht als nichtig erachtet werden. Dann steht der Piercer tatsächlich wieder in der Haftung.

Wer darf überhaupt piercen?

Sicherlich hast auch du schon bemerkt, dass du dir heute an der sprichwörtlich „nächsten Ecke“ ein Piercing stechen lassen kannst. Neben den Piercingstudios bieten auch manche Juweliere, Kosmetikerinnen, Frisöre und sogar einige (wenige) Ärzte Piercings an. Häufig sind Piercer in Tattoostudios zu finden oder sie bieten Hausbesuche an. Ein besonderer Trend sind Partys, zu denen sich mehrere Freunde zusammenfinden und ein Piercer eingeladen wird – ähnlich einer Dessous-, Sextoy- oder Kerzenparty. So können sich alle beim Piercen gegenseitig begutachten, beraten, bewundern und ausgelassen Spaß haben. Schnell wird offensichtlich, dass nahezu jeder Piercings stechen könnte.

Der Beruf des Piercers ist kein aberkannter Ausbildungsberuf, obwohl die meisten guten und seriösen Piercer über eine fundierte Ausbildung und entsprechende Zusatzqualifikationen verfügen. Überlege dir also ganz genau, wo du dir ein Piercing stechen lässt. Ein vernünftiger Piercer, der sich mit deiner Anatomie auskennt und für eine strenge Hygiene in seinem Studio sorgt, wird seine Dienstleistung nicht verschleudern. Den Preis sollte dir deine Gesundheit wert sein.

Was bedeutet eine Einverständniserklärung?

Bei einem Vertrag zwischen Kunde und Piercer kommt ein Werksvertrag nach § 631 BGB zustande. Ziel des Vertrags ist es, eine erfolgreiche und saubere Arbeit anzuliefern und anzunehmen. Entzündet sich das Piercing, handelt es sich rechtlich betrachtet um einen Mangel. Der Kunde hat das Recht auf die Beseitigung des Mangels und unter bestimmten Voraussetzungen sogar auf Schadenersatz nach § 634 BGB. Dem Piercer muss die Möglichkeit der Nachbesserung geben. Wird diese Frist zur Mangelanzeige versäumt, verliert der Kunde seine Ansprüche dem Piercer gegenüber (AG München, Az. 213 C 917/11).

Ein Kunde gilt laut § 2 BGB mit einem Alter ab 18 Jahren als voll geschäftsfähig. Erst ab diesem Alter kann eine wirksame Einwilligung zur Körperverletzung durch ein Piercing abgeben.

Piercings unter Betäubung bedürfen einer besonderen Qualifikation

Einige Piercer bieten das Piercen unter örtlicher Betäubung an. Dar Hessische Verwaltungsgerichtshof hat dazu im Jahr 2000 ein Urteil erlassen, in dem ein praktizierender Piercer örtliche Betäubungen nur mit entsprechenden Fähigkeiten eines Heilpraktikers oder Arztes durchführen darf. Zudem müssen besondere hygienische Auflagen erfüllt werden, das Piercingbesteck muss sterilisiert sein, und der Piercer muss während des Eingriffs Einmalhandschuhe tragen. (Az.: 8 TG 713/99) Was dir auf den ersten Blick selbstverständlich erscheinen mag, ist leider bei Weitem nicht überall standard. Es kommt immer wieder vor, dass der Piercer dann Schadensersatz und die Kosten für gesundheitliche Behandlungen tragen muss.

Ein paar interessante Gerichtsurteile

Für eine Piercer wird es schwierig nachzuweisen, dass er ein detailliertes und fachlich fundiertes Aufklärungsgespräch geführt hat. Bei etwaigen Problemen entscheidet ein Gericht über die Haftung. Das LG Koblenz hat in einem Fall die Einverständniserklärung für nichtig erklärt, da der Geschädigte glaubhaft darstellen konnte, dass er nicht über alle Risiken aufgeklärt wurde. Der Piercer musste die Kosten für die medizinische Behandlung übernehmen und Schmerzensgeld zahlen (LG Koblenz, Az. 10 O 176/04). In einem anderen Fall hatte eine Person den Piercer aufgrund unhygienischer Zustände angezeigt und sowohl Schadenersatz als auch die Rückerstattung der Kosten für die medizinische Behandlung gefordert. Das Gericht gab dem Kunden recht (AG Neubrandenburg, Az. 18 C 160/00). In einem Fall, der bereits länger zurückliegt, wurde einer Kundin ein Schmerzensgeld zugesprochen. Sie hatte sich ein Zungenpiercing stechen lassen und musste daraufhin einen Teil ihrer Zunge amputieren lassen (Az.: 18 C 160/00).

Piercings bei Kindern und Jugendlichen

Bei Jugendlichen ist die Einwilligung der Eltern erforderlich. Sie übernehmen also die Verantwortung, dass das Kind bzw. der Teenager gepierct werden darf. Der Verband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland fordert schon lange ein generelles Verbot von Tattoos und Piercings bei unter Personen unter 18 Jahren. Die Gefahr von Infektionen und anderen Komplikationen können in diesem Alter noch nicht ermessen und realistisch abgeschätzt werden. Es wird auf mögliche Dauerschäden hingewiesen. Stimmen die Eltern einem Piercing zu, sind sie der Vertragspartner für den Piercer.

Doch ganz so einfach ist es bei Teenagern nicht! Geht es nach dem BGB könnten sich Jugendliche mit beschränkter Geschäftsfähigkeit nach §106 BGB , also ab einem Alter von sieben Jahren, für bestimmte Dinge selbst entscheiden. Hierfür häufig der sog. Taschengeldparagraph § 110 BGB genannt. Dieser besagt, dass Menschen ab einem Alter von sieben Jahren auch ohne Zustimmung der Eltern rechtswirksame Verträge abschließen können, wenn der Vertragsgegenstand das Taschengeld nicht überschreitet. Bei einem Piercing könnte das durchaus der Fall sein. Es wird sich wohl kaum ein Piercer finden lassen, der einen Siebenjährigen piercen würde, aber bei Jugendlichen zwischen 14 und 17 sieht die Sache schon etwas anders aus.

Grundsätzlich kann sich ein Teenager in diesem Alter auch ohne Einwilligung der Eltern piercen und tätowieren lassen. Hier muss der Piercer entscheiden, ob der Jugendliche über die nötige geistige Reife verfügt. Das ist natürlich relativ und schwer nachzuweisen. Kann der Jugendliche die Konsequenzen seines Handelns wirklich abschätzen? Ein verantwortungsbewusster Piercer wird sich auch in diesem Alter die Bestätigung der Eltern einholen, um Konflikte zu vermeiden. Denn nur die Eltern können ihr Kind richtig einschätzen und wissen um dessen geistige Reife. Der Ärger, der entstehen könnte, wenn ein Piercer einen Jugendlichen ohne Zustimmung der Eltern pierct, steht in keinem Verhältnis zum Verdienst – das Risiko ist einfach viel zu groß. Wer hat schon Lust wegen eines Helix oder eines Zungenpiercings vor Gericht gezogen zu werden?

Fazit:

Die hier im Artikel aufgeführten Urteile sind Einzelfallentscheidungen. Sie sind somit nicht allgemeingültig! Doch anhand der Beispiele kann man deutlich erkennen, dass sich Piercer immer auf dünnem Eis bewegen. Wenn du dich also piercen lassen möchtest, suche dir einen Piercer, der sich akribisch an die Hygienevorschriften hält und dich ausführlich über alle Risiken aufklärt. Er wird dir gerne sein Studio zeigen und dir seine Vorgehensweise haarklein erläutern. Stelle Fragen, wenn dir etwas unklar ist. Pflege dein Piercing nach den Anweisungen deines Piercers. Sollte es dennoch zu Problemen kommen, ist dein Piercer dein erster Ansprechpartner. Die meisten Komplikationen lassen sich gut und schnell behandeln. Vergiss nicht, jedes Piercing ist ein Eingriff in deinen Körper – und jeder Mensch reagiert auf solch einen Eingriff anders. Falls du Kinder hast und sie dir nacheifern möchten, solltest du ein ausführliches Gespräch mit ihnen führen. Gegen Ohrringe bei kleineren Kindern hat sicherlich niemand etwas einzuwenden, Piercings an Gesicht, Ohren oder Körper sollten jedoch gut überlegt sein.

Wenn du deine Einwilligung gibst, dann übernimmst du die Verantwortung. Erst wenn du absolut davon überzeugt bist, dass dein Kind weiß, was es heißt, ein Piercing zu tragen, solltest du dich mit dem Piercer abstimmen und dein Einverständnis geben. Solange du auch nur die geringsten Zweifel hast, kannst du deinem Kind zur Überbrückung Fake Piercings anbieten. So bekommt dein Nachwuchs schon mal einen Eindruck, wie ein Piercing aussehen würde, ohne dass der Schmuck dauerhaft in den Körper eingesetzt wird. Eine gute Lösung, bis der Jugendliche tatsächlich alt genug ist, um selbst zu entscheiden.

Piercingtrends für das Jahr 2022

Piercings sind mittlerweile in der Gesellschaft angekommen und gehören zum Stadtbild wie jeder andere Schmuck auch – eine gute und wichtige Entwicklung. Die letzten zwei Jahre haben die gesamte Bevölkerung schwer gebeutelt, doch die Freude an Piercings konnten auch die pandemiebedingten Widrigkeiten nicht beeinflussen oder gar ausbremsen. Stylischer Piercingschmuck ist so angesagt wie nie zuvor. Die Auswahl an Materialien, Formen und Farben wird immer größer, die Varianten immer vielseitiger. Daher lohnt es sich, mal einen Blick auf die kommenden Trends zu werfen, die 2022 auf dich warten.

Vielleicht spielst auch du mit dem Gedanken, dein Äußeres zu verändern und zu modifizieren. Eventuell bist du auch schon gepierct und suchst jetzt nach neuen Einflüssen, um deine Leidenschaft weiter auszubauen. Dann wird es Zeit, deine Individualität unter Beweis zu stellen. Jedes neue Piercing ist ein Ausdruck deiner Persönlichkeit, daher solltest du dir gut überlegen, was du ausstrahlen möchtest und was zu dir passt.

Für die Esoteriker unter euch: Das Jahr 2022 steht unter der Schirmherrschaft von Jupiter. Er ist der Planet des Glücks, der neuen Entwicklungen und der persönlichen Selbstverwirklichung. Unabhängig davon, ob man daran glaubt oder auch nicht, sind das doch nette und vielversprechende Aussichten.

Die neuen Trends – manchmal ist mehr eben doch mehr

Die Zeiten von dezenten, unauffälligen und zurückhaltenden Piercings sind vorbei. Jetzt kann aus den Vollen geschöpft werden. Im Jahr 2022 darf es auch gerne etwas mehr sein.

Helix im Doppel- oder Maxipack

Ein schicker Stecker an der oberen Ohrmuschel ist kaum noch etwas Besonderes. Selbst Menschen, die mit Piercings allgemein nicht viel am Hut haben, tragen gerne ein Helix-Piercing mit funkelndem Schmuckstein passend zu den klassischen Ohrringen. Gerade die Ohrmuschel bietet sich an, um mehr Piercings zu tragen. Doch die Platzierung sollte nicht wahllos erfolgen. Überlege dir, wie viele Helix Piercings du insgesamt tragen möchtest. So kann dein Piercer den optimalen Abstand der einzelnen Stecker festlegen. Du kannst sie dicht beieinander platzieren oder einen größeren Abstand dazwischen lassen. Kleiner Tipp: Eine ungerade Anzahl an Piercings in einem Bereich wirken harmonischer als eine gerade Anzahl – drei Piercings lassen sich somit besser kombinieren als zwei, fünf besser als vier.

Rüste deine Lippen auf

Du hast bereits ein Medusa- oder Monroe Piercing über der Oberlippe? Wenn du hier die Anzahl verdoppelst, bekommst du reizvolle Angel Bites – von Engel geküsst bzw. gebissen. Das funktioniert natürlich auch an der Unterlippe. Wenn du bereits ein Side Labret gestochen hast, kannst du das durch Verdoppeln zu einem Spider Bites Piercings ausbauen.

Ein Schmuckstück für mehrere Piercings

Nicht ganz neu, aber ein Trend, der eindeutig an Bedeutung gewinnt, sind Schmuckstücke, die mehrer Piercings erfordern. Das einfachste Beispiel ist Ohrschmuck, der sowohl am Ohrläppchen (Lobe) als auch an der Ohrmuschel (Helix) befestigt wird. Solch ein Schmuck wirkt üppig und ist angenehm auffällig. Die nächste Variante ist das Industrial. Ein bekanntes, aber nicht sehr weit verbreitetes Piercing. Beim Industrial werden zwei gegenüberliegende Helix-Piercings mit einem langen Barbell oder auch einer Kette verbunden. Hierbei ist es wichtig, dass die beiden Piercings optimal und der Anatomie angepasst platziert werden, damit der Schmuck die Stichkanäle nicht unter Spannung setzt. Vielleicht entwickelst du ja sogar selbst noch neue Varianten, in denen du mehrere deiner Piercings mit Schmuckstücken und Ketten verbindest. Im Intimbereich wäre da durchaus so einiges möglich.

Die Fortsetzung bereits vorhandener Piercings

Lobe, Helix, Tragus – all das sind Piercings, die relativ häufig getragen werden. Wie wäre es denn mit einem Anti-Tragus oder einem Snug? Diese Piercings sind eher seltener anzutreffen. Das Anti-Tragus wird durch den dem Tragus gegenüberliegenden Knorpelfortsatz gestochen. Das Snug Piercing hingegen sitzt an der inneren Knorpelauswölbung, die parallel zur Ohrkante verläuft.

Falls du bereits das eine oder andere Helix-Piercing trägst, wäre vielleicht ein Forward-Helix etwas für dich. Dieses Piercing wird direkt an die Ohrfalte, die dem Gesicht am nächsten kommt, gestochen. Gerade dieses Piercing kommt im „Multipack“ besonders gut zur Geltung. Zwei (Double Forward Helix) oder drei (Triple Forward Helix) kleine Stecker mit Schmucksteinen wirken besonders edel und geschmackvoll. Die genannten Piercings sind nicht bei jedem möglich, da das Knorpelgewebe ausgeprägt genug sein muss, um diese Piercings korrekt setzen zu können.

Eine Möglichkeit, bestehende Piercings zu erweitern ist das Ohrläppchen. Wenn du bereits zwei oder mehr klassische, hintereinanderliegende Ohrlöcher hast, kannst du diese durch setzen eines weiteren Ohrsteckers, sodass sich ein Dreieck ergibt, setzen. Es ist nur eine kleine Modifikation, die trotzdem für Aufmerksamkeit sorgen wird.

Augenbrauen- und Nasenpiercings ergänzen

Natürlich kannst du auch Piercings an den Augenbrauen oder der Nase ergänzen. Ein Augenbrauenpiercing sieht in Gesellschaft weiterer Piercings immer attraktiv und reizvoll aus. Selbst der Till Lindemann, Sänger der legendären Band Rammstein, überraschte vor gar nicht allzu langer Zeit mit einem Augenbrauenpiercing, mittlerweile sind es drei. Ebenso kann zu einem Nasenstecker (Nostril) noch ein Septum ergänzt werden – oder du machst aus deinem Stecker einfach mal einen Ring. Du wirst sehen, dass alleine der Wechsel des Schmucks dir eine ganz neue Ausstrahlung verleiht.

Klasse statt Masse – auf die Qualität kommt es an

Ein weiterer Trend, der sich für das Jahr 2022 abzeichnet, ist die Qualität des Piercingschmucks. Stecker, Ringe, Barbells, Hufeisen, usw. gibt es in unzähligen Varianten und für jeden Geldbeutel – von günstig bis teuer ist alles möglich. Im Jahr 2022 geht es nicht nur darum, alles etwas üppiger zu gestalten, sondern einen geschmackvollen Stil zu beweisen. Je hochwertiger das Schmuckstück, desto stolzer wirst du es tragen. Hier gilt tatsächlich „Qualität vor Quantität“. Es ist nicht wichtig, dass dein Schmuck bereits aus großer Entfernung zu sehen ist – es ist viel raffinierter, den Wert deines Schmucks bei genauerer Betrachtung zu offenbaren. Vielleicht magst du deinen Schmuck aus Chirurgenstahl ja mal gegen Schmuck aus Gelb-, Weiß- oder sogar Roségold tauschen. Das beeindruckt! Wer gerne etwas dicker aufträgt, kann auch einen Schmuckstein aus Glas gegen einen Diamanten austauschen.

Nutze das Jahr 2022 zur Selbstverwirklichung

Fazit: Im Jahr 2022 darf ruhig etwas gewagt werden. Es geht darum, sich selbst zu feiern und sich etwas Gutes zu tun. Mit neuen Piercings und wunderschönen Schmuck kannst du deinen Alltag beleben. Zudem ist ein neues Piercing immer ein wertschätzender Umgang mit dir selbst. Viel zu häufig steckst du in deinem Alltag gefangen. Du trägst deine Piercings zwar gerne, aber meistens über einen sehr langen Zeitraum. Es wird Zeit für eine Veränderung! Gönnen dir etwas, verwöhne dich einfach mal selbst und bereite dir selbst eine Freude. Ein neues Piercing wird dir Freude bereiten und deinen Look perfektionieren. Sicherlich hast du dir für das Jahr 2022 viele neue Ziele gesetzt – einige davon wirst du erreichen, andere vielleicht auch nicht. Der Wunsch nach einem neuen Piercing ist absolut realistisch und schnell zu verwirklichen.

Es wird Zeit, sich selbst zu belohnen

Falls dies dein erstes Piercing werden sollte, dann führe zunächst ein ausführliches Gespräch mit deinem Piercer. Er wird dich fachkundig beraten und dir mitteilen, wie du dein neues Piercing am besten pflegst. Natürlich wird er dir gerne auch bei der Auswahl des richtigen Schmucks behilflich sein. Stöbere einfach mal durch unser abwechslungsreiches Sortiment im Shop, und lasse dich inspirieren. Bedenke: Wenn du dich für ein hochwertiges Schmuckstück entscheidest, hebt das auch dein Selbstwertgefühl. Gepierct zu sein, ist eine besondere Lebensart und ein Ausdruck deiner unverwechselbaren Persönlichkeit. Im Jahr 2022 kannst du endlich zeigen, was in dir steckt – genieße jeden einzelnen Tag.

Denn zum Küssen sind sie da – Piercings am, im und um den Mund

Sie sind sexy, auffällig und überaus reizvoll: Piercings in der Mundregion haben einen ganz besonderen Reiz. Wenn du mit dem Gedanken spielst, dir ein Piercing am oder um den Mund herum stechen zu lassen, solltest du jedoch einiges beachten. Zunächst wollen wir dir die geläufigsten und beliebtesten Piercings vorstellen.

Medusa Piercing

Das Medusa Piercing wird mittig über der Oberlippe platziert. Es sitzt zwischen Nase und dem Amorbogen der Lippe. In der Regel wird hier ein Stecker mit Kugel oder Schmuckstein getragen. Wenn du lieber einen Ring einsetzen möchtest, dann setze das Piercing nicht zu hoch, sonst wird der Ring zu groß, um deine Lippe zu umschließen.

Labret Piercing

Das Labret Piercing ist das Spiegelbild des Medusa Piercings. Es sitzt zwischen Lippe und Kinn kurz unterhalb der tiefsten Stelle unterhalb deiner Unterlippe. Das Labret Piercing wird sehr häufig gestochen und ist somit weit verbreitet. Wird dieses Piercing nicht mittig, sondern seitlich gesetzt, wird es Side Labret genannt.

Dolphin Bites

Werden zwei Labret Piercings mittig unterhalb der Unterlippe gestochen, ist von Dolphin Bites die Rede.

Cyber Bites

Bei einem Cyber Bites Piercing wird jeweils ein Medusa- und ein Labret Piercing gestochen. Du trägst dann also einen Schmuck über der Oberlippe und einen unterhalb der Unterlippe jeweils mittig.

Madonna und Monroe Piercing

Das Madonna Piercing bezeichnet die Stelle, an der in den 50er- und 60er-Jahren gerne ein Schönheitsfleck angemalt wurde. Das Piercings sitzt seitlich über der Oberlippe auf der rechten Seite und ist ein echter Eyecatcher. Lässt du dir dieses Piercing auf der linken Seite der Lippe stechen, nennt es sich Monroe Piercing. Dieser traditionelle Trend lebt durch dieses Piercing weiter fort. Hier wird meist ein Schmuckstecker getragen, du kannst aber auch einen Ring einsetzen.

Angel Bites

Kombinierst du ein Madonna Piercing mit einem Monroe Piercing, also seitlich links und rechts über der Oberlippe, dann werden beide Piercings als Angel Bites bezeichnet.

Snake Bites

Bei einem Snake Bites Piercings werden zwei Side Labrets gestochen – eins links und eins rechts seitlich unterhalb der Unterlippe.

Spider Bites Piercing

Beim Spider Bites Piercing werden zwei Seide Labrets auf einer Seite der Unterlippe dicht nebeneinander platziert.

Shark Bites

Darf es noch etwas mehr sein? Wenn du dir jeweils zwei Side Labrets links und rechts stechen lässt (also Spider Bites auf beiden Seiten) dann ist von Shark Bites die Rede.

Dahlia Piercing

Lässt du dir zwei Piercings kurz neben den Mundwinkeln stechen, spricht man von einem Dahlia (auch Joker) Piercing.

Eskimo Piercing

Beim Eskimo Piercings wird ein Stecker (meistens ein Bananenstecker) senkrecht von unten nach oben durch das Lippenrot der Unterlippe gestochen.

Ashley (auch Racoon) Piercing

Das Ashley (auch Racoon) Piercing ist ein besonders toller Blickfang. Hier wird der Piercingschmuck horizontal durch das Lippenrot der Unterlippe gestochen. Sichtbar ist einfach eine Kugel oder ein Schmuckstein, der mittig auf der Unterlippe sitzt.

Lane Piercing

Beim Lane Piercing wird ein Stab quer durch das Lippenrot der Unterlippe gestochen. So sitzen dann zwei Kugeln oder Schmucksteine auf der Unterlippe. Den gleichen optischen Effekt erzielst du übrigens auch, wenn du dir zwei Ashley Piercings seitlich versetzt stechen lässt. In diesem Fall sind die beiden sichtbare Kugeln nicht miteinander verbunden.

Jestrum Piercing

Das Jestrum Piercing beschreibt ein Piercing, das senkrecht durch die Oberlippe gestochen wird. Dabei sitzt eine Kugel mittig im Lippenrot, die andere kurz über dem Amorbogen.

Cheek Piercing

Beim Cheek Piercing wird der Piercingschmuck durch die Wange in der Region der Grübchen gestochen.

Lippenbändchen Piercing

Das Lippenbändchen Piercing ist ein überaus attraktives Piercing, das am besten zur Geltung kommt, wenn du lächelst. Bei diesem Piercing wird das kleine Häutchen, an dem die Oberlippe fixiert ist, gestochen. Dieses Häutchen ist zwar sehr dünn, aber dennoch sehr stabil.

Zungenpiercing

Das klassische Zungenpiercing zählt zu den beliebtesten Piercings überhaupt. Hierbei wird das Bindegewebe der Zunge mittig vertikal durchstochen. Dieses Piercing wird nur beim Reden oder Essen sichtbar – sehr raffiniert.

Venom Piercing

Beim Venom Piercing werden zwei Piercings parallel durch den Zungenmuskel gestochen.

Snake Eyes

Das horizontale Zungenpiercing wird entgegen dem klassischen Zungenpiercing von links nach rechts durch die Zungenspitze gestochen. Es wird als Snake Eyes bezeichnet und ist angelehnt an die Snake Bites Piercings, die sich links und recht seitlich an der Unterlippe befinden.

Scoop Piercing

Bei einem Scoop Piercings handelt es sich um ein Oberflächenpiercing. Es kann sowohl längs aus auch quer in die Zungenoberfläche gesetzt werden.

Zungenbändchen Piercing

Wie der Name es schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein Piercing durch das Zungenband (Frenulum linguae). Damit ist der mittlere untere Teil der Zunge, der mit dem Boden der Mündhöhle verbunden ist, gemeint.

Uvula Piercing

Wer es etwas extremer mag, wird dieses Piercing lieben. Beim Uvula Piercing wird das Gaumenzäpfchen durchstochen. Dieses Piercing ist eher selten anzutreffen. Falls du Interesse an diesem Piercing hast, solltest du dir einen sehr erfahrenen Piercer suchen, denn der Eingriff ist nicht ganz ungefährlich. Du darfst während des Stechens nicht schlucken! Dafür verheilt dieses Piercing im Verhältnis zu anderen Piercings recht flott. Allerdings besteht die Gefahr, das es im Laufe der Zeit rauswächst und verschluckt wird.

Das solltest du beachten

Bei Piercings im und am Mund solltest du einige Punkte berücksichtigen. Die Heildauer von Lippen- und Zungenpiercings kann sehr stark variieren und ist abhängig von der Stelle, der Dicke der Haut und der jeweiligen Gewebeart. Weiches Gewebe heilt schneller als festeres, dünnere Hautstellen schneller als dicke. So heilt ein Piercing im Lippenbändchen meist innerhalb von zwei bis drei Wochen, während ein Piercing im Mund- und Wangenbereich durchaus einige Monate brauchen, um vollständig auszuheilen.

Die Zunge kann nach dem Piercen (z. B. beim Venom) deutlich anschwellen. Das Sprechen, Essen und Lachen könnte dir somit ein paar Tage schwerfallen. Das solltest du einkalkulieren und den Zeitpunkt des Stechens entsprechend vorplanen.

Wundere dich auch nicht, wenn dein Piercer gerade bei Piercings in der Zunge zunächst einen Schmuck mit augenscheinlich viel zu langem Stäbchen einsetzt. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Piercing trotz Anschwellen des Gewebes nicht unter Spannung steht. Erst wenn alles vollkommen ausgeheilt und abgeschwollen ist, kann der Schmuck eingesetzt werden, den du gerne tragen möchtest.

Während der Heilzeit solltest du akribisch auf Hygiene und Pflege achten. Vermeide säurehaltige Lebensmittel, verzichte auf Alkohol, Milchspeisen und zu scharfe Zahncreme. All dies könnte den Heilungsprozess verzögern oder sogar zu schmerzhaften Entzündungen führen. Reinige dein Piercing regelmäßig, spiele aber nicht ständig daran herum. Dein Piercer wird dich beraten und dir einen genauen Pflegeplan mitteilen.

Sind Piercings schädlich für die Zähne?

Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass Piercings im und am Mund schädlich für die Zähne sein können. Ja, das ist grundsätzlich richtig! Häufig sitzt der Schmuck so, dass die Platte eines Steckers oder auch eine kleine Kugel direkt mit den Zähnen, dem Zahnfleisch oder der empfindlichen Haut im Mund in Berührung kommt. Der Schmuck kann somit an den Zähen scheuern und den Zahnschmelz beschädigen. Auch das Zahnfleisch kann durch die ständige Reibung des Schmucks gereizt werden. Mittlerweile gibt es jedoch eine große Auswahl an Schmuck, die genau diese Faktoren berücksichtigen und Zähne und Zahnfleisch schonen. Wichtig ist hier ein offenes Gespräch mit dem Piercer deines Vertrauens. Er wird deine anatomischen Merkmale bewerten, dir dabei helfen, die richtige Stelle für dein Piercing zu finden und dir den passenden Schmuck anbieten.

Sollte es trotz bester Pflege zu Komplikationen, Entzündungen, Blutungen oder anderen Beschwerden kommen, solltest du dich umgehend mit deinem Piercer in Verbindung setzen. Nicht immer ist es nötig, das Piercing sofort zu entfernen.